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  WSG ,,hilflos“ in St. Pölten

Fußball, tipico-Liga, St. Pölten

WSG ,,hilflos“ in St. Pölten

Nach Blitztoren 5:1-Abfuhr

So droht der schnelle Abstieg

Bild: gepa

,,Da war gefühlt jeder Schuss des Gegners ein Treffer, während wir offensiv nicht viel zusammengebracht haben; das war ein rabenschwarzer Tag für uns", haderte WSG-Goalie Ferdinand Oswald nach der peinlichen 5:1 (3:1)-Pleite der WSG Swarovski Tirol bei St. Pölten im TV-Interview. Die vierte Niederlage in den letzten fünf Bundesliga-Spielen hatte auch dem Kapitän sichtlich zugesetzt: ,,Dass wir so viele Tore bekommen, liegt nicht nur an der Abwehr, sondern an uns allen. Wir müssen schnell etwas ändern, denn wir befinden uns in gefährlichem Fahrwasser", so Oswald, der selbst nicht immer sattelfest wirkte. Wie auch immer – in dieser Verfassung sind die Tiroler ganz klarer Abstiegskandidat.

Für die das Match in Niederösterreich mit einer ,,kalten Dusche“ begonnen hatte. Noch nicht einmal eine Minute war gespielt, da stand es schon 1:0 für die Gastgeber. Für den Traumstart hatte Husein Balic gesorgt, der nach 57 Sekunden die gesamte WSG-Abwehr überraschte. Acht Minuten später traf erneut Balic – unbehindert – zum 2:0, das 3:0 nach 22 Minuten durch den Koreaner Kwang Ryong Pak war bereits vorentscheidend, der zwischenzeitliche Treffer von Pranter zum 3:1 nur Ergebniskosmetik. Den Endstand  fixierten Luxbacher und wiederum Pak nach Seitenwechsel.

Beide Trainer hatten auf dieselbe Startelf wie letztes Wochenende gesetzt. Bei St. Pöltens Alexander Schmidt kam das nach dem 1:0-Sieg gegen Rapid nicht überraschend, bei Thomas Silberberger schon. Der Tirol-Coach hatte nach dem 0:4 gegen Altach und einer „knallharten“ Ansprache zwar an die Mentalität seiner Spieler appelliert, gefruchtet hat es aber nicht einmal ansatzweise.

Stimmen zum Spiel:

Alexander Schmidt
 (Trainer St. Pölten): „Diesmal waren wir supereffizient. Wenn man so früh in Führung geht, setzt das natürlich Kräfte frei. Ich bin froh, dass wir diese schlechte Heimstatistik endlich beiseiteschieben können. Wir haben unser Sturmduo gefunden, es kann sich sehen lassen. Insgesamt bin ich hochzufrieden mit der Mannschaftsleistung. Das Team ist hungrig, das merkt man.“

Thomas Silberberger
 (Trainer Tirol): „Wir waren eigentlich überall dabei, nur bei den Toren (siehe Bild) nicht. Selbst wissen wir noch nicht so richtig, was da eigentlich passiert ist. Mit dem 4:1 war der Deckel drauf. St. Pölten hat verdient gewonnen, aber vielleicht etwas zu hoch. Wir wussten, dass wir gegen den Abstieg spielen. Aber unser Ziel ist es natürlich weiterhin, auch nächstes Jahr in der Bundesliga zu spielen.“

Ergebnisse der Samstag-Spiele: Altach – Rapid 0:3, Sturm Graz – Hartberg 3:1, St. Pölten – WSG Swarovski Tirol 5:1.
Wolfsberg – Salzburg 0:3, LASK – Admira 1:0, Austria Wien – Mattersburg 2:1. 

Aktuelle Tabelle
1RB Salzburg14122056:1238
2LASK14112129:835
3Wolfsberger AC1483334:1627
4Rapid Wien1473428:1824
5Sturm Graz1472523:1623
6Hartberg1463526:2721
7Austria Wien1443720:2815
8St. Pölten1434714:3613
9WSG Tirol1433817:3212
10SC Altach14311021:3410
11SV Mattersburg14311118:4010
12FC Admira Wacker1423914:339

Wacker verlor gegen Klagenfurt

Und wieder einmal waren es die kollektiven Aussetzer in Standardsituationen, die zur vierten Heimniederlage hintereinander der Tiroler führten. Trotz phasenweiser guter Leistung und zweimaligem Ausgleich nach schnellem Rückstand musste sich der FC Wacker Innsbruck im Tivolistadion mit 2:4 geschlagen geben, bleibt damit im Mittelfeld der Tabelle auf Platz neun ,,gefangen“.  Die Tore eins bis drei waren nach einem Freistoß und im Anschluss an zwei Eckbälle gefallen, lediglich Treffer Nummer vier hatten die Kärntner gegen eine unachtsame Innsbrucker Abwehr schön herausgespielt.

Wacker Innsbruck – Austria Klagenfurt 2:4 (1:2)

ore: Wallner (11.), Satin (51./Elfmeter) bzw. Jaritz (3.), Gkezos (33.), Rusek (77.), Zubak (84.)


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