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  Nach 1:0 darf die WSG träumen

Hybet, 2. Liga, Wattens

Nach 1:0 darf die WSG träumen

Großer Kampfgeist wurde belohnt

Bundesliga 90 Minuten ,,entfernt“

Bild: gepa

Die Fußballfans, die den ,,vorletzten“ Schritt der WSG Wattens Richtung Bundesliga-Aufstieg miterleben wollten, benötigten Nerven wie Drahtseile. Aus mehreren Gründen. Erstens jenes Verkehrschaos auf Tirols Autobahnen, ,,dank“ der diversen Staus benötigten viele Fans bis zu einer Stunde Anfahrtszeit (!) aus Innsbruck; dann das wenig einladende Nieselwetter und nach genau einer Stunde Spielzeit, um 20.10 Uhr, galt es noch das Zwischenresultat aus Linz (1:0 für Ried) zu verdauen. Doch am Ende hatten die fast 3000 Zuschauer im Gernot-Langes-Stadion allen Grund zum Jubeln: denn die WSG schlug eine bärenstarke Austria aus Lustenau mit 1:0 (0:0) und darf zum ,,träumen“ beginnen. Jetzt braucht es am kommenden Samstag ,,nur“ noch einen Sieg beim Tabellenvorletzten in Horn und die Tiroler sind – unabhängig vom Ausgang des Spieles Ried gegen LASK-Juniors – nach fast 50 Jahren wieder zurück in der österreichischen Top-Liga. Kein Wunder, dass in Wattens gejubelt wurde.

Es war vielleicht ein glücklicher Erfolg gegen die Vorarlberger, die tatsächlich mehr Spielanteile besaßen und vor der Pause sogar die besseren Chancen hatten. Aber letztlich war der Sieg der Gastgeber aufgrund des großen Kampfgeistes, des Teamworks und nicht zuletzt dank ,,Goldköpfchen“ Ione Carbrea auch verdient. Carbrera hatte just  in der 66. Minute eine Freistoß-Maßflanke von Benni Pranter per Kopf zur Führung verwandelt; eine Führung, die von den Tirolern mit allen Mitteln bis zum erlösenden Schlusspfiff verteidigt wurde.

Mit dem Sieg stießen die Schützlinge von Trainer Silberberger die Türe in die Bundesliga jedenfalls ganz weit auf; sehr zur Freude ihrer Präsidentin Diana Langes, die mit einem Strahlen in den Augen meinte: ,,Ich bin unglaublich  stolz auf die Burschen“. Extrem glücklich auch Coach Silberberger: ,,Toll wie die Jungs mit diesem Druck des ,unbedingt gewinnen müssen‘ fertig geworden sind; dieses Spiel war von der Intensität her ein Wahnsinn, für Kopf und Körper. Jetzt gilt es zu regenerieren und dann mit voller Konzentration in Horn auftreten!“

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