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Herzog fehlten 6 Hundertstel

Eisschnelllaufen, Heerenveen

Herzog fehlten 6 Hundertstel

Mit Rekord auf Platz zwei

Jetzt Angriff über 1000 Meter

Vanessa Herzog hatte jubelnd die Arme in die Höhe gerissen, obwohl sie nicht gewonnen hatte, genoss sie den  Beifall der Zig-Tausend Oranje-Fans im Thialf Ijsstadionvon Heerenveen, ehe sie im Auslaufen noch Gratulationen anderer Stars entgegennahm wie Brittany Bowe (USA/3.), der Russin Fatkulina und natürlich ihres Ehemannes Thomas. Verständlich, war die Wahlkärntnerin aus Innsbruck doch im knallvollen Oval in 37,23 Sekunden neuen österreichischen Rekord gelaufen, war sie (im indirekten Duell) von der japanischen Olympia- und Seriensiegerin Nao Kodaira (Bahnrekord, 37,17) nur um den Wimpernschlag von sechs Hundertstel abgefangen worden. "Ob mich die ärgern? Nein, im Gegenteil. Ich bin vielmehr echt froh, dass ich so schnell war wie noch nie!" Nachsatz: "Ich komm der Nao auch immer näher. Und ich hab ja geschworen, dass ich sie ärgern will. Vielleicht kann  ich sie schon morgen im 1000er packen!" 

Und das, obwohl die Vorbereitung auf den vierten Weltcup der Saison alles andere denn optimal schien, Vanessa bis zur Wochenmitte mit einer fiebrigen Erkältung im Bett gelegen war, sie sie sich selbst im Final Countdown "gar nicht gut gefühlt hab´. Aber immer, wenn´s mir nicht so gut geht, dann bin ich unglaublich schnell!" Schon auf den ersten 100m in persönlicher Bestzeit von 10,45 (bisher 10,49, Olympia 2018) als Vorschuss auf den Rekordlauf, den Vanessa Herzog im 1000er noch toppen will. ,,Das war schon fast perfekt -  mit einem weniger aggressiven Start sind noch mehr als die sechs Hundertstel drin." Und womöglich das halbe Dutzend an Weltcupsiegen. Die Weltcupführung (Kodaira fehlte in Polen) ist ausgebaut und gefestigt.

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