Mikaela Shiffrin, wer sonst!

Weltcup, Slalom, Levi

Mikaela Shiffrin, wer sonst!

ÖSV-Mädels überraschten

Truppe fährt auf das Podest

Bild: gepa

Mit einem – fast - erwarteten Ergebnis endete der erste Weltcup-Slalom im finnischen Levi. Fast deshalb, weil natürlich Mikaela Shiffrin, die Siegerin, als große Favoritin in das Rennen gegangen war und auch Platz zwei von Wendy Holdener nicht groß überraschte. Das tat dafür allerdings Rang drei der 23-jährigen Katharine Truppe. Für die Kärntnerin brachte der erste Slalom der neuen Saison eine Premiere, sie schaffte erstmals in ihrer Karriere den Sprung auf ein Weltcup-Podest. (siehe Bild)
Während Truppe noch jubelte war Shiffrin, die 24-jährige Weltcup-Dominatorin, mit überlegener Bestzeit in der Entscheidung vom zweiten Platz zu ihrem insgesamt 61. Weltcup-Sieg und ihrem 41. Slalom-Triumph gefahren. Am Ende hatte Shiffrin 1,78 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Wendy Holdener, die sich vom sechsten auf den zweiten Platz verbesserte. Truppe hatte am Ende einen Rückstand von 1,94 Sekunden. Die ÖSV-Läuferin profitierte aber auch vom Ausfall der Slowakin Petra Vlhova, die Halbzeitführende war in der Entscheidung nach wenigen Fahrsekunden gescheitert.

Neben Truppe überzeugten die ÖSV-Damen trotz des Fehlens von Bernadette Schild auch mannschaftlich und brachten insgesamt fünf Läuferinnen in die Top 15. Katharina Liensberger belegte in ihrem ersten Saisonrennen nach dem Materialstreit den siebenten Rang (3,24), Katharina Huber holte als Achte (3,40) den ersten Top-Ten-Platz ihrer Karriere. Die Tirolerin Franziska Gritsch wurde 14. (4,36), und Katharina Gallhuber belegte bei ihrem Comeback den starken 15. Platz (4,46).

Am meisten strahlte allerdings Truppe, die mit zweimal drittbester Zeit am Ende auch auf Platz drei landete. „Mir fehlen noch ein bisschen die Worte. Zuerst war ich schon überglücklich, dass ich als Zweite abgeschwungen habe, dann ist es noch der erste Podestplatz geworden. Ich bin einfach überglücklich.“

Shiffrin war im zweiten Durchgang einmal mehr zur Hochform aufgelaufen und beeindruckte vor allem mit einer sensationellen Fahrt im Steilhang. „Ich habe im zweiten Durchgang wirklich attackiert und gekämpft. Auch trotz Fehlern habe ich gefühlt, dass der Ski sehr gut läuft“, so Shiffrin.

Mit 61 Weltcup-Siegen liegt die 24-Jährige in der ewigen Bestenliste nur noch einen Erfolg hinter der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll.

Shiffrin überholte aber Ingemar Stenmark an Slalom-Siegen. Mit ihrem 41. Karriereerfolg im Torlauf ist die dreifache Gesamtsiegerin nun die alleinige Nummer eins in diesem geschlechterübergreifenden Ranking. „Der Podestplatz in Sölden und heute hier der Sieg, das ist ein guter Start in die Saison. Der Speed ist da“, sagte Shiffrin.

Klare Rangverbesserungen schafften Gritsch und Gallhuber. Die 22-jährige Tirolerin war bereits in Sölden mit Rang sieben beste ÖSV-Dame gewesen und zeigte nun auch im Slalom ihr Potenzial. „Ich bin sehr erleichtert. Mit Nummer 52 war das Ziel, sich zu qualifizieren. Und dann war es wichtig, Punkte anzuschreiben.“

Ergebsnisse, Slalom Damen:
1Mikaela Shiffrin (USA)1:57.57 
2Wendy Holdener (CH)1:59.35
3Katharina Truppe (Ö)1:59.51
4Anna Swenn-Larsson (S)1:59.98
5Nina Haver-Löseth (N)2:00.08
6Michelle Gisin (CH)2:00.74
7Katharina Liensberger (Ö)2:00.81
8Katharina Huber (Ö)2:00.81
9Martina Dubovska (CZ)2:01.24
10Lena Dürr (D)2:01.30
14Franziska Gritsch (Ö)2:01.93
15Katharina Gallhuber (Ö)2:02.03

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