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  KSC gewann Blitzturnier

Fußball, Testspiele, Zell/Ziller

KSC gewann Blitzturnier

Wattens  gegen Werder 0:1

Bangen um Clemens Walch

Bild: ProMedia

Fußball-Festtag im Zillertal (siehe Bild). Anlässlich des nunmehr bereits achten Trainingslager des deutschen Bundesliga-Kultklubs Werder Bremen gab es im Parkstadion Zell am Ziller ein Blitz-Turnier mit den Hanseaten, dem deutschen Zweitligisten  Karlsruhe und Tirols Bundesliga-Aufsteiger, der WSG Swarovski Tirol. Vor rund 1000 begeisterten Zuschauern – zumeist mitgereiste Fans von Werder – gewann Karlsruhe nach einem 2:0 gegen Wattens und einem 3:0 gegen Bremen souverän vor Werder (1:0 gegen die WSG) und den Tirolern.

Ergebnisse standen allerdings bei Oswald und Co. nicht im Mittelpunk des Interesses, vielmehr wollte Trainer Silberberger wissen, wie weit denn seine doch ziemlich neu formierte Truppe bereits ist.

Und da gab es durchaus einige wichtige Erkenntnisse. Vor allem die ,,erste“ WSG-Garnitur gefiel speziell gegen Bremen phasenweise sehr gut, hatte gute Möglichkeiten und bei einem Dedic-Lattenkracher (2. Minute) und einem Grgic-Abschluss nach starker Ball­eroberung (20.) eher Pech. Die Entscheidung war kurz vor Schluss nach einem Eckball gefallen, das 0:1 hatte Yuya Osako erzielt. „Wir haben einiges auf den Platz gebracht, was wir auch in der Bundesliga zeigen wollen“, so der Wattener Coach, der speziell mit dem starken Umschaltspiel sehr zufrieden war. Seine einzige Kritik?  „Das Gegentor nach einem Standard war ärgerlich.“

So wie auch die zwei Verlustreffer beim 0:2 gegen den späteren Turniersieger aus Karlsruhe. „Wir waren brav, nett und lieb“, sagte Silberberger zu der Leistung einer runderneuerten Elf, in der einzig Flo Rieder und Julian Gölles nach dem Bremen-Spiel erneut im Einsatz waren. Dabei blickten die sportliche Wattens-Führung  auch zwei Testspielern genau auf die Kickerbeine: dem Wiener Halil Erbay (Ostbahn XI) und dem Zillertaler Kilian Bauernfeind (AKA Tirol). „Erbay ist gut ausgebildet und hat Ansätze gezeigt. Er ist aber aktuell kein Thema“, meinte „Silbi“ zum 19-jährigen Außenbahnspieler, der in Kaiserslautern ausgebildet worden war. Der 17-jährige Lokalmatador Bauernfeind, der seine ersten fußballerischen Schritte beim SK Hippach absolviert hatte, präsentierte sich im zentralen Mittelfeld sehr selbstbewusst.  „Ich wollte ihn einmal bei uns sehen. Er hat das richtig gut gemacht“, schloss Silberberger.

Ein Mann allerdings fehlte bei den Tirolern – Clemens Walch. Denn beim verletzungsanfälligen Regisseur zwickt wieder einmal der Muskel. Was nichts anderes heißt, dass sich Sportmanager Stefan Köck und Co. auf dem Transfermarkt noch intensiver nach einer Offensiv-Alternative umschauen müssen.

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