Das Sport-Wochenende im Visier

Das Sport-Wochenende im Visier

06.03. bis 08.03.2020

Bild: FWT/MKnoll

Jubiläum und Spektakel am Wildseeloder

Der Winter in Fieberbrunn nähert sich dem ultimativen Höhepunkt - vom 7. bis 13. März sind einmal mehr die Freerider am Zug. Der einzige Stopp der Freeride World Tour im deutschsprachigen Raum lotst die Weltelite der Szene vom Gipfel des Wildseeloders talwärts. Auf den 620 Höhenmetern mit einer Hangneigung von bis zu 70 Grad, durch Rinnen und über Felsen, versuchen die Rider mit einem außerordentlichen Run zu punkten. Die ,,Richter“ schauen dabei genau auf Skifahrer und Snowboarder und bewerten Linie, Flüssigkeit, Technik, Kontrolliertheit, sowie die Freestyle-Elemente der Fahrer. Auf die Fans wartet - wie gewohnt - am gegenüberliegenden Lärchfilzkogel das perfekte Freeride-Erlebnis und zwar mit dem Contest-Village inklusive Schneetribüne, Liveübertragung, Riesenleinwand, Moderation und Fan TV. Geplanter Conteststart ist am 7. März, um 9 Uhr, das Wetterfenster bleibt bis zum 13. März geöffnet.

Natürlich darf zum 10-jährigen Jubiläum ein spektakuläres Party- und Rahmenprogramm nicht fehlen. Zum Auftakt werden die Piloten der Flying Bulls versuchen, den Wildseeloder als Backdrop für ihre einzigartige Flugshow zu nutzen. Im Tal bringt im Anschluss an den Bewerb die Band „SAD“, die als eine der heißesten Live Rock’n’Roll Metallica Tributes dieser Tage gilt, ab 16 Uhr die Bühne am Fuße des Doischbergs zum Beben. Mit im Gepäck sind klarerweise Metallica-Welthits wie „Enter Sandman“, pulsierende Drums, fantastische Riffs. Musikalische Highlight garantiert am Samstag ab 21 Uhr das DJ-Duo ,,Möwe", das mit bekannten Titeln wie ,,Down by the River", ,,Who's to Blame" oder ,,Skyline" bei der Red Bull Energy Station an der Talstation der Fieberbrunner Bergbahn den Fans einheizen wird. 

Programm & Zeitplan

Freeride World Tour

Freitag, 6. März

16 Uhr: FWT Eröffnungsfeier Talstation

Samstag, 7. März

8.30 Uhr: Zuschauerbereich Lärchfilzkogel geöffnet

9 Uhr bis 12 Uhr: FWT Competition @ Wildseeloder & Contest Village - Lärchfilzkogel

09.30 Uhr: Fieberbrunn Junior 3* by Dynastar @ Wildseeloder - Seenieder

12 Uhr: Red Bull Flugshow @ Contest Village - Lärchfilzkogel

15 Uhr: Siegerehrung Talstation 

16 Uhr: Metallica Tribute Show @ Stage Enzianhütte

21 Uhr: FWT Freeride Party “Möwe” @ Red Bull Station

Sonntag, 8. März

9 Uhr bis 17 Uhr: FWT Ski test - Talstation

,,Luftkampf“ um den Weltcup und Raw-Air

Hochspannung im Hohen Norden, wo sich vom 6. bis 15. März die Skispringer um die begehrten Titel der RAW-Air-Serie duellieren – bei den Damen und bei den Herren. Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund – genau in dieser Reihenfolge werden die SiegerInnen der hochdotierten Nordischen Tournee ermittelt und nach dem Springen in Vikersund wird auch der Weltcupsieger bei den Herren endgültig feststehen, denn die Skiflug-WM in Planica wird nicht mehr in die Wertung einbezogen. Derzeit führen zwei ÖSV-Vertreter die Wertungen an. Chiara Hölzl bei den Damen und Stefan Kraft bei den Herren. Während spätestens am 15. März das Duell Kraft gegen Geiger entschieden sein wird, fällt zwischen Hölzl und der Norwegerin Maren Lundby nach den Konkurrenzen in Nizhny Tagil bzw. Chaikovsky (21./22. März).

Der Salzburger Kraft geht mit 118 Punkten Vorsprung auf seinen deutschen Konkurrenten Karl Geiger in das Finale, auch im Nationen-Cup lautet das Duell an der Spitze Österreich gegen Deutschland. Hier liegt das Team von Cheftrainer Andreas Felder mit 142 Punkten voran. Folgendes Team soll die Positionen verteidigen: Clemens Aigner, Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel Huber, Stefan Huber, Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer.

Nach einwöchiger Wettkampfpause steigen die Skispringerinnen in Norwegen wieder in das Weltcup-Geschehen ein. Für die Damen endet die Raw Air allerdings mit der dritten Station in Trondheim. Von dort geht es direkt nach Russland weiter.

ÖSV-Kader: Chiara Hölzl, Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig, Jacqueline Seifriedsberger, Sophie Sorschag

Biathleten kämpfen ohne Zuschauer

Ab Donnerstag ist die Erholungspause nach der WM von Antholz vorbei, da nimmt der Biathlon-Weltcup wieder Fahrt auf. Im tschechischen Nove Mesto na Morave stehen bei der siebten (von neun) Weltcupstationen zwei Sprintentscheidungen, zwei Massenstarts und die letzten traditionellen Staffelrennen der Saison für Damen und Herren auf dem Programm. Österreichs Biathlon-Team reiste geschlossen nach Tschechien an.

Die Weltcup-Rennen in Nove Mesto werden allerdings ohne Zuschauer in Szene gehen. Grund sind die Ängste vor einer Ausbreitung des Coronavirus. Der Weltverband IBU folgt damit einem entsprechenden Beschluss des nationalen Sicherheitsrates in Tschechien.

Cheftrainer Ricco Groß: „Es ist absolut verständlich, dass solche Maßnahmen ergriffen werden. Natürlich ist es schade, weil gerade Nove Mesto ein absoluter Zuschauermagnet ist und dort immer eine tolle Stimmung herrscht. Aber es ist, wie es ist, und auch in Nove Mesto bekommt der Sieger 60 Weltcuppunkte. Nach der kräftezehrenden Weltmeisterschaft und ein paar Tagen Pause haben wir zuletzt sehr gut trainiert. Bei den kommenden Weltcupstationen geht es neben den individuellen Zielsetzungen der Athletinnen und Athleten auch darum unsere aktuellen Positionen im Nationencup zu verteidigen."

Für den ÖSV im Einsatz: Julian Eberhard, Tobias Eberhard, Simon Eder, David Komatz, Dominik Landertinger, Felix Leitner. Lisa Hauser, Katharina Innerhofer, Christina Rieder, Julia Schwaiger, Dunja Zdouc.

Alpiner Dreikampf mit Vorteil für Kilde

Eines steht seit Wochenbeginn fest – der Alpine Ski-Weltcup bleibt vorerst einmal im FIS-Kalender, damit finden die Herren-Rennen im norwegischen Kvjitfell auf alle Fälle statt, die Rennen der Damen in Ofterschwang waren ja schon vorher wegen Schneemangels abgesagt worden. Und - eine Entscheidung über die Austragung des geplanten Weltcup-Finales in Cortina wird am Wochenende fallen.

Nach einer langen Diskussion hatte der FIS-Rat dem Antrag des Italienischen Wintersportverbandes (FISI) auf Anraten der italienischen Regionalregierung und der Gesundheitsbehörden in Venetien zugestimmt, bis Freitag, den 6. März, zu warten, um eine endgültige Entscheidung über die Austragung des FIS Alpinen Weltcup-Finales in Cortina zu treffen.

Unabhängig davon werden in Norwegen eine Abfahrt sowie ein Super-G der Herren ausgetragen – im Hinblick auf die Situation im Gesamtweltcup eine besonders spannende Ausgangsposition, der derzeit führt der Franzose Alexis Pinturault knapp vor den beiden Norwegern Aleksander Aamodt Kilde (26 Punkte zurück) und Henrik Kristoffersen (107 Zähler zurück). Da spricht einiges für Kilde, wenngleich Pinturault im Super G durchaus eine Überraschung zuzutrauen ist. Spannend verspricht da auch der Kampf um die kleine Kugel im Super-G zu werden, in den auch noch die beiden ÖSV-Piloten Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer eingreifen können.

Wacker knapp vor dem großen Ziel gescheitert

Nichts ist es also geworden mit dem erhofften Finaleinzug für Wacker Innsbruck. Die Tiroler mussten sich in einer hart umkämpften Partie bei Austria Lustenau knapp mit 1:0 (1:0) geschlagen geben, die Vorarlberger stehen im Endspiel am 1. Mai. Die Entscheidung war knapp vor der Pause durch ein Elfmetertor von Ronivaldo gefallen.

Die etwa 5.000 Zuschauer in Lustenau – zumindest 1.500 davon Schlachtenbummler aus Tirol – hatten von Beginn an einen richtigen Cup-Fight gesehen, in dem die Innsbrucker sogar zur ersten Möglichkeit gekommen waren. Einen Schuss von Matthäus Taferner konnte Lustenau-Goalie Domenik Schierl nur kurz abwehren, der Abstauber von Atsushi Zaizen kullerte knapp am Tor vorbei.

Die Gastgeber fanden danach besser ins Spiel, ein Kopfball von Ronivaldo aus guter Position flog nur relativ knapp über die Querlatte. Der große Auftritt des Brasilianers folgte in der 43. Minute: Nach einem Foul von Lukas Hupfauf an Alexander Ranacher entschied Schiedsrichter Dieter Muckenhammer zu Recht auf Strafstoß, Ronivaldo verwertete sicher.

Stimmen zum Spiel:

Roman Mählich (Lustenau-Trainer): „Ich freue mich, jetzt fällt eine Last ab. Im Laufe des Feierns wird noch die Euphorie kommen. Wir haben vieles richtig gemacht, in der zweiten Hälfte ist uns ein bisschen die Kraft ausgegangen. Dann hat der Gegner alles riskiert, aber unsere Viererkette und unser Mittelfeld haben einen tadellosen Job gemacht. Wir hatten das glücklichere Ende auf unserer Seite, es war ein ausgeglichenes Spiel.“

Thomas Grumser (Trainer Wacker Innsbruck): „Wir haben gekämpft, das Spiel war sehr hitzig. In der ersten Hälfte hatte Lustenau Vorteile, aber wir hatten die erste Chance. Hätten wir die verwertet, hätte das Match eine andere Dynamik bekommen. In der zweiten Hälfte waren wir sehr präsent, ohne aber große Möglichkeiten herauszuspielen.“

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