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Jetzt braucht Wacker ein ,,Wunder“

Tipico, Bundesliga, Südstadt

Jetzt braucht Wacker ein ,,Wunder“

Vierte Pleite gegen die Admira

Entscheidung fällt im Fernduell

Bild: Gepa

Der FC Wacker Innsbruck befindet sich weiter im ,,freien Fall“. Nach der vierten Saison-Niederlage gegen die Admira in der Südstadt benötigen die Tiroler in der letzten Runde ein großes Fußball-Wunder, um dem Abstieg noch zu entgehen – anders formuliert: Innsbruck müsste gegen Mattersburg im Tivoli gewinnen und Hartberg dürfte gleichzeitig im Heimspiel gegen die Admira nicht mehr wie einen Zähler holen. Denn für die Steirer wäre ein Remis zu wenig, weil der FC Wacker bei Punktegleichheit aufgrund der Abrundung bei der Punkteteilung nach dem Grunddurchgang die Nase vorne hätte. Merkwürdige Regel, aber immerhin der Strohhalm, an den sich Tirols Fans nun eine Woche lange klammern können. Aus dem Schneider ist dafür die Admira, die sich dank den Toren von Kolja Pusch (29.), Patrick Schmidt (43.) und Sasa Kalajdzic (64.) aller Sorgen entledigte. Die Niederösterreicher sind damit seit 2011 ununterbrochen in der höchsten Spielklasse vertreten. Den Innsbruckern gelang durch Stefan Rakowitz (60.) und Cheikhou Dieng (94.) jeweils nur der Anschlusstreffer.

,,Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, die war schlecht von uns", gestand Wacker-Trainer Thomas Grumser nach dem Spiel. Er habe die nötige Aggressivität vermisst, die man für so eine wichtige Partie braucht. Wie er nunmehr die Situation im Abtiegskampf einschätzt? ,,Es liegt jetzt nicht mehr in unserer Hand. Aber wir müssen unsere Aufgabe gegen Mattersburg erledigen und hoffen, dass in Hartberg etwas passiert, das uns hilft", so Grumser

Fast 4000 Fans in der Südstadt unterstrichen die enorme Bedeutung des Duells im Kampf um den Klassenerhalt. Die Admira war vor der Pause die klar gefährlichere Mannschaft. Wacker wiederum, in der ersten Hälfte nach vorne völlig harmlos, präsentierte sich wenigstens nach Seitenwechsel leicht verbessert. Eine Hereingabe des ins Team zurückgekehrten Michael Schimpelsberger prallte an die Latte (60.). In der nächsten Aktion verlängerte der eingewechselte Rakowitz eine Flanke von Roman Kerschbaum ins Tor. Wenig später verlor Kerschbaum den Ball an Kalajdzic. Admiras umworbenes Sturmtalent setzte zu einem Solo an, ließ dabei Maak ,,alt“ aussehen  und vollendete mit einem Schuss unter die Querlatte zur Vorentscheidung.

Danach verpassten es die Gastgeber die endgültige Entscheidung herbeizuführen, die größte Chance auf das 4:1 ließ Pusch aus, der aus fünf Metern an Knett scheiterte (88.). Auf der Gegenseite parierte Andreas Leitner erst noch gegen Rakowitz und Alexander Gründler (92.), gegen Dieng war er geschlagen. Der Senegalese überhob den Admira-Schlussmann nach Zuspiel von Sascha Horvath, eine Ausgleichschance fand Wacker aber nicht mehr vor.

Die Admira hat somit alle vier Saisonduelle mit Innsbruck gewonnen und dabei jedes Mal drei Tore erzielt (3:1, 3:0, 3:1 und 3:2). Während die Südstädter ihre vier Spiele andauernde Sieglosserie rechtzeitig beendeten, kassierten die Tiroler im neunten Spiel der Qualigruppe die sechste Niederlage. Die Innsbrucker waren zuletzt 2014 aus der Bundesliga Spielklasse abgestiegen. Nach vier Jahren Zweitklassigkeit war erst im Vorjahr der Wiederaufstieg gelungen. Wenn Wacker den Klassenerhalt nicht schafft, würde auch die erfolgreiche Wacker-II-Truppe aus der zweiten Liga absteigen müssen.

Maria Enzersdorf, BSFZ Arena,
 3.850 Zuschauer, SR Jäger

Torfolge:
1:0 Pusch (29.)
2:0 Schmidt (43.)
2:1 Rakowitz (60.)
3:1 Kalajdzic (64.)
3:2 Dieng (94.)

1Rapid Wien31 13 11 47:42 +5 32 
2SV Mattersburg311271241:44-328
3SC Rheindorf Altach318101346:43+325
4FC Admira Wacker Mödling31891641:59-1822
5TSV Hartberg31951745:65-2019
6Wacker Innsbruck31751928:51-23 17

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