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Jakob schaffte das Triple

Klettern, WM, Tokio

Jakob schaffte das Triple

Tiroler  holt auch Kombi-Silber

Extreme Spannung im Finale

Bild: Liebhaber

Aller guten Dinge sind drei, oder anders formuliert - Jakob Schubert (Bild) beendete die Kletter-WM 2019 so wie er sie begonnen hatte. Mit einer Silbermedaille und damit seinem dritten Edelmetall. Im Kombinationsbewerb der Herren hatte der Tiroler, der vor der letzten Teil-Disziplin - dem Vorstieg - noch auf Zwischenrang 7 gelegen war, den Turbo gezündet und war mit dem einzigen Top in der Finalroute noch auf Platz zwei auf das Podest gestürmt. Damit gelang es Schubert als einzigem männlichen Athleten bei der Kletter-WM 2019 in drei verschiedenen Disziplinen (Boulder, Lead, Kombination) eine Medaille zu holen.

„Wahnsinn. Ich hatte eigentlich schon vor dem Finale mehr erreicht, als ich mir vorgenommen habe“, sagte Schubert. „Dass es jetzt noch mit der dritten Medaille geklappt hat, ist unglaublich. Vor allem, da es nach den ersten beiden Disziplinen nicht so gut ausgeschaut hat, wie ich mir das vorgestellt habe.“ Die Goldmedaille in dem nächstes Jahr in Tokio auf dem Olympiaprogramm stehenden Bewerb holte sich überlegen der Japaner Tomoa Narasaki, Bronze ging etwas überraschend an den Kasachen Rischat ChaibullinDie Kombination war extrem spannend verlaufen,  Schubert hatte sich von Bewerb zu Bewerb gesteigert und durfte am Ende dank des Sieges in der Vorstieg-Wertung noch über nicht mehr unbedingt zu erwartendes Edelmetall jubeln. „In meiner allerletzten Route hier im Finale wollte ich allen noch einmal zeigen – inklusive mir selbst –, was ich draufhabe“, so Schubert. „Dass das dann so aufgeht, ist natürlich genial.“

Der Tiroler, der im Vorjahr in Innsbruck WM-Gold im Vorstieg und in der Kombination geholt hatte, musste sich am WM-Schlusstag beim Kombi-Auftaktbewerb Speed in den ersten beiden Duellen jeweils knapp geschlagen geben, womit für ihn in dieser Disziplin nur noch das Wettrennen um Rang sieben blieb.

Narasaki legt Grundstein zu Gold

Im Bouldern hatten fast alle Finalisten bei der ersten Aufgabe Schwierigkeiten, nur der aktuelle und nach 2016 nun zweifache Boulder-Weltmeister Narasaki schaffte es bis zur Topwertung – und das im ersten Versuch. Schubert, dem das bei allen drei Aufgaben nicht gelang, wurde in der Boulder-Wertung, die Tomoa vor Meichi Narasaki und Fujii gewann, Fünfter und lag damit in der Zwischenwertung weiter auf dem siebenten Rang.

Im abschließenden Vorstieg, der in gestürzter Reihenfolge geklettert wurde, war Schubert nach der verletzungsbedingten Aufgabe von Megos als erster Athlet an der Reihe. Mit einer makellosen Leistung schaffte er es als Einziger ganz nach oben. Nach ihm scheiterte ein Konkurrent nach dem anderen, und Schubert schob sich in der Gesamtwertung immer mehr in Richtung der Top Drei. Da später Tomoa Narasaki schneller als der Kasache war, holte der Lokalmatador Gold und verhalf Schubert zu Silber.

Bei den Damen war der Titel an die Slowenin Janja Garnbret gegangen, die sich vor der Japanerin Akiyo Noguchi und der Britin Shauna Coxsey durchsetzte. Für die 20-Jährige war es die dritte Goldmedaille in Japan nach den Einzeldisziplinen Vorstieg und Bouldern. Jessica Pilz hatte als Zehnte der Kombinationsgesamtwertung das Achterfinale verpasst.

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