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Italiener holten vier Titel

Rodel, Naturbahn, Latzfons

Italiener holten vier Titel

Silber an Thomas Kammerlander

Platz zwei für das ÖRV-Team

Bild: Chris Walch

Die 22. FIL Weltmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn wurde am Sonntag mit drei Entscheidungen abgeschlossen. Es war der große Tag der Südtiroler, die gleich dreimal Gold einheimsten. Bei tief winterlichen Verhältnissen hatten sich Evelin Lanthaler und Alex Gruber durchgesetzt, auch im Teambewerb gewann Italien. Evelin Lanthaler (siehe Bild), die Weltcupführende ging als klare Favoritin in den Titelkampf, bereits nach den ersten beiden Läufen am Samstag hatte sie 1,89 Sekunden Vorsprung auf Verfolgerin Greta Pinggera aus Südtirol. Die Titelverteidigerin fuhr im Finale zwar Laufbestzeit, am Sieg von Lanthaler war aber nicht mehr zu rütteln. Die Seriensiegerin im Weltcup (5 Siege/5 Rennen) sicherte sich ihren zweiten WM-Titel nach 2015 mit einem Vorsprung von 1,80 Sekunden auf Greta Pinggera, die Österreicherin Tina Unterberger wurde mit einem Rückstand von 3,22 Sekunden Dritte. Damit stehen 2019 die drei selben Athletinnen am Podium wie bei der WM 2017, damals gewann Pinggera vor Lanthaler und Unterberger.

Bei den Herren heißt der alte und neue Weltmeister Alex Gruber. Der Titelverteidiger präsentierte sich auf seiner Heimbahn in Top-Form und fuhr in allen den ersten beiden Läufen Bestzeit. Im Ziel hatte Gruber 1,56 Sekunden Vorsprung auf den Tiroler Thomas Kammerlander, Dritter wurde sein Landsmann Michael Scheikl, der im Finale die Laufbestzeit erzielte und mit einer grandiosen Aufholjagd von Platz 10 auf Platz 3 vorgefahren ist, damit seinem Teamkollegen Florian Glatzl die Bronzemedaille um 0,21 Sekunden vor der Nase wegschnappte. Bei der WM 2017 in Rumänien hatte Alex Gruber vor Juri Talikh (RUS) und Thomas Kammerlander gewonnen.

Im Teambewerb sicherte sich Italien die Goldmedaille (Lanthaler/Pigneter/Gruber) vor Titelverteidiger Österreich (Unterberger/Scheikl/Kammerlander), die Bronzemedaille ging an Russland (Lavrenteva/ Kovshik/Talykh).Die erfolgreichste Nation der WM in Latzfons war Italien (4 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze), vor Österreich (2 x Silber, 2 x Bronze) und Russland (1 x Silber, 1 x Bronze).

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