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  Iraschko-Stolz flog zu Bronze

Nordische Ski-WM, Seefeld

Iraschko-Stolz flog zu Bronze

Sensations-Sprung im Finale

Lundby siegte vor Althaus

Bild: gepa

Achter Wettkampftag bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld, fünfte Medaille für Österreich! Und wieder waren es die Skispringerinnen, die für Edelmetall sorgten. Daniela Iraschko-Stolz hatte mit einem tollen Satz auf 105,5 Meter in Finaldurchgang die Konkurrenz im Einzelspringen gleichsam von hinten aufgerollt, war von Platz acht auf Rang drei und damit zu Bronze gesprungen. Den Sieg und eine weitere Goldmedaille für Norwegen sicherte sich Maren Lundby mit dem denkbar knappen Vorsprung von 0,5 Punkten vor der Deutschen Katharina Althaus.

Es war ein ganz besonderer Kraftakt, mit dem Iraschko-Stolz  in der Entscheidung noch das Podest erreicht hatte. ,,Ich habe gewusst, entweder geht es weit, oder ich lande bei 60 Metern“, sagte die strahlende Daniela. ,,Normalerweise kann so etwas ja nur schief gehen, doch diesmal hatte ich das ganze Glück auf meiner Seite. Das war ein unglaublich lässiger Sprung.“

Mit Eva Pinkelnig schaffte es eine zweite Österreicherin in die Top Fünf. Die Vorarlbergerin war nach dem ersten Durchgang mit einem Sprung auf 102,0 Meter als Vierte noch beste ÖSV-Springerin. Im zweiten Umlauf fiel Pinkelnig trotz einer Steigerung auf 103,0 Meter hinter ihre Teamkollegin zurück und landete hinter der Deutschen Juliane Seyfarth – zur Halbzeit noch auf Bronzekurs – auf Platz fünf.  

Sekunden-Krimi über 15 Kilometer
 
Noch vor der tollen Leistung der ÖSV-Springerinnen hatte es  vor über 10.000 Fans über  15 Kilometer Klassisch bei den Herren eine ebenfalls hauchdünne Entscheidung gegeben.  Martin Johnsrud Sundby und der Russe Alexander Bessmertnych hatten sich ein dramatisches Duell  um den Titel geliefert, am Ende triumphierte der Norweger mit 2,9 Sekunden Vorsprung. Rang drei und Bronze ging an den finnischen Titelverteidiger Iivo Niskanen. Sundby gewann damit nach zwei Staffel-Titeln sein erstes Einzelgold bei einer Weltmeisterschaft. Dem  zweimaligen Tour-de-Ski- und dreifachen Gesamtweltcupsieger war es  sichtlich gelungen, über den Winter hinweg die Form perfekt aufzubauen und genau zum Höhepunkt – also bei der WM - seine beste Leistung abzurufen. Mit Erfolg, denn nach Bronze im Skiathlon gab nunmehr als Draufgabe noch Gold. Von den Österreichern war Luis Stadlober im Einsatz, er belegte Rang 56.

Ergebnisse, Skispringen, Damen

1Maren Lundby (N)259,6 
2Katharina Althaus (D)259,1
3Daniela Iraschko-Stolz (Ö)247,6
4Juliane Seyfarth (D)244,4
5Eva Pinkelnig (Ö)241,8
6Sara Takanashi (JAP)236,7
16Jacqueline Seifriedsberger (Ö)212,3
26Chiara Hölzl (Ö)201,6

Ergebnisse, 15 km klassisch, Herren

1Martin Johnsrud Sundby (N)38:22,6 
2Alexander Bessmertnych (RUS)+2,9
3Ivo Niskanen (FIN)+20,4
4Andrej Larkow (RUS)+22,8
5Didrik Tönseth (N)+24,3
6Dario Cologna (CH)+32,4

Medaillenspiegel

1Norwegen83
2Deutschland520
3Schweden120
4Russland032
5Österreich023
6Italien011
7Slowenien010
8Finnland001
Japan001
Schweiz001

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