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Hitzeschlacht beim Jubiläum

Triathlon, Challenge, Walchsee

Hitzeschlacht beim Jubiläum

Deutsche Herren feierten Dreifachsieg

Kahlefeldt eine Klasse für sich

Foto: Trinews

Temperaturspitzen bis zu 38 Grad zeigte das Thermometer im Rahmen der Generalprobe für die nächstjährige Triathlon Europameisterschaft am Walchsee. 35 Grad wurden registriert, als der Sieger ins Ziel lief. Doch bei der Jubiläums-Auflage (10. Mal) der Triathlon-Challenge Walchsee ließ sich Maurice Clavel weder von den Gegnern noch von der Hitze von seinem Weg abbringen. Der 31-jährige Deutsche siegte im Kaiserwinkl nach 1,9 km Schwimmen im angenehm kühlen Walchsee, 90 km Radfahren und der 21,1 km langen Laufstrecke in 3:50,38 Stunden vor seinen Landsleuten Frederic Funke und Boris Stein. Bester Österreicher war Christian Birngruber auf Rang sechs. Die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke absolvierte eine etwa sechsköpfige Spitzengruppe. Doch bereits auf den ersten Radkilometern konnten sich die Favoriten absetzen. Ein Trio mit den drei Deutschen Athleten Nils Frommhold, Maurice Clavel und Frederic Funk setzte sich etwas ab. Aus dem Trio wurde ein Duo mit Clavel und Funk, die bis Kilometer 70 gemeinsam unterwegs waren. Danach zündete Clavel den Turbo, und der „Tank“ bei Funk wurde leer. Auf den verbleibenden 20 Kilometern fuhr Clavel einen Vorsprung von über zwei Minuten auf Funk heraus.

Im abschließenden Halbmarathon konnte er seinen Vorsprung sogar auf knapp drei Minuten ausbauen. „Ich habe mir die Laufstrecke vor dem Bewerb nicht angesehen. Aber jeder Hügel wurde ein Berg und von Runde zu Runde hatte ich das Gefühl, mehr Höhenmeter zurücklegen zu müssen.“ so Clavel nach dem Rennen. Der Deutsche feierte einen ungefährdeten Sieg bei der zehnten Jubiläumsausgabe im Kaiserwinkl am Fuße des ,,Zahmen Kaisers“. Hinter Clavel lief Funk auf Rang 2. Nils Frommhold beendete das Rennen vorzeitig. Bereits nach wenigen Metern musste er erstmalig gehen, versuchte danach wieder ins Rennen zu finden, stieg aber nach fünf Kilometern aus. Rang drei holte sich Boris Stein. Bester Österreicher wurde Christian Birngruber, der nach einer Verletzung und arbeitsintensiven Zeit eine konstante Leistung in allen drei Disziplinen zeigte.

Bei den Damen war Radka Kahlefeldt (CZE/4:19,45 Std.) nicht zu schlagen und dominierte beim zweiten Sieg in diesem Jahr das Tempo. „Ich wollte meine Führung niemals abgeben“, sagte sie. Nur beim Schwimmen hielten die Britin Emma Pallant sowie die Deutschen, Natascha Schmitt und Julia Gajer Kontakt. Bei Wassertemperaturen über 25 Grad war der Neoprenanzug verboten. Radka Kahlefeldt stiegt als erste Dame nach 26:58 Minuten aus dem Wasser. Nur vier Sekunden hinter Kahlefeldt die Britin Emma Pallant. Die beiden Damen drückten auch dem weiteren Rennverlauf den Stempel auf. Kahlefeldt führte das Feld über die 90 Kilometer lange Radstrecke. Einzig Pallant konnte mit der Tschechin mithalten. Während Kahlefeldt in den Abfahrten Zeit auf Pallant gut machte, musste die Britin bergauf Tempo geben, um den Anschluss nicht zu verlieren. Pech hatte Yvonne Van Vlerken. Die in Österreich lebende Niederländerin musste das Rennen an sechster Position liegend mit einem technischen Defekt nach knapp 30 Kilometer auf der Radstrecke beenden. Österreichs Martina Kunz verpasste als Vierte das Podest, Vorjahressiegerin Eva Wutti, die ihren Abschied bekannt gab, wurde Achte.

Foto: Trinews

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