Sie befinden sich hier:
Heimsieg für Brüggler/Angerer

Naturbahnrodeln, Kühtai

Heimsieg für Brüggler/Angerer

Kammerlander knapp geschlagen

Herren-Einzel an Italiener

Bild: Chris Walch

Spannende Rennen, knappe Entscheidungen und eine alles überragende Rodlerin bei den Damen – so liest sich eine erste Bilanz nach dem Auftakt im Weltcup der Naturbahnrodler in Kühtai. Der zweite Renntag hatte gleich mit einem Heimsieg  für die Österreicher begonnen – nachdem im ersten Wertungslauf die Vorjahressieger Patrick Pigneter/Florian Clara (ITA) zeitgleich mit dem österreichischen Weltmeister-Duo Rupert Brüggler/Tobias Angerer auf Rang 1. gelegen waren, knackten die Lokalmatadore im Finale mit einer Zeit von 29,91 Sekunden als einziger Schlitten die Schallmauer von 30 Sekunden, Pigneter/Clara mussten nach einer nicht optimalen Fahrt mit Platz 2 vorliebnehmen. Porshnev/Lazarev (RUS) fuhren im Finale die zweitbeste Zeit und verdrängten so ihre Teamkollegen Egorov/Popov vom Podest, die nach dem ersten Lauf noch Dritte waren.

Einen Hundertstel-Krimi gab es im Einsitzer der Herren. Vorjahressieger Thomas Kammerlander hatte als Führender den ersten Lauf beendet, mit einem Rückstand von 0,02 Sekunden folgte der Südtiroler Patrick Pigneter, auf Platz 3 lag Weltmeister Alex Gruber aus Südtirol. Im zweiten Lauf purzelte der Bahnrekord gleich mehrmals: Zunächst fixierte der österreichische Halbzeit-Vierte Florian Glatzl  neuen Bahnrekord, Alex Gruber verbesserte diesen Bahnrekord auf 28,31 Sekunden. Und an dieser Zeit bissen sich auch die beiden Spitzenreiter die Zähne aus. Kammerlander reihte sich um 0,03 Sekunden hinter Gruber auf Platz 2 ein, Pigneter rutschte als Vierter um 0,01 Sekunden sogar noch vom Podest. Bemerkenswert: Die ersten vier Rodler trennen lediglich 0,08 Sekunden! 

Bei den Damen wurde Evelin Lanthaler (ITA) ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Die Gesamtsiegerin 2017/18 dominierte nicht nur  beide Trainingsläufe sondern auch die beiden Wertungsläufe vor ihren Teamkolleginnen Greta Pinggera und Alexandra Pfattner. Im Finale setzte dann Tina Unterberger ein Ausrufezeichen und verdrängte Pfattner von Platz 3, gegen Lanthaler und Pinggera war kein Kraut gewachsen. Den abschließenden Teambewerb gewann Italien (Evelin Lanthaler/Florian Clara/Alex Gruber) vor Österreich (Tina Unterberger/Michael Scheikl/Thomas Kammerlander) und Russland (Ekaterina Lavrenteva/Aleksandr Egorov/GrigoryBukin), im Nationencup Einsitzer Herren ging der Sieg an Fabian Achenrainer (Ö), auf den Plätzen 2 und 3 folgen Bernd Neurauter (Ö) und Florian Haselrieder (ITA).

© 2017 Tirol Werbung