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Hauser, Landertinger  in Pokjluka

Biathlon-Weltcup

Hauser, Landertinger  in Pokjluka

Optimismus vor dem Saisonstart

Single-Mixed-Staffel zum Auftakt

Bild: ÖSV/Gerald Sonnberger

Jetzt geht es also auch bei den Biathleten los! Am 2. Dezember startet im slowenischen Pokljuka die Weltcup-Saison 2018/19 und der Österreichische Skiverband ist gleichsam in Bestbesetzung vertreten. Nominiert wurde das Team nach den beiden Qualifikationsrennen in Obertilliach Neben dem fix qualifizierten Quartett Julian Eberhard, Simon Eder, Dominik Landertinger und Felix Leitner dürfen sich auch Tobias Eberhard und Sven Grossegger über ein Weltcup-Ticket freuen. Bei den Damen komplettieren Julia Schwaiger und Dunja Zdouc neben den beiden Fixstarterinnen Lisa Hauser und Katharina Innerhofer das ÖSV-Team. „Wir sind sehr froh, dass wir die Qualifikationsrennen bei Topbedingungen durchführen konnten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an das Team aus Obertilliach, welches tolle Arbeit geleistet hat. Jetzt freut sich die gesamte Mannschaft auf die ersten Wettkämpfe“, erklärte Markus Gandler, der sportliche Leiter des Skiverbandes. Die Abreise nach Slowenien erfolgt am kommenden Freitag, dort startet Lisa Hauser, die 24-Jährige aus Reith bei Kitzbühel, die Weltcupsaison mit ihrer Paradedisziplin, der Single-Mixed-Staffel. Dieses Bewerb hatte  Hauser zum Auftakt des vergangenen Jahres in Östersund an der Seite von Simon Eder gewonnen.  „Der Sieg im letzten Jahr war schon was Besonderes. Östersund ist sowieso ein guter Platz für mich, an dem ich immer meine besten Leistungen abrufen konnte.“ Weil die WM vom 7. bis 17. März im schwedischen Biathlonmekka stattfinden wird, wurde der Saisonauftakt nach Slowenien verlegt. „Das wird spannend“, so Lisa, ,,weil es einmal etwas Besonderes ist,  den Auftakt an einem anderen Ort zu laufen.

Bezüglich Set Up gibt es bei Lisa Hauser Neuigkeiten: Nachdem die starke Schützin im vergangenen Jahr häufig Probleme am Schießstand hatte, ließ sie sich im Juli einen neuen Gewehrschaft anpassen: „Das war auch extrem wichtig für die Motivation. Sechs Jahre lang habe ich jetzt mit dem alten Gewehr geschossen. Der Wechsel hat gutgetan, die Umstellung auf die neuen Abläufe hatte ich innerhalb weniger Tage intus.“  Auch läuferisch, so Hauser, habe sie das Gefühl, den nächsten Step gemacht zu haben.  Bei der unmittelbaren Vorbereitung ging Hauser neue Wege, trainierte im norwegischen Trysil als einzige Frau mit der österreichischen Herrenmannschaft: „Das waren spannende Tage, aber als Vergleichswerte kann man die Leistungen der Männer freilich nicht heranziehen. Trotzdem, es war eine gute Erfahrung und die Männer haben sich mir gegenüber als echte Gentleman erwiesen“, so Lisa, die in dieser Saison wieder an ihre Leistungen von vor zwei Jahren anschließen möchte: „Ich möchte ganz klar wieder in die Top-10 bei einem Einzelbewerb, das ist das Ziel.“
 

Zuversicht kommt auch aus dem Lager von Dominik Landertinger. Der Tiroler ,,Medaillen-Garant“ konnte erstmals seit drei Jahren eine Vorbereitung schmerzfrei absolvieren. Da kommt der Auftakt in Pokljuka gerade Recht, wenngleich für den 30-jährigen fast zeitgleich ein privates ,,Highlight“ auf dem Programm steht.  Der errechnete Geburtstermin seines Sohnes. „Gottseidank findet der Weltcupauftakt heuer in Pokljuka und nicht in Östersund statt, da kann ich ins Auto einsteigen und bin innerhalb von wenigen Stunden daheim, wenn es losgehen sollte“, schmunzelt  Landertinger, der der Geburt seines ersten Kindes entgegenfiebert: „Unser Sohn ist mein absolutes Highlight, da habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht allzu viele Gedanken um den Weltcupauftakt gemacht.“

Dennoch: „Hinter mir liegt der beste Sommer meiner Karriere, ich fühle mich körperlich so fit, wie schon lange nicht mehr. Wenn es so bleibt und ich gesund bleibe, sollte es heuer also ganz gut passen“, so Landertinger, 
  
Der Hochfilzener, dessen Heimweltcup heuer vom 10. bis 16. Dezember ansteht, möchte auch im Gesamtweltcup an die Zeit vor seiner Bandscheibenoperation anschließen: „Ziel ist es, in dieser Saison konstant vorne mitzumischen und gute Leistungen zu bringen. In Pokljuka heißt es deshalb, gut hinein zu starten und vielleicht gelingt es mir ja schon dort, neben dem privaten Höhepunkt, auch ein erstes sportliches Rufezeichen zu setzen“, so Landertinger. 

Lisa Hauser            Copyright: ÖSV/Gerald Sonnberger             

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