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Hartes Duell um vierten Startplatz

Alpine Ski-WM, Aare

Hartes Duell um vierten Startplatz

Abfahrt mit Haaser oder Tippler

Venier schnell, aber mit Fehler

Bild: Gepa Pictures

Das wird ja spannend - im Qualifikationsduell zwischen der Tirolerin Ricarda Haaser (Bild) und Tamara Tippler um das vierte ÖSV-Ticket in der WM-Abfahrt der Damen fiel auch im dritten Training keine Entscheidung. Beide Läuferinnen waren exakt gleich schnell und belegten einträchtig-gemeinsam  hinter Kombi-Favoritin Wendy Holdener aus der Schweiz Rang zwei. 

Noch schneller war allerdings Stephanie Venier gewesen, die Tirolerin hatte aber einen Torfehler. Haaser und Tippler fehlten im Ziel 0,10 Sekunden auf Holdener, eine Hundertstelsekunde hinter den beiden ÖSV-Mädels folgte Ester Ledecka. Die Super-G-Olympiasiegerin, die auch Snowboard-Olympiasiegerin ist, hatte der Alpin-WM den Vorzug gegenüber der zeitgleich in Park City stattfindenden Freestyle- und Snowboard-WM gegeben.

Drittbeste Österreicherin – wenn man Venier nicht mitrechnet – war Nicole Schmidhofer auf Platz neun. Am Samstag ist noch ein Training für das Rennen am Sonntag angesetzt, bis dahin soll eigentlich keine Entscheidung über den vierten ÖSV-Startplatz fallen. Allerdings ist die Wettervorhersage nicht sehr gut. Tippler war mit ihrer Fahrt vom Super-G-Start recht zufrieden. „Ich habe noch ein bisschen Luft nach oben. „Wir haben es spannend gemacht, schauen wir mal, was dabei herauskommt.  Ich bin jetzt dreimal hinuntergefahren und hatte eine Bestzeit und heute die zweitbeste. Aber das letzte Wort haben die Trainer. Ich muss es nehmen, wie es kommt.

Haaser, die am Freitag in der Kombination an den Start geht, sah es ähnlich. „Mit einem Trainingslauf mehr ist es natürlich besser. Ich denke, dass ich die Strecke im Griff habe, und weiß, was ich tun muss. Jetzt steht einmal die Kombi im Vordergrund, aber es wäre natürlich super, wenn ich auch in der Abfahrt dabei sein könnte. Ich möchte mich morgen noch einmal gut präsentieren, den Rest machen die Trainer.“  Venier, im ersten Training nur 18., hatte das letzte Tor ausgelassen, fühlte sich aber recht wohl auf der Strecke.Nicht dabei waren am Donnerstag aus dem ÖSV-Team Ramona Siebenhofer, und die weiterhin leicht erkrankte Christina Ager. Auch Lindsey Vonn ließ das Training nach ihrem Sturz im Super-G wie schon am Mittwoch aus, ihre US-Teamkollegin Mikaela Shiffrin war ebenfalls nicht am Start. Die Super-G-Weltmeisterin verzichtet auf die Kombi und die Spezialabfahrt und trainiert bereits für die Technikbewerbe.

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