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  Hard war eine Nummer zu groß

Handball, Play-off, Hard

Hard war eine Nummer zu groß

Schwaz verlor klar mit 25:15

Traum endete im Viertelfinale 

Bild: gepa

Nichts ist es also geworden mit dem Semifinale - im alles entscheidenden dritten Spiel der spusu-LIGA-Viertelfinalserie endete die Reise für Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Vor rund 2000 Zuschauern verloren die Tiroler beim ALPLA HC Hard deutlich mit 25:15 (9:3).  Es war eine  mitunter kuriose, hektische und auch von vielen Emotionen begleitete Partie. Eine derartige erste Halbzeit hatte die höchste Spielklasse bislang wohl kaum einmal gesehen – und Sparkasse Schwaz Handball Tirol auch noch nie erleben müssen. Die Gäste zerschellten in 30 Minuten förmlich am roten Abwehrbeton, fanden den Weg ins Tor der Hausherren einfach nicht. Entweder stand man sich selbst bei zu umständlichen Offensivaktionen im Weg oder aber Hard-Keeper Golub Doknic war unüberwindbar. Da es den Tirolern aber ebenfalls – wie schon im ersten Duell der Serie vor einer Woche – gelang, eine kompakte Deckung aufzubieten, sahen die Zuschauer eine äußerst torarme Partie. Erst in der zehnten Minute sorgte Kapitän Alexander Wanitschek für den HT-Premierentreffer zum 4:1 – es sollte bis zur 28. Minute der einzige für sein Team bleiben. Sebastian Spendier und Michael Miskovez holten zumindest noch zwei weitere Tore heraus. Somit wanderten in Hälfte eins lediglich drei magere Treffer auf das Konto von Schwaz. Den Vorarlbergern, die sich ebenfalls schwertaten, glückten immerhin neun. Frank Bergemann musste seine Mannschaft in der Pause dringend neu sortieren – und diese fasste auch Mut, wollte den Kampf gegen den Sechs-Tore-Rückstand aufnehmen. Die ersten Minuten im zweiten Spielabschnitt gestalteten die Gäste dann auch gleich besser, man verzeichnete eine deutliche Steigerung im Angriff. In Minute 38 verkürzte Dario Lochner auf 12:8. Hard-Coach Klaus Gärtner reagierte mit einem Timeout, das den erhofften Effekt hatte und den Tiroler Rhythmus brach. Die roten Teufel setzten sich danach mit einem Lauf wieder auf 18:9 (46.) ab. Ein Vorsprung, den sie bis zum Ende sicher verwalten konnten. Die Chance aufs Semifinale hatte Sparkasse Schwaz Handball Tirol letztlich vor der Pause verspielt.

Frank Bergemann (Trainer Schwaz): „Wir sind in der ersten Halbzeit an unserer Nervosität gescheitert und natürlich auch an der guten Harder Deckung mit dem überragenden Golub Doknic. Im 6 gegen 6 waren wir durchaus ebenbürtig. Wir haben es im Angriff jedoch kaum geschafft, uns durchzusetzen, haben viele Bälle verloren. So sind wir immer wieder in Konter gelaufen. Und es wurde von Minute zu Minute schwieriger, weil wir einfach nicht getroffen haben. Der Sieg war natürlich verdient. Wir sind jetzt klarerweise enttäuscht, dass es nach Spiel 3 vorbei ist – wir sollten den Blick aber rasch nach vorne richten.“

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