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Titelkämpfe als Motor

UCI-Rad-WM 2018

Titelkämpfe als Motor

Große Bedeutung für Tourismus 

Hervorragendes Feedback

Bild: Innsbruck-Tirol 2018 / BettiniPhoto

Was bringen Rad-Events wie die Tour of the Alps oder – aktuell – die UCI-Rad-Weltmeisterschaften dem Land Tirol, der Wirtschaft und dem Tourismus?

Diese Frage wurde anlässlich der WM-Titelkämpfe 2018 in Tirol im ORF Studio 3 unter dem Titel „Profil, Profis und Profit“ von einer Expertenrunde diskutiert. Verständlich, dreht sich doch gerade in diesen Tagen in Tirol alles um das Thema Rad - Rennrad, Mountainbike, Downhill, Bikeparks – der Boom rund um das Rad, diesbezüglich waren sich die Experten einig, hat mittlerweile ein enormes Marktpotenzial erreicht. 

Unter der Leitung von ORF-Tirol-Sportchef Fred Lentsch (Bild Mitte) diskutierten  Esther Wilhelm (Kommunikationsdirektorin Rad WM), Laurence Schirrecker-Mothes (Direktorin für internationale Radproduktionen bei Eurosport), Ralph Denk (Teamchef des Profiteams BORA), Franz Theurl (Obmann TVB Osttirol), Stefan Denifl (Radprofi) und Bernhard Eisel (UCI-Athletenkommission, v. l. im Bild)  Fazit? Die Rad-WM aber auch andere Radklassiker hätten für das Image Tirols eine enorme Bedeutung – nicht zuletzt, weil Radfahren in all seinen Facetten einen großen Stellenwert im Freizeitverhalten vieler Menschen einnehme, betonte Theurl. In  den zehn wichtigsten Quellmärkten für den heimischen Tourismus gebe es aktuell rund 19 Millionen Mountainbiker, 40 Millionen Trekking- und 16 Millionen Rennradfahrer. Gerade durch die Rad-WM konnte die Infrastruktur in Tirol ausgebaut werden – davon profitiert auch die einheimische Bevölkerung. Derzeit gibt es mehr als 5.600 Kilometer genehmigte bzw. beschilderte Mountainbike-Routen, mehr als 230 Kilometer Singletrails und 920 Kilometer Radwege. 

“Der Funke ist übergesprungen, das Feedback aus aller Welt ist hervorragend. Bisher haben wir rund 200.000 Zuschauer gezählt - wir sind überzeugt, dass am Ende mehr als 500.000 Fans am Streckenrand die spannenden Rennen verfolgt haben”, zog Wilhelm ein erstes Zwischenresümee zur WM.  

“Die Werbewirkung des Radsports ist groß, wir registrieren neuen Schwung. Der Sport in seiner Kombination mit Natur ist für immer mehr Menschen sehr anziehend. Und natürlich sehen wir an den Einschaltquoten, dass es nationale Helden braucht – das stachelt die Begeisterung in einzelnen Ländern zusätzlich an”, so Laurence-Schirrecker. Denifl und Eisel wiederum lenkten die Aufmerksamkeit auf die Fahrerszene abseits der Stars. Die wirtschaftliche Situation zu verbessern sei von zentraler Bedeutung – auf dieser Ebene gäbe es auch viele Ideen für die Weiterentwicklung von Seiten der Fahrer, die hier unbedingt stärker einzubeziehen wären. 

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