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Gold, Silber, Bronze!

Alpine Ski-WM, Aaare

Gold, Silber, Bronze!

Slalomfestival der Österreicher

Hirscher vor Matt, Schwarz

Bild: Gepa Pictures

Das war ein Happy End nach Maß – zum WM-Abschluss sorgten die ÖSV-Slalomspezialisten für Rot-weiß-rote Festspiele. Marcel Hirscher führte das österreichische Team zu einem Dreifachsieg, Platz zwei ging an Michael Matt, Dritter wurde Marco Schwarz vor Alexis Pinturault, der sich selbst um den verdienten Lohn brachte. Denn der Franzose, im ersten Lauf zusammen mit Hirscher eine Klasse für sich, war erneut hervorragend unterwegs. Doch dann machte Pinturault einen verhängnisvollen Fehler, der ihm sein drittes Edelmetall in Åre kostete. Am Ende wurde es für den 27-Jährigen der „blecherne“ vierte Rang. Im wahrsten Sinne des Wortes ,,Schnee von gestern“.

Die Geschichte dieses Slalom schrieben die Österreicher, allen voran Marcel Hirscher, der mit einer fast perfekten Fahrt im ersten Durchgang den Grundstein zu Gold gelegt hatte. Damit genügte ihm in der Entscheidung die 25. Laufzeit, um seinen Titel von 2017 zu verteidigen und sich zum insgesamt dritten Mal zum Weltmeister im Slalom zu krönen. Am Ende hatte der Salzburger 0,65 Sekunden Vorsprung auf Matt, der sich von Rang vier noch auf den zweiten Platz verbesserte. Schwarz holte mit 0,76 Sekunden Rückstand Bronze.

Mit seiner siebenten Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft und dem neben vier Silbernen elften Edelmetall krönte sich Hirscher auch zum erfolgreichsten männlichen alpinen Skifahrer aller Zeiten. Der 29-Jährige überholte in der ewigen Bilanz die bisherige Nummer eins Toni Sailer. Der „Blitz aus Kitz“ brachte es in seiner Karriere auf sieben Goldmedaillen und eine Silbermedaille. Bei der Anzahl der gewonnenen Medaillen hat nur noch der Norweger Kjetil-Andre Aamodt mit zwölf eine mehr.

„Danke an das ganze Team. Als ich angekommen bin, war nicht einmal sicher, dass ich da teilnehmen kann. Wir haben alles probiert und getrachtet, dass ich rechtzeitig auf die Beine komme. Das haben wir als Team sehr gut hinbekommen“, sagte Hirscher in einer ersten Reaktion.

In der Entscheidung riskierte der 29-Jährige aufgrund seines großen Vorsprungs nicht mehr alles. „Oben habe ich Vollgas gegeben, wusste aber, dass Alexis nicht so gut war, deshalb bin ich bei den schwierigen Passagen sauber gefahren“, verriet Hirscher sein Rezept.

Bild: Gepa Pictures

Ende gut, alles gut

Wie Weltmeister strahlten aber auch Hirschers „Kronprinzen“ Matt und Schwarz, die ihre zweite bzw. dritte Medaille in Aare abholten. „Ein gutes Ergebnis“, verbarg Matt zumindest nach außen hin seine Emotionen. Wie vor einem Jahr bei Olympia holte sich der 25-Jährige mit einer Aufholjagd im zweiten Durchgang noch eine Medaille. Nach Bronze in Pyeongchang nahm der Tiroler nun Silber – nach dem Teambewerb sein zweites in Aare – mit nach Hause.

Hinter dem Duo Pinturault und Zenhäusern landete Manuel Feller, vor zwei Jahren noch Vizeweltmeister, auf dem sechsten Platz. Christian Hirschbühl, nach dem ersten Lauf als Neunter noch auf Top-Ten-Kurs, fiel in der Entscheidung auf den elften Platz zurück.

Dank des erfolgreichen Abschlusses mit Gold, Silber und Bronze verbesserte sich Österreich im Medaillenspiegel noch auf den vierten Platz. Die ÖSV-Abordnung beendet die 45. alpinen Titelkämpfe mit einer Goldmedaille, vier Silbernen und dreimal Bronze. Erfolgreichste Nationen waren die Schweiz und Norwegen mit jeweils zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Platz drei ging an die USA (zwei Gold, zwei Bronze).

Mit insgesamt achtmal Edelmetall war Österreich jedoch die klare Nummereins. „Ende gut, alles gut“, fasste ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel die Weltmeisterschaft zusammen.

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