Die Höhepunkte im Rückblick

Die Höhepunkte im Rückblick

06.03. bis 08.03.2020

Bild: FWT20, Daher

Gigi Rüf qualifizierte sich für das Finale

So stellt man sich eine perfekte Geburtstagsparty vor - das zehnjährige Jubiläum des Freeride World Tour (FWT) Stopps in Fieberbrunn avancierte zu einem Spektakel der besonderen Art. Bei hervorragenden Bedingungen gewannen die Französin Marion Haerty, Arianna Tricomi aus Italien, US-Boy Nils Mindnich sowie Craig Murray aus Neuseeland die vierte und vorletzte FWT-Etappe 2020. Die Österreicher? Beim Contest am Wildseeloder belegte Gigi Rüf Platz zwei bei den Snowboardern, Freeskier Tao Kreibich sicherte sich einen starken fünften Platz.

Sonne und Neuschnee erwarteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem bis zu 70 Grad und im Schnitt 48 Grad steilen Nordhang. Sie konnten zwischen zwei Starts auf 2099 und 2110 Meter wählen; das Ziel befand sich auf 1536 Metern. Gut 3000 Zuschauer verfolgten den Wettbewerb von der Zuschauerarena am Lärchfilzkogel. Auch die österreichischen Ski-Alpin-Stars Marcel Hirscher und Manuel Feller ließen sich die Show am „Loder“ nicht entgehen.

Gigi Rüf, der den Event in Fieberbrunn 2018 gewonnen hatte, sagte über seinen zweiten Platz: „Es war ein wunderschöner Tag mit tollen Bedingungen. Ich durfte als Erster starten und habe es geschafft, einen guten Score zu halten. Das Resultat kam überraschend, aber ich bin natürlich megaglücklich, weil meine vorigen Ergebnisse zu wünschen übrigließen.“ Mit dem zweiten Platz ist Rüf Sechster der Wertung und damit für das Finale in Verbier qualifiziert. Der Xtreme Verbier findet vom 28. März bis 5. April 2020 und zum insgesamt 25. Mal statt.

Jarl Magnus Riiber in einer eigenen Welt

Überragend! Jarl Magnus Riiber triumphierte in dem zum Weltcup-Finale gewordenen letzten Rennen in Oslo auch zum Abschluss, da feierte der – erfolgreiche – Weltcup-Titelverteidiger in der Nordischen Kombination am Holmenkollen seinen bereits 14. Saisonsieg. Der Norweger absolvierte den Langlauf in 23:59,9 Minuten und verwies den Deutschen Fabian Rießle um 54,1 und den Finnen Ilkka Herola um 54,8 Sekunden auf die Plätze.

Bester Österreicher wurde in Abwesenheit des verletzten Franz-Josef Rehrl der Tiroler Lukas Greiderer, der sich vom 17. Rang nach dem Springen noch auf Platz zehn nach vorne arbeitete. Auf Riiber fehlten ihm 1:36,3 Minuten. Mit Thomas Jöbstl, Lukas Klapfer, Martin Fritz und Philipp Orter landete ein ÖSV-Paket auf den Rängen 17 bis 19 bzw. 21.

Riiber, der 22-jährige Lokalmatador, hatte schon im Springen überzeugt, als er trotz Verkürzung des Anlaufs um zwei Luken die Höchstweite stand. Nur Vinzenz Geiger (2 Siege) und Akito Watabe (1) konnten die Dominanz Riibers während der Saison unterbrechen. Als bester Österreicher landete Greiderer in der Weltcup-Wertung auf Rang elf vor Martin Fritz und Franz Josef Rehrl. 

Das Finale passte irgendwie zu einer komischen Saison in der Nordischen Kombination. Im Nebel von Oslo verabschiedeten sich die Athleten vor einer Geisterkulisse. Zuschauer waren wegen des Coronavirus nicht erlaubt. Die Saison endet vorzeitig in Oslo, weil das Saisonfinale am kommenden Wochenende in Schonach abgesagt werden musste. im Schwarzwald fehlt bei frühlingshaftem Wetter der letzten Tage schlichtweg der Schnee.

Norweger jubelten zum Abschied von Nove Mesto

Mit norwegischen Erfolgen gingen die unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragenen Weltcup-Konkurrenzen im tschechischen Nove Mesto zu Ende. Bei den Herren gewann Johannes Thingnes Bö den Massenstart, bei den Damen siegte seine Landsfrau Tiroll Eckhoff. Der 26-jährige Bö hatte zwar insgesamt dreimal in die Strafrunde ,,abbiegen“ müssen, traf allerdings beim letzten Stehendanschlag alle Scheiben und setzte sich dank überragender Laufbestzeit 15,1 Sekunden vor dem fehlerfreien Franzosen Emilien Jacquelin durch. Dritter wurde der Deutsche Arnd Peiffer (+25,0 Sek./1). Für das ÖSV-Duo Simon Eder und Felix Leitner waren die Top 20 diesmal außer Reichweite. Eder verzeichnete vier Schießfehler und belegte am Ende den 22. Rang (+3:00,8). Für Leitner waren die Topplätze gleich nach dem ersten Schießen ein Wunschtraum. Der Tiroler musste nach dem ersten Liegendanschlag dreimal in die Strafrunde, mehr als Platz 23 (3:16,0) war nicht möglich.

Noch klarer hatte sich Eckhoff durchgesetzt. Die 29-Jährige gewann über die 12,5-km-Distanz 25,3 Sekunden vor der Schwedin Hanna Öberg sowie 32,4 Sekunden vor der Deutschen Franziska Preuß. Alle aus diesem Trio verzeichneten einen Fehlschuss. Für Eckhoff war es der siebente Saisonsieg. Beste Österreicherin war einmal mehr Lisa Hauser. Die Tirolerin schoss zweimal daneben und landete mit 1:44,8 Minuten Rückstand auf die Siegerin auf Platz 16. Erstmals nahmen drei Österreicherinnen an einem Massenstart-Weltcup der Damen teil, aber für Katharina Innerhofer und Christina Rieder lief es nicht besonders, sie belegten nach sieben bzw. fünf Fehlschüssen mit großem Rückstand den 27. bzw. den 30. und letzten Platz.

Wetter stoppte Kriechmayrs Kugel-Hoffnungen

Bitter für den Alpinen Skisport, bitter für Vincent Kriechmayr, bitte für das ÖSV-Team - nach dem Ausfall des Weltcup-Finales in Cortina wegen des Coronavirus hatte am Sonntag nun auch der Herren-Super-G in Kvitfjell abgesagt werden müssen, ganz miserable Wetterverhältnisse hatten einen Start unmöglich gemacht. Damit ging die kleine Kristallkugel kampflos an den Schweizer Mauro Caviezel und fix war damit auch, dass das ÖSV-Team in dieser Saison ohne Kristallkugel bleibt. Zum letzten Mal war der Österreichische Skiverband (ÖSV) im Weltcup vor 25 Jahren leer ausgegangen.

,,Es war eine sehr komplexe Situation", sagt FIS-Renndirektor Markus Waldner nach der Absage. ,,Das größte Problem war, dass bei einem Notfall der Hubschrauber wegen Nebel und Schnee nicht hätte fliegen können." Besonders ärgerlich: Eine Verschiebung auf Montagmorgen war Teil der Überlegungen, aber wegen des norwegischen Fernsehens und aus finanziellen Gründen - laut Waldner - nicht möglich.

Was bleibt, sind enttäuschte Fans und Sportler. Eine hochspannende Saison gleichsam schlagartig zu Ende. Denn nachdem das Weltcupfinale (jeweils ein Rennen pro Disziplin) in Cortina d'Ampezzo wegen des Coronavirus abgesagt wurde, stehen bei den Männern mit dem Riesentorlauf und einem Slalom nur noch zwei Rennen kommende Woche in Kranjska Gora auf dem Programm. Und auch bei den Frauen endet die Saison im schwedischen Are vorzeitig.

Im Super-G war die Weltcup-Entscheidung ganz knapp ausgefallen - der Schweizer Caviezel wies nach sechs Rennen drei Punkte Vorsprung auf den Oberösterreicher Vincent Kriechmayr auf. Damit belegte der 28-Jährige zum dritten Mal in Serie im Super-G-Weltcup den zweiten Platz. „Dass nicht gefahren wird, wurmt mich natürlich schon. Ich hätte die Chance gehabt. Es sind schon schlimmere Rennen gefahren worden, aber es ist so hinzunehmen. Die Verantwortlichen werden schon wissen, was sie machen, deshalb ist es verständlich“, sagte ein enttäuschter Kriechmayr, nachdem am Vortag noch die Abfahrt bei strahlendem Winterwetter stattgefunden hatte.

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Das hatte natürlich dem Aleksander Aamodt-Kilde nicht sehr gefallen, als ihm Matthias Mayer – quasi als Partyschreck für die Norweger – in der letzten Saison-Abfahrt von Kvitfjell noch den Sieg weggeschnappt hatte. Der 29-jährige Kärntner lieferte in der letzten Saisonabfahrt eine perfekte Fahrt und verdrängte den Lokalmatador um 0,14 Sekunden noch vom obersten Podestplatz. Auf Rang drei landete der Schweizer Carlo Janka (+0,37). Beat Feuz belegte Rang vier (0,43), der Schweizer war durch die Absage des Weltcup-Finales in Cortina bereits vor dem Rennen als Gewinner der kleinen Kristallkugel festgestanden. Der 33-Jährige sammelte in neun Abfahrten 650 Punkte und hat damit 212 Zähler Vorsprung auf den Deutschen Thomas Dreßen, der in Kvitfjell Rang acht (0,95) belegte. Kitzbühel-Sieger Mayer schob sich durch seinen zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison in der Endwertung mit 424 Punkten noch auf den dritten Rang.

Zweitbester Österreicher wurde in Kvtifjell Daniel Danklmaier auf Rang zwölf (1,29). Vincent Kriechmayr, der zuletzt in Hinterstoder gewonnen hatte, landete nur auf Platz 14 (1,47). Zum dritten Mal in Folge heimste übrigens Feuz bereits die kleine Abfahrtskugel ein.

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Bereits vor den Rennen in Kvitfjell war festgestanden, dass das in Cortina geplante Finale wegen der Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt werden musste. Die Saison geht damit in der nächsten Woche für die Damen mit drei Rennen in Aare und für die Herren mit zwei in Kranjska Gora zu Ende. Bei den Damen gehört die Super-G-Kugel der Schweizerin Corinne Suter, womit sie als erste Dame nach Lindsey Vonn 2015 das Speed-Double holte. Im RTL, Slalom und Parallel sind die Entscheidungen offen und fallen in Aare. Wann und wo die Kristallkugeln an die siegreichen Athleten übergeben werden sollen, will der Verband zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Die im Hintergrund diskutierte Option, dass statt Cortina in Kvitfjell weitere Rennen für Herren und Damen (jeweils Speed) sowie in Aare für die Herren (Technik) stattfinden hätten können, war ebenfalls schnell vom Tisach. Denn trotz großer Versprechungen mussten die Veranstalter auf konkrete Anfragen zugeben, dass sie die damit verbundenen Kosten nicht übernehmen könnten.

Absage am Holmenkollen - Wasser im Auslauf

Nicht nur die Alpinen Herren sondern auch die Skispringer wurden in Norwegen vom Wetterpech verfolgt. Denn nach mehreren Verschiebungen hatten die Weltcup-Einzel-Bewerbe der Herren und Damen auf dem Holmenkollen in Oslo endgültig abgesagt werden müssen. Starker Wind, Regen und auch Wasser im Auslauf, das nicht rechtzeitig entfernt werden konnte, hatten eine Austragung unmöglich gemacht. Die Konkurrenzen sollen nun am Montag (09.03.2020) in Lillehammer nachgeholt werden und zwar mit zwei Durchgängen ab 17.15 Uhr. Das reguläre Einzelspringen von Lillehammer findet dann wie wie geplant am Dienstag (17.00 Uhr) statt, die ursprünglich für Montag vorgesehene Qualifikation soll direkt davor um 15.45 Uhr ausgetragen werden.
Damit bleibt nach dem ,,sprungfreien" Sonntag der junge Deutsche Constantin Schmid in der ,,Raw Air“-Wertung in Führung. Der 20-Jährige hatte als stärkster DSV-Adler die deutsche Mannschaft im Teamspringen auf Platz zwei hinter dem überlegenen Gastgeber Norwegen geführt. Tags zuvor hatte er die Gesamtführung mit seinem Sieg in der Qualifikation übernommen. Die Österreicher waren im Teamspringen nur auf dem enttäuschenden sechsten Platz gelandet. Nach zwei (Qualifikation und Team-Bewerb) von zehn Konkurrenzen rangiert Weltcup-Leader Stefan Kraft auf dem vierten Zwischenrang. ,
Ob bei den Damen das gleiche Prozedere angewandt wird, war vorerst noch nicht entschieden. Chiara Hölzl und Co. hätten am Sonntag in Oslo nach der Qualifikation den ersten Einzel-Bewerb ausgetragen, am Montag stand in Lillehammer die Qualifikation für den Bewerb am Dienst auf dem Programm. Nach einem von sechs Wertungssprüngen belegen die beiden Österreicherinnen Jacqueline Seifriedsberger und Hölzl hinter der Norwegerin Maren Lundby die Plätze zwei und drei.

3:0 - WSG holt aus Hartberg wichtige Punkte

Das war eine klare Ansage an die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg. Aufsteiger WSG Swarovski Tirol untermauerte mit einem klaren 3:0-Erfolg bei Hartberg den Aufwärtstrend der letzten Wochen und holte damit aus den jüngsten drei Runden sieben Punkte. Dadurch schaffte die Truppe von Coach Thomas Silberberger unmittelbar vor der Liga- und Punkteteilung den Sprung auf Rang zehn.

Vor 2.623 Zuschauern war ein ,,Tripleschlag“ innerhalb weniger Minuten in der Schlussphase entscheidend. Stefan Maierhofer (73.) mit seinem ersten Treffer nach seiner Bundesliga-Rückkehr im Winter leitete den Sieg ein, Fabian Koch (76.) und „Joker“ Kelvin Yeboah (81.) machten alles klar.

Die Tiroler hatten den jüngsten Schwung mitgenommen und waren zu Beginn klar tonangebend. Mit Fortdauer der umkämpften ersten Hälfte kamen die Steirer besser in die Partie und erarbeiteten sich auch ein Chancenübergewicht. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Geschehen ausgeglichen. Es gab Chancen auf beiden Seiten, effizienter waren die Tiroler, die innerhalb kürzester Zeit die Entscheidung herbeiführten. Maierhofer traf per Kopf nach Rieder-Corner. Auch beim zweiten Treffer war Rieder der Assistgeber, diesmal schloss der aufgerückte Koch ab. Für den Schlusspunkt sorgte Yeboah nach schnell ausgeführtem Maierhofer-Einwurf.

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Es ist eine bittere Niederlage, eine ziemlich hohe, die richtig wehtut. Wir hätten bis zur 71. Minute mehr Kapital aus unseren Chancen schlagen müssen. Das ist ärgerlich. Gegen so einen Gegner darf man nicht so viele Standards zulassen.“

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): „Ich bin glücklich, da gewonnen zu haben. Der Sieg war eine Spur zu hoch. Wir sind relativ gut in die Partie gestartet, haben dann aber pro Halbzeit das Spiel zweimal für 15 Minuten aus der Hand gegeben. Ab der 65. Minute haben wir die Partie relativ clever gespielt. Entscheidend war eine Standardsituation, das 2:0 haben wir dann super herausgespielt. So kommt ein sehr hoher Auswärtssieg zustande. Es war aber bei weitem viel enger.“

Weitere Ergebnisse: Wolfsberg – Rapid 2:2, Austria Wien - St. Pölten 0:0, Admira – Altach 2:0, Salzburg – Sturm Graz 2:0, Mattersburg – LASK 0:1.

Großartiges Finale von Vanessa Herzog

Dieses Saisonfinale macht Spaß und Lust auf den nächsten Winter. Denn Vanessa Herzog feierte just beim Weltcup-Finale der Eisschnellläufer in Heerenveen ihren ersten Saisonsieg. Österreichs Sportlerin des Jahres entschied im 500-m-Bewerb in 37,31 Sekunden einen Hunderstelkrimi gegen die Russin Olga Fatkulina und die Japanerin Nao Kodaira um 0,02 bzw. 0,07 Sekunden für sich.

„Die ganze Saison war ein großer Kampf, umso erleichterter bin ich, dass es jetzt beim Finale noch geklappt hat“, sagte Herzog nach ihrem siebenten Weltcup-Sieg. „Eigentlich wollte ich nach der Einzelstrecken-WM schon in die Pause gehen, gut, dass wir die letzten Rennen jetzt noch absolviert haben.“ Nach den Weltmeisterschaften in Salt Lake City legte die 24-Jährige ihren Fokus bereits auf Materialtests für die nächste Saison. Mit einer neuen Schiene ging es nun in die Niederlande, und diese bestand quasi die Eisprobe. „Es ist ein toller Einstand am neuen Material. Dabei bin ich vom Start gar nicht so gut weggekommen, und ich spüre, dass auch in der Kurve noch was geht“, sagte die Tirolerin.

Anna im Finale die Nummer eins

Das war ein standesgemäßer Saisonabschluss - Olympiasiegerin Anna Gasser gewann in Hafjell den Big Air der X-Games Norway. Die Kärntnerin war mit ihrem letzten Trick (Cab Double Cork 1080) von Rang drei noch auf Platz eins gesprungen. „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel, da die jungen Fahrerinnen das Niveau ständig nach oben schrauben“, sagte Gasser, die vor der Japanerin Miyabi Onitsuka und der Kanadierin Laurie Blouin erfolgreich geblieben war.

„Ich habe vor dem letzten Run gewusst, dass ich alles geben muss, um noch ganz nach vorne zu kommen und bin extrem happy, dass ich den ‚Cab 10‘ dann auch wirklich landen konnte“, sagte die 28-jährige, die den Sprung im Training wegen der schwierigen äußeren Bedingungen nicht gezeigt hatte.

Hämmerle zurück an der Weltcupspitze

Winterliche Erfolgsmeldung aus der Sierra Nevada - dort hat Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle mit einem zweiten Platz im vorletzten Weltcuprennen der Saison die Führung in der Disziplinenwertung zurückerobert. Der Vorarlberger hatte sich im großen Finale nur dem spanischen Lokalmatador Lucas Eguibar geschlagen geben müssen, verwies aber im Fotofinish den Deutschen Paul Berg auf Rang drei. Der Niederösterreicher Jakob Dusek holte als starker Vierter sein nächstes Topresultat, nachdem er Ende Jänner im kanadischen Big White als Zweiter seinen ersten Podestplatz im Weltcup herausgefahren war. Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Herren: 16. Julian Lüftner, 20. Luca Hämmerle, 22. Lukas Pachner, 23. Sebastian Jud, 27. David Pickl, 46. Andreas Kroh, 51. Marco Dornhofer.

Hämmerle hat damit im SBX-Weltcup vor dem letzten Rennen am 15. März im Schweizer Veysonnaz mit 2.960 Punkten gerade einmal zehn Zähler Vorsprung auf den heutigen Tagesfünften Lorenzo Sommariva aus Italien. Dusek (2.110) liegt als Gesamtvierter knapp hinter dem drittplatzierten Italiener Omar Visintin (2.130).

,,Es war sehr wichtig, dass ich mich im großen Finale im Fotofinish durchgesetzt habe. Auch deshalb, weil ich zuletzt bei knappen Entscheidungen sehr oft den Kürzeren gezogen habe. im großen Finale bin ich leider nicht optimal aus dem Startgate gekommen; bin aber geduldig geblieben und habe nicht auf 'Teufel komm raus' attackiert, denn das kann hier herunter auch ziemlich ins Auge gehen. Es ist cool, dass ich mit dem Gelben Trikot zum Finale fahre – ich mag den Kurs in Veysonnaz und freue mich auf einen spannenden Fight um die Weltcupkugel", meinte Hämmerle.

Bei den Damen siegte die Französin Chloe Trespeuch vor der Italienerin Michela Moioli und der Australierin Belle Brockhoff. Pia Zerkhold verpasste als Qualifikation-18. den Sprung in das 16er-Finale, Katharina Neussner kam in der Qualifikation zu Sturz und blieb ohne Platzierung.

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