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Die Höhepunkte im Rückblick

Die Höhepunkte im Rückblick

09. bis 12.01.2020

Bild: Gepa

Geier, Kraft und Kubacki im Doppelpack

Zwei Springen von der Normalschanze in Predazzo, zweimal das Siegerpodest mit Karl Geiger vor Stefan Kraft und David Kubacki – ein wahrlich unglaubliches Wochenende, vor allem für den Deutschen, der seit der Tournee in Hochform springt. Überragend, wenngleich doch zweimal geschlagen, auch Stefan Kraft, dem im zweiten Springen allerdings nur noch 4,7 Punkte auf das oberste Podest gefehlt hatten. Der Salzburger verfehlte also nur hauchdünn seinen insgesamt 18. Weltcup-Sieg. Es wäre sein zweiter in dieser Saison nach Nischnij Tagil am 8. Dezember gewesen. Kraft landete diesmal in Predazzo bei 103,5 und 101,0 Metern und hatte gegenüber Geiger (107,0/103,5) erneut das Nachsehen. Rang drei ging mit sieben Zählern Rückstand erneut an den polnischen Vierschanzentournee-Sieger Dawid Kubacki (102,5/101,0). Zweitbester ÖSV-Adler war Philipp Aschenwald als Zwölfter, Gregor Schlierenzauer belegte unmittelbar vor Daniel Huber Rang 17. Michael Hayböck landete auf Platz 20, Jan Hörl verbesserte sich in der Entscheidung von der 30. an die 24. Stelle.

Im ersten Springen hatte sich Geiger mit Sprüngen von 104,5 und 103,5 Metern letztlich etwas deutlicher mit 7,7 Punkten vor Kraft durchgesetzt. Kubacki, der nach 98,5 m im ersten Durchgang mit einem 104,0-m-Satz noch den Sprung unter die ersten drei schaffte, war doch schon 14,7 Punkte hinter dem Deutschen gelegen.

Eva prolongierte ÖSV-Siegesserie

Aller guten Dinge sind drei – getreu diesem Spruch setzten Österreichs Skispringerinnen in Sapporo gleich nach, diesmal durch Eva Pinkelnig und prolongierten damit die unglaubliche Siegesserie. Einen Tag nachdem die 18-jährige Salzburgerin Sara Marita Kramer ihren Premierensieg gefeiert hat, stand die 31-jährige Vorarlbergerin erstmals ganz oben am Podest. Sapporo hat sich als guter Boden für die Österreicherinnen erwiesen.

Bereits im Dezember hatte im zuvor letzten Weltcup-Springen vor der fast einmonatigen Weihnachtspause in Klingenthal (GER) Chiara Hölzl ihre Siegpremiere gefeiert. Das macht drei ÖSV-Siege in Folge. Mit drei rot-weiß-roten Premierensiegerinnen. Zuvor hatten nur Jacqueline Seifriedsberger (1) und Daniela Iraschko-Stolz (16) Weltcup-Siege verbucht.

Daniela Iraschko-Stolz landete am Sonntag in Sapporo auf dem dritten Platz. Chiara Hölzl auf Platz vier. Sara Marita Kramer, die Siegerin des Vortages, wurde Achte. Jacqueline Seifriedsberger wurde Elfte.

Tolles Podest-Comeback von Marco Schwarz

Na endlich! Marco Schwarz hat die Durststrecke der österreichischen Slalom-Läufer bezüglich Podestplätzen beendet. Der Kärntner katapultierte sich beim Slalom in Adelboden von Rang sieben zur Halbzeit auf Platz drei und verfehlte Rang zwei nur um den Hauch von fünf Hundertstel. Daniel Yule sorgte vor dem Norweger Henrik Kristoffersen für den ersten Schweizer Heimsieg in Adelboden seit zwölf Jahren. Yule wiederum verteidigte angetrieben von seinen Landsleuten seine Halbzeitführung und feierte schließlich mit 0,23 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Henrik Kristoffersen seinen insgesamt dritten Weltcup-Sieg und nach Madonna di Campiglio seinen zweiten Erfolg in einer Woche. Kristoffersen verbesserte sich von Platz acht auf Rang zwei.

Aus österreichischer Sicht durfte sich Schwarz aber trotzdem wie ein Sieger fühlen. Denn nach seinem Kreuzbandriss im Februar 2019 kehrte der 24-Jährige nun erstmals wieder auf das Siegerfoto der besten drei zurück. Fabio Gstrein rundete als Siebenter das Ergebnis der ÖSV-Herren ab, die sich damit für Madonna rehabilitierten, wo es nur zwei Österreicher in die Entscheidung geschafft hatten. Zudem war es der erste Podestplatz für einen ÖSV-Techniker nach jenem von Roland Leitinger im Parallel-RTL von Alta Badia.

Hinter Schwarz durfte sich Gstrein über sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis freuen, nachdem er bisher erst einmal mit dem 17. Platz in Zagreb Punkte geholt hatte. Der Tiroler verbesserte sich im zweiten Lauf gleich um sieben Plätze und schaffte es erstmals in seiner Karriere in die Top Ten. „Ich habe einfach versucht, Vollgas anzugreifen. Bei dieser Dichte geht es nur damit, und das ist mir gut gelungen“, sagte der 22-Jährige.

Im RTL am Samstag war Roland Leitinger mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch auf Rang sechs gefahren, den Kampf um den Sieg hatten sich der Slowene Zan Kranjec und der Kroate Filip Zubcic in einem spannenden Duell ausgemacht, Kranjec gewann mit 0,29 Sekunden Vorsprung, Rang drei belegten zeitgleich der Franzose Victor Muffat-Jeandet und der Norweger Henrik Kristoffersen. Marco Schwarz (11.) und Stefan Brennsteiner (16.) hatten ebenfalls noch Weltcuppunkte geholt.

Beim Jubiläum gab es für den ÖSV nichts zu feiern

Schade – ausgerechnet beim Jubiläum gab für Österreichs Skidamen nichts zu feiern. Denn die ÖSV- Hoffnungen auf einen Heimsieg oder einen Podestplatz bei den Rennen in Zauchensee haben sich nach der Abfahrtspleite auch in der Kombination nicht erfüllt. Ramona Siebenhofer landete im ersten Saisonbewerb in dieser Disziplin nach Super-G und Slalom als beste Österreicherin auf dem vierten Platz. Den Sieg schnappte sich die Italienerin Federica Brignone. Die 29-jährige hatte bereits mit Bestzeit im Super-G den Grundstein für ihren zweiten Saisonsieg und ihren insgesamt zwölften Erfolg im Weltcup gelegt. Mit der zweitbesten Slalom-Zeit wehrte die Italienerin den Angriff der Schweizer Weltmeisterin Wendy Holdener ab und blieb am Ende 0,15 Sekunden voran. Platz drei ging mit Marta Bassino (+0,82 Sek.) ebenfalls an Italien.

Brignone profitierte allerdings auch von mehreren prominenten Ausfällen im Super-G. So schaffte es etwa US-Superstar Mikaela Shiffrin nicht in die Entscheidung. Die Italienerin gewann bereits die dritte Weltcup-Kombination in Folge. 2018 und 2019 war sie in dem Bewerb in Crans-Montana nicht zu schlagen gewesen. Dank der 100 Punkte für den Sieg verbesserte sich die 29-Jährige im Gesamtweltcup wieder auf Platz zwei hinter Shiffrin.

Eine bessere Platzierung in der Endabrechnung hatte Siebenhofer laut Statement „definitiv“ im Super-G vergeben. Und die restlichen ÖSV-Mädels waren zwar im Super-G stark gefahren, vermochten aber im Slalom nicht zuzulegen. Elisabeth Reisinger schaffte es als zweitbeste Österreicherin auf den zehnten Platz. Nina Ortlieb wurde unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin Elfte. Ricarda Haaser, Rosina Schneeberger und Nadine Fest belegten die Plätze 13, 14 und 16.

Suter strahlte, ÖSV-Mädels verloren Nummern-Poker

Zauchensee ist immer wieder für Sensationen gut – diesmal schlug im Salzburger Land die Stunde der Schweizerin Corinne Suter und der Weltcup-Zirkus der Damen hat damit ein neues Siegergesicht. Die hübsche Schweizerin durfte sich in der Abfahrt in Zauchensee über ihren ersten Sieg freuen. Die Vizeweltmeisterin von 2019 hatte sich vor der Überraschungszweiten Nicol Delago aus Südtirol und ihrer Landsfrau Michelle Gisin durchgesetzte, während die im Training starken ÖSV-Mädels auf verkürzter Strecke – vom Reservestart beim ,,Hot Air“ -eine bittere ,,Abfuhr“ kassierten. Nebel und Wind hatten nicht nur immer wieder zu Unterbrechungen geführt, sondern vor allem eine Abfahrt mit dem spektakulären Startschuss zu Beginn verhindert. Auf ebenfalls verkürzter Strecke hatte vor drei Jahren Scheyer gewonnen. Es ist damit nach wie vor der bisher letzte Heimsieg für die ÖSV-Damen. Diesmal wurde Scheyer beim Comeback nach Verletzung starke Zwölfte. „Das ist für mich schwer in Ordnung“, sagte die Vorarlbergerin.

Die Favoritinnen aus dem österreichischen Team hatten sich ganz klar mit ihrer Startnummer-Wahl ,,verpokert“. Siebenhofer, Schnellste im letzten Training, hatte das Rennen eröffnet, Venier wählte die Nummer drei und Schmidhofer startete als Fünfte. Doch nach den Favoritinnen riss der Nebel speziell bei Suter und Gisin kurzfristig auf und ermöglichte den folgenden Läuferinnen bessere Sicht. Dazu wurde die Ideallinie von Läuferin zu Läuferin schneller.

Dennoch gab es am Sieg der Schweizerin nichts zu rütteln - „Unglaublich, wie sie derzeit Ski fährt, da kann man nicht einmal eifersüchtig sein“, sagte Landsfrau Gisin.

Herzog glänzt mit – EM-Silber

Und wieder eine Medaille für Österreichs Sportlerin des Jahres. Mit einem sensationellen Finish eroberte Vanessa Herzog bei der Eisschnelllauf-EM in Heerenveen die Silbermedaille über 500 m. Die Titelverteidigerin aus Tirolerin musste sich dabei in 37,49 Sekunden nur der Russin Olga Fatkulina (37,40) geschlagen geben, Dritte wurde deren Landsfrau Angelina Golikowa (37,50). Für Österreich war es die 19. Medaille in der 129-jährigen Geschichte von Eisschnelllauf-Europameisterschaften.

,,Ich bin sehr zufrieden", meinte die Wahlkärtnerin aus Innsbuck nach dem 500m--Sprint vor 10.000 begeisterten Oranje- und auch 9 Fähnchen schwenkenden Tirol-Fans, nachdem sie den zweiten Platz errungen hatte. Dabei hatte es trotz Top-Start mit 10 42 in den ersten 100m nach Bronze ausgesehen, ,,weil Golikowa in der letzten Kurve noch vorne war. Doch ich hab sie mit einem starken Finish noch abfangen können und jetzt weiß ich auch, dass ich wieder auf Augenhöhe mit ihnen bin!"

ÖRV-Stars rocken Altenberg

Österreichs Kunstbahn-Rodler präsentierten sich im Eiskanal von Altenberg von ihrer besten Seite. Nachdem die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller bereits zum Auftakt zu ihrem vierten Weltcupsieg gerast waren, ließen sich auch die ÖRV-Einsitzer nicht lumpen. Olympiasieger David Gleirscher brachte als Halbzeitführender in Durchgang zwei seinen ersten Weltcupsieg überhaupt locker ins Ziel. Der Südtiroler Dominik Fischnaller belegte Rang zwei, Felix Loch wurde dritter. Auch Wolfgang Kindl hatte trotz verletzungsbedingten Handicaps allen Grund zur Freude: der Doppel-Weltmeister von Innsbruck belegte als zweitbester Österreicher Rang sieben. Die weiteren Österreicher hatten ihre Chancen im zweiten Durchgang vergeben. Jonas Müller, nach dem ersten Durchgang auf dem starken dritten Zwischenrang, verlor in der Zielkurve die Kontrolle, stürzte ins Ziel und kam über Platz 32 nicht hinaus. Reinhard Egger nach dem ersten Durchgang auf Rang neun, kassierte im Finale eine Bande und musste sich mit Rang zwölf begnügen.

Auch Thomas Steu und Lorenz Koller lieferten im sächsischen Altenberg zwei perfekte Läufe ab und ließen der Konkurrenz wie im Vorjahr keine Chance. Damit feierten die WM-Dritten des Vorjahres ihren vierten Weltcupsieg, den zweiten in Altenberg. Die HSZ-Sportler, im Verlauf dieser Saison bereits zweimal auf Rang drei, verwiesen im Osterzgebirge die im Gesamtweltcup führenden Deutschen Toni Eggert und Sascha Benecken auf Platz zwei, die Russen Denisev/Antonov belegten den dritten Rang.

David Gleirscher: „Die Erleichterung über den ersten Weltcupsieg ist natürlich riesengroß. Vor dem zweiten Lauf habe ich schon etwas Druck verspürt, es waren auch ein paar Fehler dabei, aber am Ende habe ich es ganz gut hinbekommen. Wir sind eine super Truppe, bei uns hat jeder das Potential vorne mitzufahren und wenn einer auslässt, ist halt der andere da. Jetzt gilt es morgen noch einmal als Mannschaft aufzuzeigen und den Schwung zur Europameisterschaft nach Lillehammer mitzunehmen. Auch das ist eine Bahn, die mir absolut liegt, ich werde wieder voll angreifen.“

Thomas Steu: „Das Ergebnis tut sehr, sehr gut und freut uns natürlich riesig. Lorenz hat sehr hart gearbeitet, jetzt läuft es auch am Start wieder, es war ein verdienter Sieg.“

Lorenz Koller: „Der Ellbogen ist zwar noch etwas empfindlich, aber ich kann wieder alles machen. Wir haben in der Pause sehr gut gearbeitet, den Trainingsrückstand aufgeholt und sind am Start endlich wieder voll konkurrenzfähig.“

Greiderer/Klapfer sprinten auf das Stockerl

Wie immer – das Beste kommt zum Schluss! Nach den beiden Einzel-Konkurrenzen der Nordischen Kombinierer in Val di Fiemme stürmten im abschließenden Teamsprint der Tiroler Lukas Greider und sein Partner Martin Fritz als Dritte auf das Podest, knapp gefolgt von ihren Landsleuten Lukas Klapfer/Franz-Josef Rehrl auf Rang vier. Um den Sieg hatten sich erwartungsgemäß Norwegen 1 mit Jarl Magnus Riiber und Deutschland 1 mit Vinzenz Geiger/Fabian Riessle ,,gematcht“ – ein Duell, dass die Norweger mit fast 50 Sekunden Vorsprung für sich entschieden hatten.

Erst Riiber, dann der Vinzenz

Nur 24 Stunden nach seinem Triumph im ersten Wettkampf der nordischen Kombinierer in Val di Fiemme hatte sich der Norweger Jarl Magnus Riiber wieder einmal geschlagen geben müssen. Da hatte nämlich der Vortageszweite Vinzenz Geiger aus Deutschland den Spieß umgedreht und sich vor dem norwegischen Seriensieger durchgesetzt. Platz drei ging erneut an den Norweger Joergen Graabak. Nachdem im ersten Einzelbewerb der Tiroler Lukas Greiderer als bester Österreicher Rang sechs geholt hatte, war tags darauf der Steirer Lukas Klapfer als Fünfter vor seinem Landsmann Franz-Josef Rehrl ins Ziel gekommen. Die übrigen ÖSV-Kombinierer? Johannes Lamparter erreichte Rang 14, Lukas Greiderer, Philipp Orter, Martin Fritz und Bernhard Gruber belegten ,,im Paket“ die Plätze 19 bis 22.

Naturbahn – junge Tiroler überraschen

Zweite Konkurrenz im Weltcup der Naturbahn-Rodler und während zum Auftakt in der Steiermark Michael Scheikl gewonnen hatte, schlugen diesmal im Passeiertal die Südtiroler Hausherren zurück. Da feierte Weltmeister Alex Gruber seinen ersten Saisonsieg, bei den Damen die Passeirerin Evelin Lanthaler nicht zu schlagen, und auch das Verfolgungsrennen im Doppelsitzer hatten die Gastgeber dank Patrick Pigneter/Florian Clara für sich entschieden.

Nach dem ersten Lauf waren bei den Herren auf der 870 Meter langen Bergkristall-Bahn Alex Gruber und der Tiroler Thomas Kammerlander zeitgleich auf Platz 1 gelegen, dahinter folgten Patrick Pigneter und der Sieger des Auftaktrennens in Winterleiten, Michael Scheikl. Im hochspannenden zweiten Lauf legte Gruber eine tolle Bestzeit vor, übernahm mit 1.48,12 Minuten klar die Führung und setzte Kammerlander mächtig unter Druck. Der Gesamtweltcupsieger der letzten drei Jahre musste sich am Ende mit einem Rückstand von 0,27 Sekunden geschlagen geben. Platz drei sicherte sich Pigneter (+0,57) vor Scheikl (+0,74). In der Weltcup-Gesamtwertung führen nach zwei Rennen Michael Scheikl und Alex Gruber mit je 160 Punkten, vor Patrick Pigneter und Thomas Kammerlander mit je 155 Punkten.

Bei den Damen setzte Lokalmatadorin Evelin Lanthaler ihre Siegesserie im Weltcup fort. Nach dem Auftakttriumph in Winterleiten gewann die Weltmeisterin auch ihr Heimrennen in Passeier. Mit Bestzeit in beiden Läufen holte Lanthaler in 1.50,55 Minuten ihren insgesamt zehnten Weltcupsieg in Serie, vor den beiden Österreicherinnen Tina Unterberger (+1,00 Sekunden) und Michelle Diepold (+1,46), die nach genau zwei Jahren (St. Sebastian 2018) wieder auf das Podium zurückkehrt.

Im Finale des Doppelsitzer-Verfolgungsrennens fuhren die Routiniers Pigneter/Clara in 56,53 Sekunden absolute Laufbestzeit, mit einem Rückstand von 0,54 Sekunden reihten sich die Brüder Lambacher/Lambacher auf Rang zwei ein, Dritte wurden die Achenrainer/Achenrainer. Für die 19 und 15 Jahre alten Cousins aus Tirol ist es der erste Podestplatz ihrer Karriere.

Ein voller Erfolg war das erste Verfolgungsrennen seit zwei Jahren im Rennrodeln auf Naturbahn im Passeiertal. Bei den Damen gewann erneut Evelin Lanthaler aus Südtirol vor Tina Unterberger und Greta Pinggera. Im Rennen der Herren hatte der Tiroler Thomas Kammerlander mit einem Traumlauf die Konkurrenz geschockt, sicherte sich damit seinen ersten Saisonsieg vor Teamkollege Michael Scheikl und dem Südtiroler Patrick Pigneter.

Platz zwei für Benjamin Karl

Auf Benjamin Karl ist Verlass. Der Niederösterreicher holte im Schweizer Scuol als Zweiter des Weltcup-Parallelriesentorlaufs wieder einmal einen Podestplatz für die ÖSV-Raceboarder. Der 34-jährige hatte im großen Finale seinem Konkurrenten Andrey Sobolev lange Zeit ein packendes Duell geliefert, das der Russe letztlich um 0,53 Sekunden für sich entschied. Mit der starken Vorstellung in der Schweiz tankte Karl, der schon in der Qualifikation hinter Sobolev auf Rang zwei gefahren war, viel Selbstvertrauen für die Heimrennen in Bad Gastein, wo am Dienstag und Mittwoch Parallelslaloms im Einzel und im Team gefahren werden. Bei den Damen landete Claudia Riegler als beste Österreicherin an der 13. Stelle.

Bild: Gepa

Haie immer tiefer in der Krise

Während sich der EC Red Bull Salzburg und die Vienna Capitals mit Siegen in der 39. Runde vorzeitig für die Playoffs der Erste Bank Eishockey Liga qualifiziert haben, müssen die Innsbrucker Haie nach der achten Niederlage hintereinander nun sogar befürchten, von Dornbirn überholt zu werden. Als Letzter gibt es keinen Bonuspunkt für die Zwischenrunde, was eine Qualifikation für die Play-offs fast schon unmöglich machen würde. Der Tabellenführer aus Salzburg hatte sich in Linz dank 54 Saves von JP Lamoureux einen 2:1-Auswärtssieg erkämpft, während Wien daheim Villach mit 4:2 besiegte.

Wie auch immer – für Innsbruck wird es nach der 4:1-Pleite in Graz ganz eng, nicht zuletzt weil gleichzeitig Dornbirn in Feherbar mit 3:1 erfolgreich geblieben war. Plötzlich liegen die Vorarlberger nur noch vier Zähler hinter den Haien, die in den ausstehenden drei Runden zweimal auswärts antreten müssen (KAC, Wien) und nur noch gegen Villach zu Hause spielen.

20 Minuten lang hatten die Tiroler in Graz ein 0:0 gehalten, waren dann im zweiten Drittel mit 2:0 in Rückstand geraten und hatten nach dem Anschlusstreffer im letzten Abschnitt nichts mehr zuzusetzen. Ein Schuss von Oleksuk ins verlassene HCI-Tor zum 4:1 besiegelte die achte Pleite in Serie.

Die weiteren Ergebnisse: KAC – Znojmo 4:0; Fehervar – Dornbirn 1:3; Wien – Villach 4:2, Linz – Salzburg 1:2.

War gegen Graz letztlich chancenlos Scott Darling im HCI-Tor; Bild: Gepa

Meldungen in aller Kürze

Immer wieder Janine Flock – die Tirolerin fuhr im Skeleton-Weltcup in La Plagne neuerlich auf das Podest. In einer spannenden Konkurrenz hatte sich Janine nur der Russin Jelena Nikitina mit 0,65 Sekunden Rückstand geschlagen geben müssen beugen und wurde vor der Deutschen Jaqueline Lölling Zweite. In der Gesamtwertung nach vier von acht Bewerben liegt Flock nun mit 820 Punkten nur sieben Zähler hinter der Gesamtführenden Lölling auf Rang zwei. Flock hat in den bisherigen Rennen je zweimal die Positionen zwei und drei geschafft, ein Sieg fehlt ihr in dieser Saison noch. Das könnte sich im Rahmen der Weltcupwoche (vom 13. Bis 20. Jänner 2020) auf der Olympiabahn in Igls ausgehen.

Beim Damen-Bob-Weltcup im französischen La Plagne landete Katrin Beierl mit Bremserin Jennifer Onasanya auf Rang neun. Nicht ganz das, was man sich erwartet hatte, vor allem nach dem ersten Lauf, als Rang sechs noch durchaus in Reichweite war. Dann allerdings passierte ihr im zweiten Durchgang im oberen Teil ein folgenschwerer Fehler, der kostbare Zeit kostete. Den Sieg in La Plagne holte sich in ihrem erst zweiten Weltcuprennen die 21-jährige Deutsche Laura Nolte mit Partnerin Deborah Levi.

Martin Fourcade hat nach dem Sprint auch den Massenstart in Oberhof gewonnen. Der Franzose setzte sich nach zwei Strafrunden 20,1 Sekunden vor dem Deutschen Arnd Peiffer durch und feierte damit seinen bereits 79. Weltcuperfolg. Dritter wurde der Franzose Simon Desthieux. Für das ÖSV-Team hatte es lange Zeit nach einem tollen Abschluss der Biathlon-Bewerbe in Thüringen ausgesehen. Nach dem dritten Schießen hatten mit Simon Eder (4.) und Julian Eberhard (6.) noch zwei Österreicher Tuchfühlung zu den Podestplätzen. Doch sowohl Eder als auch Eberhard verpatzten mit zwei bzw. drei Fehlern die letzte Serie, wurden auf die Ränge 11 und 14 ,,durchgereicht“. Besser erging es da schon Katharina Innerhofer, die sowohl im Sprint über 10 km wie auch im Massenstart jeweils Platz zehn erkämpft hatte.

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