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Gamper sprintet auf’s Podest

Rad, Ö-Tour, Kitzbühel

Gamper sprintet auf’s Podest

Steimle feiert zweiten Sieg

Entscheidung am Kitzbüheler Horn

Bild: Gepa

Diese vorletzte Etappe der 71. Österreich-Rundfahrt war nichts für schwache Nerven. Die 161,9 Kilometer von Bruck nach Kitzbühel standen im Zeichen zahlreicher Ausreißversuche, schwerer Stürze, einem Fotofinish und dem ersten Tour-Podestplatz für einen Österreicher seit 2016. Den Etappensieg, seinenzweiten bei dieser Tour,  sicherte sich der Deutsche Vorarlberg-Profi Jannik Steimle. 

Wie schon in den Tagen zuvor war gleich nach dem Start im Salzburgerland ein hohes Tempo angeschlagen worden, noch vor der ersten „Mautner Markhof“-Sprintwertung in Neukirchen nach rund 40 Kilometern gelang sechs Fahrern ein erfolgreicher Vorstoß. Neben Tour de France-Etappensieger Brice Feillu war in diesem Sextett u. a. auch der Tiroler Mario Gamper (Tirol KTM Cycling Team) mit von der Partie. Der Maximalvorsprung der Spitze betrug nie mehr als drei Minuten. Duch die Wildschönau führte die Strecke über jene der UCI Straßenrad-WM in Innsbruck und der Vorsprung der Spitze verringerte sich immer mehr. Nachdem es 25 Kilometer vor dem Ziel zu einem schweren Sturz im Hauptfeld gekommen war, bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe. Der deutsche Tirol-Legionär Zimmermann sicherte sich die letzte „Wiesbauer“-Bergwertung des Tages in Hopfgarten und baute damit seinen Vorsprung vor der letzten Etappe auf Ben Hermans auf 16 Punkte aus!

Turbulent verliefen dann die letzten 15 Kilometer, in denen es zu teils heftigen Stürzen kam. Zoidls Teamkollege Laurens ten Dam musste mit dem Hubschrauber weggeflogen werden, auch den Österreicher Sebastian Schönberger erwischte es schwer, er lag nach dem Rennen einige Minuten im Ziel, erlangte dann aber zum Glück wieder das Bewusstsein.

Kurz vor dem Ziel war das Feld geschlossen und in Kitzbühel setzte sich Jannik Steimle knapp durch. „Es ist ein Traum für mich und mein ganzes Team. Wir kamen mit hohen Erwartungen zur Österreich Rundfahrt. Aber dass wir so abliefern, hätte uns sicher niemand zugetraut. Die Stürze im Finale waren wirklich arg, ich wünsche allen Beteiligten gute Besserung!“Aus österreichischer Sicht sorgte vor allem Patrick Gamper als Dritter für ein Ausrufezeichen: „Ich habe im Finale alles riskiert und habe den besten Sprint in meiner Karriere abgeliefert. Ein unglaubliches Ergebnis für mich, und ich bin auch so stolz auf meine Brüder (Mario bzw. Florian; Anmerkung), die hier bei der Österreich-Rundfahrt tolle Leistungen zeigen“, sagte der 22-Jährige nach der Zieldurchfahrt.


In der Gesamtwertung kam es zu keinen Änderungen, Ben Hermans fährt auch zum Abschluss im „Flyeralarm“-Trikot des Gesamtführenden. Riccardo Zoidl hielt sich auf den letzten Kilometern im Feld zurück, und entging einigen Stürzen: „Es war schon brutal, vor allem der Sturz nach dem Tunnel in Kitzbühel. So gemütlich die ersten zwei Drittel der Etappe waren, so hektisch ging es im Finale zu.“ Im Vorjahr krönte sich Ben Hermans von Israel Cycling Academy zum dritten belgischen Gesamtsieger. Bei der 70. Jubiläumsrundfahrt hatte er am Kitzbüheler Horn mit seinem Etappensieg den Grundstein für seinen Rundfahrtssieg gelegt. „Ich kenne das Kitzbüheler Horn sehr gut. Es ist ein sehr harter Anstieg, wo man sich keinen Einbruch erlauben darf. Im Vorjahr gewann ich dort und ich hoffe natürlich auf ein Déjà-vu“, gab sich Hermans kämpferisch.

Finaletappe aufs Kitzbüheler Horn

Freitag um 11 Uhr starten die Radprofis in der Kitzbühel Vorderstadt in die letzte Etappe. Danach geht ist eine kleine Runde über Oberndorf und Reith zurück nach Kitzbühel zur ersten Sprintwertung (11:20h) zu abslvieren. Anschließend führen zwei große Runden auf der Strecke der Masters-WM über St. Johann, Schwendt und Kössen. Gegen 13:30 Uhr werden die Radprofis erneut Kitzbühel erreichen, wo danach der 7,3 Kilometer lange und maximal 23,3 Prozent steile Anstieg aufs Kitzbüheler Horn folgt. Gegen 13:40 Uhr wird der Tagessieger das Alpenhaus erreicht haben. Das Livestream-Magazin startet auf www.oesterreich-rundfahrt.at sowie alpentour.tv um 10:30 Uhr mit „Guten Morgen Rundfahrt“, ab 11:40 Uhr beginnt die Übertragung der Etappenentscheidung nach Kitzbühel. 

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