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  Doppelter Goldtriumph der Norweger

Nordische Ski-WM, Seefeld

Doppelter Goldtriumph der Norweger

Falla und Kläbö gewann im Sprint

Traumkulisse mit 10.200 Fans

Bild: gepa

Was für ein phantastischer Start in die 52. Nordische Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld. Bei Traumwetter, perfekten Loipenbedingungen und vor über 10.000 begeisterten Fans aus aller Welt demonstrierten die norwegischen Langläufer gleich zu Beginn ihre Sonderstellung, gewann sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren die Sprint-Konkurrenzen.  

Während bei den Damen Maiken Caspersen Falla mit einem großartigen Finish die Schwedin Stine Nilsson distanziert, triumphierte bei denn Herren Jungstar Johannes Hösflot Kläbo vor dem italienischen Titelverteidiger  Federico Pellegrino und Gleb Retiwych aus Russland.

Norwegens Jungstar Kläbo, der bereits in Pyeongchang mit drei Goldmedaillen aufgetrumpft hatte, führte die Vorentscheidung im Titelkampf mit einem unglaublichen  Antgritt auf der zielgeraden herbei,  als er seine Konkurrenz förmlich stehen liess.

Völlig komplikationsfrei war der Sieg von Klaebo trotz der großartigen Vorstellung im Finale dennoch nicht.  Denn nach dem Halbfinale war es zu einem Gerangel zwischen ihm und Russlands Topstar Sergej Ustjugow gekommen, der sich beim Einbiegen auf die Zielgerade vom Norweger behindert gefühlt hatte. Doch nach einem kurzen Wortgefecht und leichtem Körperkontakt hatten sich die Gemüter schnell wieder beruhigt. Dennoch hatte die Aktion für Ustjugow Folgen. Dem Russen wurde  die gelbe Karte präsentiert.

Falla bejubelte nach souveränen Vorstellungen in den Läufen bis zum Finale ihre erfolgreiche Titelverteidigung. „Das ist ein großartiger Tag. Ich bin unglaublich glücklich. Ich hatte mir Sorgen wegen der anspruchsvollen und schnellen Strecke gemacht, doch am Ende war mein Timing perfekt, ebenso wie mein Material.“  Bei Olympia in Pyeongchang war die 28-Jährige noch von Nilsson besiegt worden. Die drittplatzierte Norwegerin Mari Eide hatte vom Pech der zweier Schwedinnen profitiert. Maja Dahlqvist war im Positionskampf gestürzt, Jonna Sundling musste mit einem gebrochenen Stock Bronze vor Augen noch aus der Hand geben.

ÖSV-Quintett war chancenlos

Für Österreichs Sprinter gab es nichts zu holen, das Quintett hatte letztlich mitz den ersten Medaillenentscheidungen nichts zu tun. Sowohl vier Herren wie  auch Lisa Unterweger als einzige ÖSV-Starterin bei den Frauen verfehlten den Einzug in die Finalläufe.

Bei den Männern landete der im Vorfeld gesundheitlich angeschlagene Dominik Baldauf in der Qualifikation über 1,6 km als bester Österreicher auf dem 45. Platz. ,,Im Finish fehlte mir einfach die Substanz, da habe ich viel Zeit eingebüßt, bitter, wenn das in der Paradedisziplin passiert.“

Luis Stadlober (50.) Tobias Habenicht (58.) und Benjamin Moser (59.) waren chancenlos, Unterweger dagegen hatte die Finallläufe eher knapp verpasst. Als 44. hatten der Steirerin nur 2,8 Sekunden zum Aufstieg gefehlt.  „Ich bin schon sehr enttäuscht. Gerade bei einer Heim-WM möchte man natürlich in die Finalläufe. Aber ich habe alles gegeben und kann mir nichts vorwerfen“, so die 24-Jährige.

Ergebnisse, Sprint, Damen

1Maiken Caspersen Falla (N)2:32,35 
2Stina Nilsson (S)+1,66
3Mari Eide (N)+2,84
4Jonna Sundling (S)+3,17
5Victoria Carl (D)+5,71
6Maja Dahlqvist (S)+31,49

Ergebnisse, Sprint, Herren

Johannes Hoesflot Klaebo (N)3:21,17 
2Federico Pellegrino (I)+0,23
3Gleb Retiwych (RUS)+1,37
4Richard Jouve (F)+1,99
5Emil Iversen (N)+2,25
6Lucas Chanavat (F)+21,50

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