Sie befinden sich hier:
  Entscheidung auf der Gramai-Alm

Rad, ÖM, Achensee

Entscheidung auf der Gramai-Alm

Zwei Tiroler auf dem Podest

Markus Wildauer holte Bergtitel

Bild: gepa

Der Hitze getrotzt und der Konkurrenz gezeigt, wer der Herr im Hause ist – der Zillertaler Markus Wildauer, eine der großen U 23-Hoffnungen im heimischen Radsport, sicherte sich im Karwendelmassiv bei der Gramai-Alm erstmals den Meistertitel (siehe Bild) am Berg in der Eliteklasse. Im Zielsprint hatte der Fahrer des Tirol-KTM-Cycling-Teams Stephan Rabitsch, der die längste Zeit gemeinsam mit seinem Teamgefährten Benjamin Brkic (beide Felbermayr Wels) das Führungsduo gebildet hatte, knapp distanziert. Für Rabitsch blieb somit wie im Vorjahr nur die Silbermedaille. Mit Manuel Bosch vom Veranstalter-Klub Raiffeisen Tirol als Drittem landete ein weiterer Tiroler Fahrer auf dem Podest.

Bergmeister Wildauer, der mit einer Verfolgergruppe auf dem letzten Kilometer noch zu Rabitsch aufschließen konnte, hatte erst vor einigen Wochen bei der Zeitfahr-Staatsmeisterschaft um einige Hundertsel-Sekunden die Bronzemedaille verpasst.

Die Fahrer der ÖRV-Bundesliga waren bei dieser Bergmeisterschaft, die erstmals im Raum Achensee im Karwendelgebirge ausgerichtet worden ist, unter sich geblieben, denn die österreichischen Auslandsprofis, die sich auf die Straßen-Staatsmeisterschaft nur 48 Stunden später in Mondsee konzentrierten, sind dem Rennen leider fern geblieben. So war etwa Riccardo Zoidl, eigentlich der Titelverteidiger der Bergmeisterschaft, noch mit Höhentraining (in Tirol) beschäftigt.

Genau 900 Höhenmeter und bis zu 17 Steigungsprozente galt es auf den insgesamt 20 Kilometern von Wiesing bei Jenbach bis hinauf zur Gramai-Alm in 1270 m Seehöhe zu bewältigen, die letzten beiden Kilometer verliefen jedoch weitgehend völlig flach, sodass diese Meisterschaft im Finish eher den Charakter eines Straßenrennens aufwies. So betrug der Rennschnitt auch 31 km/h – eher ungewöhnlich für ein reines Bergrennen.

Ergebnisse: (Wiesing/Jenbach – Gramai-Alm Pertisau): 1. Markus Wildauer (KTM Tirol Cycling),  38:57 Minuten, 2. Stephan Rabitsch (Felbermayr Simplon Wels),  3. Manuel Bosch (Raiffeisen Tirol),  4.   Hans-Jörg Leopold (Maloja Pushbikers), alle gl.Zt, 5. Jonas Rapp, (D) Hrinkow Advarics, + 6 sec., 6. Moran Vermeulen, (WSA KTM Graz), gl.Zt., 7. Benjamin Brkic (Felbermayr Wels), + 29 sec.

Markus Wildauer übernahm mit diesem Erfolg übrigens auch die Führung in der U23 Wertung der Radbundesliga. Und nicht zuletzt  baute das Tirol KTM Cycling Team die Führung in der Mannschaftswertung aus.

© 2017 Tirol Werbung