Sie befinden sich hier:
Ein Zehntel fehlte  ÖSV-Adlern

Skispringen, Team, Zakopane

Ein Zehntel fehlte  ÖSV-Adlern

Deutschland gewinnt turbulentes Springen

Kritik nach Siegels schwerem Sturz

Bild: GEPA

Österreich ist in Zakopane im Team-Bewerb nur denkbar knapp am ersten Sieg in einem Mannschaftsbewerb seit März 2017 (Oslo) vorbei gesprungen. Daniel Huber, Jan Hörl, Michael Hayböck und Stefan Kraft mussten sich am Samstag Sieger Deutschland nach acht Sprüngen nur um 0,1 Punkte geschlagen geben. Auf Platz drei landete Lokalmatador Polen.

Überschattet wurde die Entscheidung jedoch von einem schweren Sturz des Deutschen David Siegel, der sich nach einem Satz auf 142,5 Meter nicht auf den Beinen halten konnte, stürzte und mit einer Trage aus dem Auslauf gebracht werden musste. Das bis dahin überlegen führende deutsche Quartett mit Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Siegel und Stephan Leyhe verteidigte dennoch seine Führung, lag am Ende aber umgerechnet nur noch 5,5 Zentimeter vor den zweitplatzierten Österreichern.

Die drittplatzierten Polen profitierten ihrerseits wiederum von der Disqualifikation der Norweger, die ungefährdet auf Rang drei lagen. Wie schon beim ersten Team-Bewerb in Wisla wurde den Norwegern ein falscher Anzug zum Verhängnis. Während damals Robert Johansson schon im ersten Durchgang nachträglich aus der Wertung genommen wurde, erwischte es diesmal Johann Andre Forfang.

ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder zeigte sich mit der Mannschaftsleistung „sehr zufrieden“, es seien alle vier „herzerfrischend gesprungen“. Jan Hörl „hat einen Super-Job gemacht. Für das erste Mal, dass er dabei war, hat er eigentliche tolle Sprünge gezeigt.“ Hörl habe einen „coolen Wettkampf“ gemacht, befand auch Kraft, der Siegel „alles Gute“ wünschte. Felder hoffte, dass sich der Deutsche nicht verletzt hat: „Das wäre wirklich schade, weil man eigentlich nach dem Eisenbichler mit der Anlauflänge hätte runtergehen sollen.“

Teamspringen, Großschanze, Zakopane:

1. Deutschland

1157,5 Punkte

2. Österreich

1157,4

3. Polen

1117,2

4. Slowenien

1103,8

5. Japan

1088,0

6. Tschechien

1028,1

7. Schweiz 

1002,5

8. Norwegen

986,0

© 2017 Tirol Werbung