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Ein Massenstart, der begeisterte

Weltcup, Biathlon, Ruhpolding

Ein Massenstart, der begeisterte

Faszinierendes Duell Bö – Eberhard

6 Zehntel fehlten zum großen Triumph

Bild: Gepa Pictures

Ein Massenstart, der die (Zuschauer)-Massen begeisterte. Und im österreichischen Biathlonlager für tolle Stimmung sorgte. Denn Julian Eberhard gelang  zum Abschluss der Weltcup-Woche von Ruhpolding sein erster Einzel-Podestplatz in dieser Weltcup-Saison. Der  Salzburger hatte sich in einem dramatischen Rennen trotz zweier Strafrunden nur Johannes Thingnes Bö geschlagen geben müssen. Der Norweger verzeichnete seinen neunten Saisonsieg. 

Eberhard wiederum hatte den möglichen Sieg mit einem Fehler beim letzten Schuss vergeben, am Ende fehlten dem Olympiavierten im Sprint trotz einer Strafrunde mehr nur 0,6 Sekunden auf Bö. „Ich bin froh, dass ich auf dem Stockerl stehe. Es war ein absolut gutes Rennen, auch wenn es knapp nicht zum Sieg gereicht hat. In der letzten Runde habe ich gewusst, dass der, der am härtesten zu sich selber ist, auf das Stockerl laufen wird“, so Eberhard nach dem Krimi über die 15 Kilometer.Auch Simon Eder zeigte bei traumhaften äußeren Bedingungen ein gutes Rennen. Nach zwei fehlerfreien Liegend-Serien musste der Salzburger stehend zwar je eine Strafrunde in Kauf nehmen, schaffte es als Neunter (+33 sec.) dann aber ebenfalls in die Top-Ten. Für Dominik Landertinger, der in der Staffel eine brillante Leistung gezeigte hatte, verlief der Massenstart bei weitem nicht nach Wunsch. Der 30-jährige Tiroler musste insgesamt dreimal in die Strafrunde und wurde letztlich 25.

Ergebnisse, Massenstart, Biathlon

Johannes Thingnes Bö (N)36:43,8
2Julian Eberhard (Ö)+ 0,6
3Quentin Fillon Maillet (F)
+ 2,8
4Martin Fourcade (F)+ 8,6
5Vetle Sjaastad Christiansen (N)+ 9,9
6Simon Desthieux (F)+ 25,0
7Arnd Peiffer (D)
+ 25,5
8Benjamin Weger (CH)
+ 26,9
9Simon Eder (Ö)
+ 33,0
10Tarjei Bö (N)
+ 33,4
25Dominik Landertinger (Ö)+ 1:44,7

Das sagten sie zum Rennen

Julian Eberhard: „Ich habe mich von Anfang an gut gefühlt und gemerkt, dass ich auch top Material habe. Dann ging es einfach darum, konzentriert zu arbeiten. Das Gefühl am Schießstand war bei allen Serien ganz sicher. In der Loipe war es ein harter Kampf, weil nahezu alle im Starterfeld richtig fit waren. Ich bin froh, dass ich am Stockerl stehe, denn ich musste schon in der dritten Runde viel investieren um den Anschluss zu halten. "         

Simon Eder strahlte: „Das war ein saugeiles Rennen. Wir waren mittendrin, statt nur dabei. Wenn ich mit einem Fehler in Stockerl-Nähe kommen kann, dann weiß ich, dass alles passt. Die Form, aber auch das Material stimmen, jetzt freuen wir uns auf Antholz. Für die Mannschaft ist es super, dass wieder einmal ein Top-Platz herausgeschaut hat. Jetzt gilt es in Schwung zu bleiben.“

Hauser mit steigender Form

Im Massenstart der Damen belegte die Tirolerin Lisa Theresa Hauser Rang 13. Der 25-Jährigen fehlten nach zwei Strafrunden am Ende 50,3 Sekunden auf die Deutsche Franziska Preuß, die einen umjubelten Heimsieg feierte – ihren ersten im Weltcup. Die Entscheidung war dabei ebenso spannend wie bei den Herren. Preuß setzte sich im Zielsprint gegen die ebenfalls fehlerfreie Norwegerin Ingrid Tandrevold durch. Dritte wurde mit einem Fehler die Slowakin Paulina Fialkova.

Weltcup, Gesamtwertung

Johannes Thingnes Bö (N)662
2Alexander Loginow (RUS)476
3Martin Fourcade (F)
428
4Simon Desthieux (F)400
5Simon Eder (Ö)394
6Tarjei Bö (N)383
7Julian Eberhard (Ö)
374
8Benedikt Doll (D)
372

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