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Jagd auf Meister Bozen

EBEL, 1. Spieltag

Jagd auf Meister Bozen

Haie gelten als ein Geheimtipp

Auftakt gegen Dornbirn Bulldogs

Bild: GEPA

Es herrscht wieder Eiszeit – und das mitten im Sommer! Am Freitag, 14. September, startet in der international ausgerichteten Erste Bank-Eishockeyliga (EBEL) die Jagd auf Meister HCB Südtirol. Die Bozner hatten sich im April überraschend die Karl Nedwed Trophy für den Titel geholt und werden heuer von Beginn weg als Favoriten in der Liga gehandelt. Als Herausforderer gelten Österreichs „große vier“, Red Bull Salzburg, Vienna Capitals, Black Wings Linz und KAC. Mehr als nur eine Außenseiterrolle (Können die Haie auch heuer jubeln?) wird  auch dem HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck, also den ,,Haien“ zugetraut. Als Highlights wird es wieder Freiluftspiele in Zagreb und sechs regionale Derbys zur Weihnachtszeit geben.

Dank unglaublich starker Zahlen aus dem Vorjahr – 2,28 Millionen Zuschauer – und der Erfolge der Clubs in der laufenden Champions Hockey League (CHL) präsentierte man sich kurz vor dem Saisonstart in bestem Licht. „Das zeigt, dass die Liga auf dem richtigen Weg ist“, sagte Ligapräsident Peter Mennel. Er hob die Ausgeglichenheit hervor. In den vergangenen sieben Jahren gab es fünf verschiedene Champions, in den vergangenen vier Jahren stand jedes Team zumindest einmal im Play-off. Dass die Liga auch sportlich gut dasteht, davon konnten sich die Fans in den vergangenen Wochen überzeugen. Bozen, Salzburg und die Capitals liegen in der CHL allesamt auf Aufstiegskurs und haben bisher Topclubs aus Schweden, Schweiz und Finnland hinter sich gelassen.

„Unsere Vereine haben es geschafft, dass die EBEL im Ranking der zwölf Ligen nach vorne gerückt ist. Es freut uns, dass wir die Deutsche Eishockey Liga (DEL) überholen konnten und auf Rang fünf liegen“, sagte Mennel.

Die Südtiroler haben die Mannschaft umgebaut, hatten den Kader diesmal aber früh zusammen. „Wir haben 13 neue Spieler, das ist Durchschnitt der letzten Jahre. Aber es ist eine große Hilfe, dass wir am Anfang der Saison schon komplett waren“, sagte HCB-Kapitän Anton Bernard. Die Bozener haben unter anderem Mike Blunden und Daniel Catenacci geholt, die noch in der vergangenen Saison je ein NHL-Spiel absolviert haben. Auch Brett Findlay wird hoch gehandelt.

Red Bull Salzburg, Finalist und österreichischer Meister, hat den EBEL-Titel in der Vorsaison um einen Sieg verpasst. „Das Ziel ist immer das gleiche, wir wollen Meister werden“, stellte Trainer Greg Poss klar. Neu ist das Torhüterduo mit dem US-Amerikaner Steve Michalek und Lukas Herzog (zuletzt VSV), an Feldspielern wurden nur drei neue Nordamerikaner geholt.

Die Vienna Capitals  haben für den Anlauf auf den dritten Titel nach 2005 und 2017 einen Transfercoup gelandet, allerdings auf der Trainerbank. Mit Dave Cameron, ehemals Cheftrainer des NHL-Clubs Ottawa Senators (2014 bis 2016), wollen die Caps angreifen. Sie haben einen Legionär weniger, dafür 13 Wiener im Kader und die Mannschaft deutlich verjüngt – von durchschnittlich 28,47 auf 26,76 Jahre.

Die Black Wings Linz wiederum vollzogen einen Umbruch wie kein anderer Club. 16 Spieler wurden abgegeben, darunter die Lukas-Brüder Philipp und Robert (Karriereende), die Teamstürmer Fabio Hofer (Schweiz) und Patrick Spannring, Joel Broda und die Topverteidiger Marc-Andre Dorion und Sebastien Piche. Geholt wurden unter anderem sechs neue Legionäre, allen voran der ehemalige NHL-Spieler Bracken Kearns und vier gute Österreicher. Trainer Troy Ward ist überzeugt, dass sein Team heuer „läuferisch besser“ und „schneller in den Aktionen“ ist.

Rekordmeister KAC hat sich dafür in der Führung neu ,,aufgestellt“: Johannes Reichel ist Manager Sport, der Finne Petri Matikainen Cheftrainer. Topscorer Manuel Ganahl zog es nach Finnland, zudem trennte man sich vom Großteil der Legionäre. Die Hoffnung, dass die Neuen produktiver als die Legionäre der Vorsaison (25 Punkte für den besten) sind, ist da. Nick Petersen war in den vergangenen fünf Jahren DEL-Torjäger.

 Die Innsbrucker Haie  hatten zuletzt zweimal die Pick-Round der besten sechs Teams geschafft. Insgeheim hoffen die Haie heuer auf mehr. „Vielleicht können wir den nächsten Schritt machen und im Play-off eine Runde überstehen“, meinte Vorstand Norbert Ried. Sie haben die offensiven Leistungsträger Tyler Spurgeon, John Lammers, Andrew Clark und Andrew Yogan halten können, Nick Ross und Mario Lamoureux zurückgeholt und erwarten, dass unter anderen Center Alex Lavoie und Torhüter Matt Climie die erhofften Verstärkungen sind. Zudem sorgen die neu verpflichteten, ehemaligen U20-Teamspieler Daniel Wachter und Sam Antonitsch für mehr Tiefe im Kader von Coach Rob Pallin, der in seine dritte Saison bei den Haien geht.

Nicht zu unterschätzen natürlich das Trio aus Ungarn (Fehervar), Kroatien (mit Ex-KHL-Klub Zagreb) und Tschechien (Znojmo), sowie Dornbirn, Villach mit dem Ex-Innsbrucker Gerhard Unterluggauer am Tainer-Sessel und nicht zuletzt die Graz 99ers, die mit namhaften Neuverstärkungen wie Znojmo-Torjäger Colton Yellow Horn und Dwight King endlich wieder die Play-offs anstreben. Der 29-Jährige King kam aus der KHL (Jekaterinburg), hat 440 Spiele in der NHL absolviert und mit den Los Angeles Kings zweimal den Stanley Cup gewonnen (2012, 2014).

1. Spieltag

14.09.2018

18:45    Fehervar AV 19        

KHL Medvescak Zagreb

19:15     HC TWK Innsbruck        

Dornbirn Bulldogs

19:15     EHC Liwest Linz

Vienna Capitals

19:15     EC Red Bull Salzburg

EC-KAC

19:15     EC Panaceo VSV

HC Orli Znojmo

19:45    HCB Südtirol Alperia

Moser Medical Graz99ers

2. Spieltag

16.09.2018

17:30      Dornbirn Bulldogs

EHC Liwest Black Wings Linz

17:30      HC TWK Innsbruck

Moser Medical Graz99ers

17:30      EC Red Bull Salzburg

HCB Südtirol Alperia

17:30      Vienna Capitals

Fehervar AV 19

17:30      EC Panaceo VSV

KHL Medvescak Zagreb

GEPA, Michael Boivin

GEPA, Matt Climie

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