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Dritter Triumph für Kammerlander

Weltcup, Naturbahnrodeln, Umhausen

Dritter Triumph für Kammerlander

Tiroler verteidigt Gesamtweltcup

Spannendes Finale auf der Grantau-Bahn

Bild: CHRIS WALCH

Was war das für ein  Finale um den Gesamtsieg im Weltcup der Naturbahnrodler! Mit Platz zwei hinter dem Halbzeitführenden Patrick Pigneter holte sich Lokalmatador Thomas Kammerlander gleichsam mit dem finalen Lauf zum dritten Mal in Folge den Sieg im Gesamtweltcup und nahm vor seinen begeisterten Fans freudestrahlend die große Kristallkugel in Empfang. Während der gesamten Saison hatten sich Vize-Weltmeister  Kammerlander  und Weltmeister Alex Gruber einen unglaublich spannenden Zweikampf um die Führung im Gesamtweltcup geliefert, großartig, dass dieses Duellseinen Höhepunkt ausgerechnet im Weltcup-Finale auf der 955m langen Grantau-Bahn in Umhausen ,,erlebte“. Spitzenreiter Kammerlander war mit einem Vorsprung von nur 10 Punkten ins letzte Rennen gegangen, hatte diese Führung nach dem ersten Lauf auch verteidigt. Doch im Finale  zeigte Gruber eine starke Leistung und setzte sich an die Spitze. Kammerlander hielt dem Druck des Weltmeisters stand, konterte mit einer fehlerfreien Fahrt und übernahm mit Laufbestzeit die Führung; das war der Weltcupsieg, auch wenn dann der Halbzeitführende Patrick Pigneter das Rennen gewann. Thomas Kammerlander: „Diese Saison war eine unglaubliche Nervenschlacht, schon vom Opening an  in Kühtai. Der Kampf um den Gesamtweltcup war Schwerstarbeit bis zur letzten Sekunde. Ich glaube, mein Sieg in Vatra Dornei vor einer Woche war die entscheidende Wende“.

Alex Gruber: „Das war die beste Saison meiner Karriere bisher. Was mich stört, es sind zu wenig Rennen in Südtirol. Aber im Ernst: Auf Bahnen im Ausland habe ich immer ein paar Schwierigkeiten, daran muss ich arbeiten. Der WM-Titel ist ein super Trost, mit Platz 2 im Gesamtweltcup bin ich sehr zufrieden."

Bei den Damen avancierte Evelin Lanthaler zum großen Superstar. Die Weltmeisterin aus Italien gewann auch das letzte Weltcuprennen der Saison. Damit hat Lanthaler alle sieben Weltcups für sich entschieden - (Kühtai, Obdach-Winterleiten, Moskau I+II, Deutschnofen, Vatra Dornei und Umhausen). Als erste Athletin hatte dieses Kunststück Elvira Holzknecht (Ö) im Jahr 1995 (4 Rennen) geschafft. Für Lanthaler ist es der dritte Gesamtsieg nach 2016 und 2018.

Im Doppelsitzer feierten die Russen Pavel Porshnev/Ivan Lazarev ihren ersten Saisonsieg. Mit Bestzeit in beiden Läufen hatten sie am Ende 0,57 Sekunden Vorsprung auf die Weltmeister Patrick Pigneter/Florian Clara (ITA). Bei ihrem letzten Rennen fuhren die Weltmeister 2017, Rupert Brüggler/Tobias Angerer (Ö) auf den dritten Platz. Die „Rodel-Rentner“ lagen nach dem ersten Lauf an vierter Stelle, am Samstag mobilisierten sie zum letzten Mal in ihrer herausragenden Karriere alle Kräfte und verdrängten Patrick Lambacher/Matthias Lambacher (ITA) vom Podium.

Den abschließenden Team-Bewerb gewann Italien (Lanthaler/Gruber/Pigneter) vor Österreich (Unterberger/Scheikl/Kammerlander) und Russland (Lavrenteva/Kovshik/Egorov). Insgesamt 19 Nationen waren beim Weltcup-Finale in Umhausen dabei. Die Nationenwertung gewann Italien mit insgesamt 5181 Punkten vor Russland (3969) und Österreich (3619).

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