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Und wieder war Paris am Schnellsten

Weltcup, Super-G, Bormio

Und wieder war Paris am Schnellsten

Eine Hundertstel fehlte Mayer

ÖSV mit starker Teamleistung

Bilder: Gepa Pictures

Dramatik pur im Super G von Bormio – eine Hundertstelsekunde oder 24 Zentimeter fehlten dem Kärntner Olympiasieger Matthias Mayer letztlich zum Sieg . Diesen feierte erneut der Südtiroler Dominik Paris, der 24 Stunden nach seinem Abfahrtstriumph auch den Super-G und damit das Double beim Heimweltcup holte. Dritter wurde der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,46) vor den beiden Österreichern Vincent Kriechmayr (0,50) und Max Franz (0,80).

Mayer hatte im ersten Super-G auf der Stelvio seit zehn Jahren die eigenen Erwartungen erfüllt. Anders als noch in der Abfahrt (7.) wählte er auf dem von ÖSV-Coach Sepp Brunner gesetzten Kurs eine direktere Linie. Er  riskierte auf der herausfordernden Strecke viel. Für seinen Mut wurde er letztlich mit Platz zwei und und seinem ersten Saisonpodest belohnt, obwohl er lange mit seinem ersten Super-G-Sieg seit zwei Jahren in Kitzbühel und dem insgesamt sechsten im Weltcup hatte spekulieren dürfen.

Doch einer hatte etwas dagegen. Und zwar Dominik Paris, der mit dem Selbstvertrauen seines Abfahrtssieges noch um einen Wimpernschlag schneller war. 24 Zentimeter lag der 29-Jährige bei einer Streckenlänge von 2.129 Metern im Ziel vor Mayer. „Eine Hundertstel ist bei so einem schwierigen Lauf schon ein bisschen frech. Oben habe ich es nicht so gut erwischt, unten habe ich versucht, noch einmal alles rauszuholen“, sagte Paris. „Mir gefällt es, wenn es schwer ist. Es zählt Taktik und Überwindung. Ich weiß aber auch, dass Matthias bei schwierigen Verhältnissen brutal stark ist.“

Als fairer Sportsmann gab sich Mayer, der auch als letztlich Zweiter zufrieden war. „Im Ziel habe ich ihm gesagt, dass er das einmal zurückgezahlt bekommt. Er hat den Heimvorteil ausgenutzt“, so Mayer, der bange Momente bei der Fahrt von Paris durchlebte. „Bei der letzten Zwischenzeit habe ich mir gedacht, dass es knapp, sich aber ausgehen wird. Er ist die letzten Tore wie in der Abfahrt extrem gut gefahren. Dann hat er enormen Speed ins Ziel gehabt. Gratulation. Es war aber auch ein guter Lauf von mir. Das stimmt mich positiv, dass ich wieder sehr schnell sein kann.“

Franz wiederum bilanzierte nach seiner Fahrt eher zwiespältig;, verloren habe er das Rennen diesmal im oberen Teil. „Da war ich zu rund und zu brav. Im unteren Teil  habe ich dann begonnen, Ski zu fahren. Da ist es ganz gut gegangen. Aber natürlich  ärgert es mich, dass ich teilweise viel zu brav war“, so der Kärntner. Zu brav war laut eigener Aussage auch Kriechmayr unterwegs. „In der Traverse war ich zu direkt und habe das Tempo nicht mitgenommen."

Weltcup, Ergebnisse, Super-G Bormio

1Dominik Paris (I)1:29,95
2Matthias Mayer (Ö)+ 0,01
3Aleksander Aamodt Kilde (N)+ 0,46
4Vincent Kriechmayr (Ö)+ 0,50
5Max Franz (Ö)+ 0,80
6Beat Feuz (CH)+ 0,86
7Adrian Smiseth Sejersted (N)+ 0,94
8Marco Odermatt (CH)+ 1,18
9Johan Clarey (F)+ 1,20
10Mauro Caviezel (CH)+ 1,23
18Hannes Reichelt (Ö)+ 1,82 
19Daniel Danklmaier (Ö)+ 1,86
21Christian Walder (Ö)+ 1,96 
28Christoph Krenn+ 2,49 

Weltcup-Gesamtstand, Herren

1Marcel Hirscher (Ö)620
2Max Franz (Ö)408
3Aleksander Aamodt Kilde (N)392
4Aksel Lund Svindal (N)369
5Dominik Paris (I)366
6Beat Feuz (CH)353
7Henrik Kristoffersen (N)352
8Vincent Kriechmayr (Ö)336
9Mauro Caviezel (CH)327
10Loic Meillard (F)321

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