Junge Ötztalerin  jubelt nach Topleistung

   Die Höhepunkte im Rückblick

Junge Ötztalerin  jubelt nach Topleistung

13. bis 15. 12. 2019

Bild: gepa

Bravo Franziska Gritsch (Siehe Bild). Dier 22jährige Ötztalerin überraschte im Parallel-Slalom von St. Moritz Freund und ,,Feind“, stürmte ins kleine Finale und wurde letztlich Dritte. Der Slowakin Petra Vlhova gelang nach dem Startverzicht von Mikaela Shiffrin ein Favoritensieg, Zweite wurde Anna Swenn Larsson. Die Schwedin war im Halbfinale Siegerin gegen Gritsch gewesen.

Die Tirolerin hatte sich im kleinen Finale nach hartem Kampf mit einem Vorsprung von 0,12 Sekunden gegen die Slowenin Meta Hrovat durchgesetzt und jubelte danach wie eine Siegerin. „Ich bin von dem Erfolg ein bisschen überrascht. Ich riskierte einfach, gab Vollgas. Platz drei ist richtig cool. Super, dass mir das Rennen so aufgegangen ist. Ich bin überglücklich“, strahlte Franziska, deren bis dato bestes Weltcup-Ergebnis der siebente Platz beim Heim-Riesentorlauf in Sölden war.

Zum Auftakt nach überstandener Qualifikation hatte Gritsch im Finale der besten 32 die Schweden Sara Hector in zwei Läufen eliminiert, es folgten Siege gegen die Italienerinnen Marta Bassino und Federica Brignone, ehe sie im Semifinale gegen Swenn-Larsson zu Sturz kam. Im Kampf um Platz drei ließ sie sich davon nicht mehr irritieren. „Ich glaube, das braucht noch ein bisschen, dass ich das einordnen kann“, so  Gritsch.

Ergebnisse, Parallel-Slalom
1Petra Vlhová (SKL)
2Anna Swenn-Larsson (S)
3Franziska Gritsch (Ö)
4Meta Hrovat (SLO)
5Laurence St. Germain (CAN)
6Federica Brignone (I)

Nach Schneechaos siegt Pinturault bei Sonnenschein

Diese Revanche konnte sich sehen lassen – nachdem er in Levi nicht einmal die Qualifikation für den zweiten Durchgang geschafft hatte,  trumpfte Alexis Pinturault bei seinem Heimslalom in Val d’Isere groß auf. Der 28-jährige Franzose setzte sich mit einem Vorsprung von 1,44 Sekunden vor dem Schweden Andre Myhrer durch. Dritter wurde der Italiener Stefano Gross (+ 1,47). Für die Österreicher ging indes die Podestserie in Val d’Isere zu Ende. Erstmals seit 2009 oder acht Slalom.Rennen  hatte kein Österreicher den Sprung auf das  Stockerl geschafft. Als bester ÖSV-Läufer belegte Michael Matt den fünften Platz (1,73). Christian Hirschbühl fiel in der Entscheidung vom sechsten auf den elften Rang (2,46) zurück.

Levi-Sieger Henrik Kristoffersen lieferte indes eine beeindruckende Aufholjagd. Der Norweger war nach einem schweren Fehler im ersten Durchgang nur auf dem 27. Platz gelegen. Mit überlegener Laufbestzeit in der Entscheidung verbesserte sich Kristoffersen noch auf Platz vier und verpasste das Podest nur um 0,01 Sekunden.

Matt indes konnte wenigstens seine Platzierung halten und sich im Vergleich zu Rang elf in Levi klar steigern. Deshalb fiel auch die Bilanz des 26-jährigen Tirolers nicht unzufrieden aus. „Es war schon sehr schwierig, aber die Platzierung ist eindeutig besser, von dem her passt es.“ 

Ergebnisse 
1Alexis Pinturault (F)1:47,91 
2Andre Myhrer (S) +1,44
3Stefano Gross (I) +1,47
4Henrik Kristoffersen (N) +1,48
5Michael Matt (Ö) +1,73
6Kristoffer Jakobsen (S) +1,75
Weitere Österreicher: 11. Christian Hirschbühl, 13. Marco Schwarz
Weltcup, Gesamtwertung: 
1Alexis Pinturault (F)264 
2Henrik Kristoffersen (N)243
3Matthias Mayer (Ö)233
4Vincent Kriechmayr (Ö)212 
5Dominik Paris (I)204 
6Beat Feuz (CH)192 

Hämmerle zu Hause die Nummer eins

Heimsiege sind besonders schön! Und Alessandro Hämmerle weiß das ganz genau. Der Vorarlberger hat nach 2015 zum zweiten Mal den Heimweltcup der Snowboardcrosser im Montafon gewonnen. Er war als einziger Österreicher ins große Finale gekommen und hatte sich dort souverän vor dem Australier Cameron Bolton und dem Italiener Omar Visintin durchgesetzt. Für Hämmerle war es der insgesamt achte Weltcup-Erfolg. Bei den Damen gewann die tschechische Weltmeisterin Eva Samkova.

Hämmerle hatte schon 2015 den Einzel-Bewerb im Montafon gewonnen. Auch diesmal war er nicht nur Publikumsliebling, sondern als Cross-Gesamtsieger auch Mitfavorit. Obwohl der Weltcup-Auftakt auch gleich sein Saisonhöhepunkt war, behielt Hämmerle die Nerven, steigerte sich von Lauf zu Lauf und lieferte inklusive Team-Bewerbe am Ende seinen bereits sechsten Podiumsplatz beim Heimweltcup ab. 

Ski-Cross – ÖSV-Trio in den Top Ten

Drei Top-Ten-Plätze hat das ÖSV-Team am Samstag beim Heim-Weltcup im Montafon geholt. Für das beste Resultat aus rot-weiß-roter Sicht sorgte Adam Kappacher, der als Dritter des kleinen Finales Gesamt-Siebenter wurde. Christoph Wahrstötter landete als Dritter seines Viertelfinal-Heats in der Endabrechnung an der neunten Stelle. Bei den Damen fuhr Andrea Limbacher als Vierte des kleinen Finales auf den achten Gesamtrang.     

Nach der verpassten Qualifikation für die beiden Rennen in Val Thorens meldete sich Kappacher mit einem guten Ergebnis zurück, gänzlich zufrieden war der Salzburger aber damit nicht. ,, Leider habe ich im Semifinale keinen optimalen Lauf erwischt und damit war auch die Chance auf das Podium dahin. Wenn es mir gelingt, die kleinen Fehler auszumerzen, geht es für mich mit Sicherheit noch weiter nach vorne", meinte Kappacher.

Christoph Wahrstötter, der in Val Thorens noch nicht im ÖSV-Aufgebot stand, stufte Rang neun als Schritt in die richtige Richtung ein. ,,Ich muss mich nach meinem Materialwechsel im Sommer wieder Step by Step' nach vorne arbeiten. Mit diesem Ergebnis habe ich einen Anfang gemacht", sagte der Tiroler.

Goggia raste mit einem Stock zum Erfolg

Italiens Ski-Damen  setzten in St. Moritz die Limits, feierten im Super-G durch Sofia Goggia und Federica Brignone  einen Doppelsieg vor Mikaela Shiffrin. Es war ein Hundertstel-Krimi, den Goggia nach einer wahrlich ,,wilden Fahrt“  mit nur einem Stock und  0,01 Sekunden Vorsprung auf Brignone sowie 0,13 vor US-Star Shiffrin für sich entschieden hatte. Nicole Schmidhofer verpasste als Vierte und damit beste Österreicherin das Podest knapp. Der Steirerin, die in St. Moritz vor zwei Jahren Super-G-Weltmeisterin geworden war, fehlten letztlich nur 17 Hundertselsekunden Platz drei. Als zweitbeste Österreicherin musste sich Nina Ortlieb ihren sechsten Platz mit der Norwegerin Kaisa Vickhoff Lie und der Schweizerin Corinne Suter teilen. 

Aber auch Stephanie Venier bot nach Platz vier zuletzt in Lake Louise erneut eine starke Leistung, obwohl sie als 14. mit knapp mehr als einer Sekunde Rückstand an den Top Ten vorbeischrammte. „Es war total schwer, man hat überhaupt nicht gesehen, wo die Wellen sind und wo man den Schwung anzusetzen hat“, sagte die Tirolerin.  Noch nichts zu holen gab es für Anna Veith. Die Salzburgerin, die ihr erstes Speed-Rennen nach dem Kreuzbandriss im Jänner bestritt, legte es vorsichtig an und kam nach einigen Problemen sicher, aber mit 2,07 Sekunden Rückstand auf die Siegerin als 26. ins Ziel.

Egger triumphiert im Sprint

Starke Leistungen zeigten Österreichs Herren-Rodler zum Abschluss des Weltcups im kanadischen Whistler im Sprintbewerb. Mit Reinhard Egger und Jonas Müller auf den Rängen eins und drei schafften es gleich zwei ÖRV-Athleten auf das Podest.  David Gleirscher auf Platz fünf und Wolfgang Kindl als Zehnter rundeten das hervorragende Teamergebnis ab. Für Egger war es der zweite Weltcupsieg nach Königssee im Jänner 2019.

Der Russe Roman Repilow baute mit Platz zwei seine Weltcupführung aus und führt nach fünf von 12 Bewerben mit 430 Punkten vor Müller (376). Egger ist mit 259 Zählern Sechster. Bei den Doppelsitzern landete Österreichs Parade-Duo Thomas Steu/Lorenz Koller auf Platz, den Sieg hatten sich die Deutschen Toni Eggert/Sascha Benecken gesichert;  in der Weltcup-Gesamtwertung sind die Österreicher  weiterhin Dritte.

Nur Kobayashi stoppte die ÖSV-Adler

Auch wenn es nach dem ersten Durchgang des Springens in Klingenthal mit den Rängen zwei  (Philipp Aschenwald), drei (Stefan Kraft) und vier (Gregor Schlierenzauer) hinter dem   überragenden Ryoyu Kobayashi nach einem ,,Durchmarsch“ der  ÖSV-Adler ausgesehen hatte – am Ende gewann der Japaner vor Kraft, der um 3,0 Punkte seinen zweiten Saisonsieg knapp verpasste.

Der Halbzeitzweite Philipp Aschenwald wurde 0,3 Punkte hinter dem Norweger Marius Lindvik Vierter. Gregor Schlierenzauer fiel im Finale vom vierten auf den zwölften Rang zurück. Kobayashi übernahm mit seinem 14. Weltcup-Sieg, dem ersten der Saison, auch die Gesamtführung. 

Chiara Hölzl mit Schanzenrekord zum ersten Sieg

Bereits einen Tag vorher hatten Österreichs SkispringerInnen mit tollen Leistungen aufgezeigt. Während Michael Hayböck, Stefan Kraft, Philipp Aschenwald und Gregor Schlierenzauer im Teamspringen den starken Polen einen tollen Kampf geliefert hatten und auf Platz zwei flogen, stoppte Chiara Hölzl die Siegesserie der Norwegerin Maren Lundby und gewann ihr erstes Weltcupspringen. Die 22-jährige Salzburgerin hatte in Klingenthal mit 141 Metern einen Schanzenrekord fixiert und weil wegen wechselnder und teilweise widriger Bedingungen der Bewerb nach  nur einem Durchgang gewertet worden, gab es am Premierentriumph von Hölzl nichts zu rütteln. Mit 124,6 Punkten siegte sie klar vor der Slowenin Ema Klinec (129 m /118,9 Punkte) und der Deutschen Katharina Althaus (131,5/118,6) durch. Weltcup-Spitzenreiterin Maren Lundby (127,0/106,6) kam nur auf den fünften Rang. Die Norwegerin war als Letzte über den Bakken gegangen, musste jedoch länger warten und hatte nicht mehr die perfekten Bedingungen von Hölzl, die unmittelbar vor ihr gesprungen war.

Hölzl hatte zuvor sechs Weltcup-Podestplätze (vier dritte, zwei zweite Ränge) erreicht. Nun ist sie nach Daniela Iraschko-Stolz (16 Siege) und Jacqueline Seifriedsberger (1) erst die dritte Österreicherin mit einem Skisprung-Weltcup-Sieg.

Im Gesamtweltcup rückte die Salzburgerin mit nun 240 Punkten bis auf fünf Punkte an die zweifache Saisonsiegerin Lundby (245) heran. Als zweitbeste Österreicherin rangiert Pinkelnig mit 149 hinter Klinec (180) nach drei Saisonbewerben auf dem vierten Rang.

Herzog läuft auf das Podest

Jetzt kommt auch Vanessa Herzog so richtig in Fahrt - zum Abschluss der Weltcuprennen im japanischen Nagano erreichte sie ihr heuer bisher bestes Ergebnis. Österreichs Sportlerin des Jahres landete über 500 m mit 0,21 Sekunden Rückstand auf die Russin Angelina Golikowa an der zweiten Stelle. Für die Tirolerin war es der zweite Podestplatz in diesem Winter auf jener Distanz, auf der sie in vier Wochen in Heerenveen ihren EM-Titel verteidigen will. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Lauf, es war mein bester in der gesamten Saison“, freute sich die 24-Jährige, die in 37,45 Sekunden auch ihre persönlich schnellste Zeit in dieser Saison lief. 

Vanessa Herzog nähert sich ihrer EM-Form. Copyright: gepa

Maier-Bob lieferte Sensation

Das war eine Riesenüberraschung - Benjamin Maier fuhr im Viererbob-Weltcup in Lake Placid unerwartet auf das Podest. Die rot-weiß-rote Equipe musste sich dem Kanadier Justin Kripps um 0,47 und dem Letten Oskars Kibermanis um 0,08 Sekunden geschlagen geben. Nach dem ersten Lauf waren Maier und Co. Vierte gewesen, sie überholten im zweiten Lauf den deutschen Schlitten von Francesco Friedrich. Maier war gemeinsam mit Marco Rangl, Markus Sammer und Danut Moldovan unterwegs, das Quartett fing im zweiten Lauf Olympiasieger Friedrich noch ab.

„Unglaublich, damit war nicht zu rechnen. Mein Dank gilt meinem Team und der ganzen Mannschaft hier in Lake Placid“, sagte Maier. Für den Tiroler war es der erste Viererbob-Podestplatz seit fast zwei Jahren. Erfreut reagierte Gerhard Rainer aus dem ÖRV-Trainerteam: „Was Benni im unteren Teil der Bahn gefahren ist, war unglaubliche Klasse. Sonst lässt du hier nicht die deutschen Schlitten hinter dir.“

Tirols Bob-Pilot Benni Maier überraschte mit dem Vierer. Copyright: gepa

Und wieder Platz drei für Riegler

Ein Muster an Beständigkeit  - wie schon im ersten Rennen der noch jungen Saison im russischen Bannoje ,,bretterte" Claudia Riegler auch im zweiten Parallel-RTL des Snowboard-Weltcups auf das Stockerl.  Die 46-jährige Salzburgerin klassierte sich in Cortina d’Ampezzo erneut auf Platz drei.  Bei den Herren wurde Lukas Mathies, der im Viertelfinale den Bannoje-Dritten Benjamin Karl ausgeschaltet hatte, Vierter.

Riegler hatte sich in den Duellen gegen Giulia Gaspari (ITA) und Nadya Ochner (ITA/+0,18) durchgesetzt, ehe sie im Semifinale gegen die spätere Siegerin Ramona Hofmeister nach einem Fehler am zweiten Tor scheiterte. Im kleinen Finale bezwang die Pongauerin die Chinesin Zang Ruxin, die ausschied, und ist im Parallel-Weltcup Gesamt-Vierte.

Claudia Riegler freut sich über einen neuerlichen Podestplatz. Copyright: gepa

Anna Gasser holt in Peking ,,Silber"

Olympiasiegerin Anna Gasser flog beim Big-Air-Weltcup in Peking auf Rang zwei.  Auf der Olympiarampe 2022 war die Kärntnerin nach zwei von drei Finalsprüngen schon Zweite gewesen, ehe sie den schwierigen „Cab Double Cork 1260“ nicht stehen konnte. So blieb die Japanerin Miyabi Onitsuka mit 165,00 Punkten bzw. sieben Zählern vor Gasser. Dritte wurde die Kanadierin Laurie Blouin (155,75). „Dieser Contest hatte das höchste Niveau seit dem Big Air bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang, daher bin ich mit dem zweiten Platz auch zufrieden“, sagte Gasser, die nun weiterhin in jedem ihrer Big-Air-Weltcups ein Top-Drei-Ergebnis erbracht hat. „Es wäre ein Bonus gewesen, wenn mir auch noch der ‚Cab Double 12‘ gelungen wäre. Aber dieser Sprung wird in Zukunft notwendig sein, um der Konkurrenz wieder etwas vorzulegen.“

Bei den Herren siegte der Kanadier Max Parrot bei seinem ersten Weltcup-Start nach einer überwundenen Krebserkrankung mit 186,00 Punkten vor dem Schweden Sven Thorgren (185,00). 

War mit Rang zwei in Peking zufrieden – Anna Gasser. Copyright: gepa

Verkühlungen und Fehlschüsse trübten das Biathlon-Fest

Auch wenn es in Hochfilzen mit einem achten Platz für den Tiroler Felix Leitner und Rang elf für seine engere Landsfrau Lisa Hauser so gut begonnen hatte  – am Ende war das Weltcup-Weekend für Österreichs Team und natürlich auch für die Fans ein ganz besonders bitteres. Was auch ÖSV-Cheftrainer Rico Gross so einordnete. „Aber man muss es nehmen, wie es kommt. Jetzt müssen wir schauen, dass sie schnell gesund werden und wieder in Form kommen“, ergänzte der Deutsche, der damit die erkrankungsbedingten Ausfälle vor der Herren-Staffel genauso ansprach, wie die zum Teil unglaublich schwachen Leistungen am Schießstand in den  Damen-Rennen vom Samstag und Sonntag.

Da hatten vor allem Katharina Innerhofer und Lisa Hauser nach der Enttäuschung in der Staffel  auch in der Verfolgung ein Debakel erlebt. Innerhofer verfehlte auf Top-Ten-Kurs liegend beim letzten Anschlag vier Scheiben und landete nur auf dem 34. Endrang. Hauser schoss – wie schon im März bei der WM - dreimal  sogar auf die falschen Scheiben, die als Elfte gestartete Tirolerin belegte nur den 39. Rang. „Das ist bitter, ich hätte mir nicht gedacht, dass ich das noch einmal durchmachen muss. Vor heimischer Kulisse wünscht man sich natürlich ganz etwas anderes“, bedauerte die in Tränen aufgelöste Lisa  den erneuten Fauxpas. Den Sieg holte sich die Norwegerin Tiril Eckhoff, die ohne Fehlschuss von Platz acht ganz nach vorne stürmte. Die Ex-Weltmeisterin gewann überlegen vor der Schwedin Hanna Öberg und ihrer Teamkollegin Ingrid Landmark Tandrevold.

Am Tag davor hatte Innerhofer, die in der Staffel von Startläuferin Julia Schwaiger als Dritte ins Rennen geschickt worden war, gleichsam ,,nach Noten“ gepatzt, drei Strafrunden kassiert. Am Ende reichte es beim Sieg des Norweger-Quartetts nur zu Platz 14 für die ÖSV-Mädels.

Herren Ersatz-Staffel lief auf Platz zwölf

Bei den Herren war mit Johannes Thingnes Bö der einmal mehr überragende Norweger ebenfalls in der Verfolgung dem Rest der Welt einfach auf und davon gelaufen. Es war sein dritter Sieg im vierten Saisonrennen, ? Die Österreicher?   Felix Leitner wurde vor 12.900 Fans nach gutem Beginn durch zwei Strafrunden im zweiten Liegend-Schießen zurückgeworfen, erreichte Rang 20, Julian Eberhard kam als 22. ins Ziel.

Ohne die erkrankten Routiniers Simon Eder, Dominik Landertinger und Julian Eberhard verpasste auch die ÖSV-Staffel zum Abschluss des Heimweltcups die Top Ten. Das Quartett David Komatz, Felix Leitner, Debütant Patrick Jakob und Tobias Eberhard belegte mit nur neun Nachladern den achtbaren zwölften Rang.

Der Sieg ging in einem spannenden Finale an Norwegen. Schlussläufer Johannes Thingnes Bö fing nach dem letzten Schießen den Deutschen Benedikt Doll auf den letzten Metern in der Loipe noch ab und kam mit einem Vorsprung von zwei Sekunden ins Ziel. Rang drei ging an die französische Staffel (+ 51,9). Der Rückstand der Österreicher betrug 3:35,8 Minuten.

„Unter diesen Voraussetzungen müssen wir zufrieden sein“, sagte Schlussläufer Eberhard. Insgesamt sei das Wochenende aber natürlich überhaupt nicht positiv zu bewerten. „Eigentlich ist es von Tag zu Tag schlimmer geworden.“ Mit den Krankheiten sei es „blöd gelaufen, aber das passiert einfach. Ich bin gesund, ich hoffe, die anderen werden es auch bald.“ 

Schwaz feiert die Play-off-Qualifikation

Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 32:25-Erfolg in Linz qualifizierten sich die Handballer von Sparkasse Schwaz erstmals in der Vereinsgeschichte auf direktem Weg für das Meister-Play-off. Verständlich, dass die Spieler im Anschluss ihren  Emotionen freien Lauf ließen. „Das tut dem ganzen Verein gut, dass wir es nach so vielen Jahren geschafft haben. Wir hatten im Herbst mit einigen Ausfällen und Widrigkeiten zu kämpfen“, sagte Coach Frank Bergemann. Im Spiel bei den Linzern, die als Vorletzte keine Chance auf das obere Play-off hatten, gaben die Tiroler mit dem überragenden Goalie Jost Perovsek von Beginn an den Ton an und verkrafteten auch Rückschläge. Die abschließende 23:26-Heimniederlage gegen Hard vermochte die Freude der Tiroler nicht zu trüben. 

Riesenjubel bei den Schwazer Handballern nach der Play-off-Qualifikation. Copyright: gepa

Janine Flock in Lake Placid erneut Dritte

Janine Flock hat es wieder getan! Die Tirolerin erreichte auch im zweiten Weltcup-Saisonrennen in Lake Placid einen Platz auf dem Podest. Nach Rang zwei zum Auftakt verbesserte sich Flock diesmal im zweiten Lauf vom sechsten Rang mit der zweitbesten Laufzeit um drei Plätze. Auf Siegerin Jelena Nikitina aus Russland (zweimal Laufbestzeit) fehlten Flock 1,18 Sekunden, Zweite wurde die Deutsche Jacqueline Lölling (+1,12). Auftaktsiegerin Lölling führt im Weltcup mit 435 Punkten vor Flock (410) und Nikitina (409). Flock freute sich über ihre Steigerung im zweiten Lauf. „Ich bin voll happy, nachdem ich im ersten Durchgang zu nervös und fehlerhaft war“, sagte die 30-Jährige.

Janine Flock bestätigte ihre gute Form mit Platz drei. Copyright: gepa

Rote Laterne überwintert  bei der WSG Swarovski

Jetzt ist also doch passiert, auch wenn Trainer Thomas Silberberger immer beschworen hatte, dass seine Truppe nie Letzter sein würde – nach einer einmal mehr eher peinlichen 1:3-Heim-Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten aus Mattersburg hängt die rote Laterne über den Winter in Wattens.

Zugegeben - die Vorentscheidung war nach einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter Felix Ouschan gefallen. Bei einem Zweikampf von Tirol-Verteidiger Michael Svoboda mit Martin Pusic hatte Ouschan statt auf Foul des SVM-Stürmers auf Elfmeter entschieden, den Pusic zum 1:0 verwertete (18.). Andreas Kuen erhöhte auf 2:0 (54.), dem 3:0 durch Mario Kvasina (89.) folgte der Ehrentreffer der Gastgeber durch Benjamin Pranter (91.).

Nur 1.250 Zuschauer (absoluter Minusrekord) sahen diese Partie, in der die Mattersburger Defensive meist sicher stand und wenig zuließ.  Die entscheidenden Spiele im Frühjahr beginnen die Tiroler mit zwei Zähler Rückstand auf Mattersburg.

 

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer): „Wir haben jetzt drei Wochen frei, natürlich werde ich mich intensiv mit dem Sportdirektor austauschen. Wir wissen, dass wir was machen müssen. Ich denke, das werden wir auch tun. Dann können wir auch wieder andere Ziele setzen.“

Franz Ponweiser (Mattersburg-Trainer). „Unser großes Ziel war, wir wollten die rote Laterne abgeben. Schon in den letzten zwei Spielen waren es gute Leistungen, aber wir wurden nicht belohnt. Diesmal waren wir auch in den gewissen Situationen glücklich. Nichtsdestotrotz wartet ein hartes Frühjahr auf uns.“


Ergebnisse der 18. Runde:  WSG Swarovski Tirol – Mattersburg 1:3, Admira – Rapid 0:3, Hartberg – Salzburg 2:2, LASK – Sturm Graz 3:3, Austria Wien – Wolfsberg 1:1.

Fassungslose WSG-Kicker nach der Pleite gegen Mattersburg. Copyright: gepa

1RB Salzburg18 13 066:18 44 
2LASK18 133237:1642 
3Rapid Wien1895438:2132
4Wolfsberger AC18 541:2331
5Sturm Graz18 84633:2328
6Hartberg18433:37 28
7Austria Wien1856728:3121 
8SC Altach18611 29:3819
9St. Pölten18 3618:3815
10FC Admira Wacker1810 17:38 14
11SV Mattersburg18 41223:47 14
12WSG Tirol18331220:4712

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