ÖSV-Biathleten mit Heimvorteil im Angriffsmodus

Das Sport-Wochenende im Visier

ÖSV-Biathleten mit Heimvorteil im Angriffsmodus

13. bis 15. 12. 2019

Wie heißt es so treffend? Jetzt geht’s los! Nach dem Weltcupauftakt in Schweden wartet auf Österreichs Biathlonteam mit dem Heimweltcup in Hochfilzen (13. bis 15.12.) ein absolutes Highlight. Im WM-Ort von 2017 stehen von Freitag bis Sonntag Sprint-, Verfolgungs- und Staffelrennen auf dem Programm. Das ÖSV-Team bleibt im Vergleich zum Saisoneinstand in Östersund unverändert. Für ÖSV-Cheftrainer Ricco Groß steht die Marschrichtung - ,,Wir haben uns den Auftakt sicher besser vorgestellt, es gab aber auch Lichtblicke. Vor allem bei den Damen haben wir teils sehr gute und vor allem mannschaftlich geschlossene Leistungen gesehen. Bei den Herren gab zwar es Teilerfolge, doch insgesamt betrachtet war es in punkto Komplexleistung, sprich der Kombination aus Schießen und Laufen, zu wenig. Aber wie auch immer – jetzt ist Heimweltcup, hier sollten, hier wollen wir zeigen, dass wir mehr draufhaben wie in Schweden gezeigt.“ 

,,Die Arbeiten im Stadion sind abgeschlossen und die Loipe in rennfertigem Zustand", erklärt Franz Berger, Leiter Biathlon im ÖSV und Verantwortlicher des lokalen Organisationskomitees. Insgesamt 280 freiwillige Mitarbeiter sind im Einsatz, um für die besten Biathletinnen und Biathleten der Welt perfekte Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch die Zuschauertribünen (insgesamt 6000 Personen Fassungsvermögen) stehen bereits. „Die Wetterprognosen sind gut und in den nächsten Tagen soll es tiefe Temperaturen geben", erklärt Franz Berger vor der insgesamt 26. Weltcup-Auflage im Tiroler Unterland. Dazu lässt der gute Kartenvorverkauf auf ein stimmungsvolles, dreitägiges Sportfest in Hochfilzen hoffen. 

ÖSV-Mädels fordern Revanche im Super-G

Kanada war gestern, am Wochenende stehen Österreichs alpine Damen in Europa auf ,,Ski-geschichtsträchtigem“ Schnee. In St. Moritz, bereits Schauplatz von vier Alpinen Titelkämpfen - 1934, 1974, 203 und 2017 – haben sich Österreichs Skidamen einiges vorgenommen. Vor allem im Super-G am Freitag ist Revanche für Lake Louise angesagt, als Stephanie Venier im allerletzten Augenblick vom Podest gedrängt wurde und die mit höheren Nummern gestarteten Corinne Suter (3.) sowie die junge Südtirolerin Nicole Delago (2.) ein mannschaftliches Top-Ergebnis von Venier (4.) , Mirjam Puchner (5.), Tamara Tippler (6.) und Nicole Schmidhofer (8.) verhindert hatten. Dass darüber Nicole Schmidhofer hinaus als Super-G-Weltmeisterin von 2017 nur die besten Erinnerungen an St. Moritz hat, versteht sich fast von selbst.

Das ÖSV-Team, Super-G, 14.12.2019 (10.30 Uhr)

Ricarda Haaser, Michaela Heider, Nina Ortlieb, Mirjam Puchner, Elisabeth Reisinger, Nicole Schmidhofer, Ramona Siebenhofer, Tamara Tippler, Anna Veith und Stephanie Venier

Parallel-Slalom, 15.12.2019 (9.45 Uhr Qualifikation / Finale 13.30 Uhr)

Eva-Maria Brem, Michaela Dygruber, Katharina Gallhuber, Franziska Gritsch, Katharina Huber, Katharina Liensberger, Chiara Mair und Katharina Truppe

Programmänderung im Val d'Isere

Das Reihgenfolge der Herren-Weltcup-Rennen am kommenden Wochenende in Val d’Isere wird wegen der erwarteten Wetterbedingungen geändert. Der ursprünglich für Sonntag vorgesehene Slalom (9.30/12.30 Uhr) wird nun am Samstag ausgetragen, der RTL (9.30/13.00 Uhr) auf Sonntag verschoben. Das gaben die Veranstalter nunmehr bekannt. „Für Freitag sind ergiebige Schneefälle angesagt und es wird einfacher sein, den Slalom zu organisieren, da er eine kürzere Piste benötigt“, hieß es seitens der Organisatoren. 

Gasser, Wolf testen Olympiagelände 2022

Es war eine lange Wettkampfpause, doch am Wochenende starten Österreichs Snowboard-Freestyler wieder voll durch. Schauplatz des Big-Air-Weltcups ist Peking, Anna Gasser, Clemens Millauer und David Luckerbauer machen sich dabei mit jener Rampe vertraut, auf der es 2022 auch um Olympiamedaillen geht und Gasser ihren Titel verteidigt möchte. Weil der Contest am Samstag (13.30 Uhr) auch zur Air+Style-Serie zählt, sind mit Ausnahme des Kanadiers Mark McMorris alle Stars der Freestyle-Szene im Shougang Park am Start.

Damit aber nicht genug – auch die Ski-Freestyler tragen in Peking einen Big-Air-Event aus. Mit dabei sind vom ÖSV Lukas Müllauer, Sam Baumgartner, Europacup-Gesamtsieger Hannes Rudigier und nach erfolgreicher Matura auch die 19-jährige Tirolerin Lara Wolf.

Erwartet werden für die Konkurrenzen schwierige Bedingungen. Auf dem Areal einer früheren Stahlfabrik waren die beiden Trainings für alle Boarder eine Herausforderung, Gasser und Co. hatten mit einer unruhigen Landung bzw. starken Windböen zu kämpfen.

„Die Anlage ist grundsätzlich sehr großzügig angelegt, aber die Verhältnisse im Training haben uns einiges abverlangt. Ich habe versucht, mich so gut es eben möglich war, auf die schwierigen Bedingungen einzustellen und die Sprünge zu machen, die ich auch im Contest zeigen möchte. Das ist mir auch gelungen“, sagte Big-Air-Olympiasiegerin Gasser.

Skispringer-Fest in Klingenthal

Das wird ein richtiges Sportfest für die Fans des Skispringens. Im deutschen Klingenthal bestreiten Österreichs Skispringerinnen und Skispringer quasi gemeinsam die nächste Station im Weltcup. Beide Teams reisen mit einigen Erfolgserlebnissen und einem guten Gefühl im Gepäck an, holten sich zuletzt in Lillehammer (Damen) und in Russland (Herren) Top-Plätze und viel Selbstvertrauen ab. Insgesamt gab es fünf Podestplätze durch Stefan Kraft, Philipp Aschenwald, Eva Pinkelnig sowie zwei Mal durch Chiara Hölzl zu feiern. Die ÖSV-Kader bleiben nach dem erfolgreichen Saisonstart vorerst unverändert. Nachdem intern Konsquenzen vollzogen wurden, wird bei den Damen auch Daniela Iraschko-Stolz in Klingenthal mit dabei sein.

Herren: Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel Huber, Jan Hörl, Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer  

Damen: Lisa Eder (noch fraglich), Chiara Hölzl, Daniela Iraschko-Stolz, Marita Kramer, Eva Pinkelnig, Jacqueline Seifriedsberger. 

Samstag, 14. Dezember

11:45 Uhr: Wettkampf - Damen

16:00 Uhr: Wettkampf - Herren Team

Sonntag, 15. Dezember

16:00 Uhr: Wettkampf - Herren 

Jonas Müller peilt das Triple an

Keine Verschnaufpause gibt es bei den Kunstbahnrodlern. Nur eine Woche nachdem sich Jonas Müller in Lake Placid mit einem Sieg (Einsitzer) und dem dritten Platz im Sprint sowie Thomas Steu und Lorenz Koller als Dritte bei den Doppelsitzern ins Rampenlicht gerodelt hatten, stehen die Rennen im kanadischen Whistler auf dem Programm. Müller führt das heuer ungemein starke ÖRV-Team an, aus dem jederzeit auch Wolfgang Kindl, die Gleirscher-Brüder oder Reinhard Egger auf das Podfest fahren können. Jonas Müller jedenfalls peilt nach Innsbruck-Igls und Lake Placid das Triple an, die Form stimmt, die Klasse besitzt er. 

Die Wettbewerbe finden am Freitag (Frauen, sowie Männer Einsitzer) und am Samstag (Männer-Sprint und Doppelsitzer) statt. 

Jonas Müller – der Vorarlberger kommt aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Copyright: gepa

Schwaz, die WSG und die Haie im Einsatz

Vor schweren Aufgaben stehen Tirols Klubs im Fußball, Eishockey und Handball. Während Sparkasse Schwaz allerdings schon am Freitagabend mit einem Sieg bei Linz vorzeitig die direkte Qualifikation für die Meister-Play-off schaffen kann, türmen sich vor den Kickern der WSG Swarovski Tirol und den Innsbrucker Haien große Hürden auf.

Der HCI empfängt, krisengebeutelt weil vom Verletzungspech verfolgt, am Freitag um 19.15 Uhr in der TIWAG-Arena Meister KAC, der zur Zeit in bestechender Form spielt und sich darüber hinaus mit aller Macht für erst kürzlich erlittene Heimpleite bei den Innsbruckern revanchieren möchte. Trainer Palin hofft, zumindest Linien aufbieten zu können und auf eine Topleistung von NHL-Goalie Scott Darling, die Kärntner werden in Bestbesetzung aufmarschieren.

Erst am Sonntag, 14.30 Uhr, ist die WSG gefordert. Im Duell mit dem Tabellenletzten Mattersburg benötigen die Schützlinge von Trainer Tom Silberberger unbedingt drei Punkte, würden damit noch vor der Winterpause ein kleines Polster schaffen.

Ebenfalls am Sonntag, 17 Uhr, steigt in Schwaz das letzte Spiel des Handball-Grunddurchganges. Da empfangen die Tiroler den Vorarlberger Erzrivalen aus Hard. Ein Spiel in dem es – soferne die Schwazer in Linz nicht gewinnen – für die Gastgeber noch einmal um Alles geht.

Schwerstarbeit wartet auf Scott Darling gegen den KAC. Copyright: gepa 

Showdown der Boarder im Montafon

Mit dem Heimweltcup im Montafon steht für Österreichs Snowboardcrosser und Skicrosser am Freitag bzw. Samstag schon ein Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Nach der Absage im Vorjahr wird auf dem Hochjoch oberhalb von Schruns diesmal auf einem schneebedingt auf 600 Meter verkürzten, aber trotzdem anspruchsvollen Kurs gefahren. Im Snowboardcross (SBX) ist Montafon zudem der Weltcup-Auftakt.

Lokalmatador Alessandro Hämmerle zählt als amtierender SBX-Weltcup-Sieger zum Favoritenkreis. Dass der 26-jährige Vorarlberger für sein Heimrennen gerüstet ist, hat er zuletzt mit dem Staatsmeistertitel bewiesen. „Dieser eher kurze Kurs erfordert volle Konzentration, denn jeder kleine Fehler kann einer zu viel sein. Ganz wichtig wird es sein, vom Start weg kontinuierlich Speed aufzubauen, denn davon lebt man bis ins Ziel“, erklärte Hämmerle, der am Mittwoch Trainingsbestzeit erzielte.

Snowboardcross (Freitag, 13.00 Uhr)

Damen: Katharina Neussner, Pia Zerkhold

Herren: Marco Dornhofer, Jakob Dusek, Alessandro Hämmerle, Luca Hämmerle, Sebastian Jud, Andreas Kroh, Julian Lüftner, Beat Neyer-Hollenstein, Lukas Pachner, David Pickl

Skicross (Samstag, 11.00 Uhr)

Damen: Lisa Eisenbeitl, Andrea Limbacher, Katrin Ofner

Herren: Johannes Aujesky, Frederic Berthold, Bernhard Graf , Adam Kappacher, Thomas Mayrpeter, Johannes Rohrweck, Sandro Siebenhofer, Daniel Traxler, Oliver Vierthaler, Christoph Wahrstötter, Robert Winkler

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