Sie befinden sich hier:
Riesenspektakel zum Abschluss

Crankworx 2019, Mutters

Riesenspektakel zum Abschluss

Tracey Hannah schafft Triple

Fast 23.000 Fans, tolle Stimmung

Foto: Crankworx

Crankworx 2019 ist Geschichte – aber wenn es nach Georg Spazier geht soll es auch 2020 Slopestyle, Downhill, Pump&Track und Dual Slalom in Mutters geben. Denn fast 23.000 Fans sind ein guter Beweis dafür, dass das Format ankommt. Und die Sieger in den diversen Bewerben waren sich mit spektakulären Leistungen ihrer Rolle als Botschafter der Veranstaltung mehr als bewusst. Wie speziell am Schlusstag Brett Rheeder mit einer unglaublichen Slopestyle-Show untermauerte. Ein Höhepunkt, der in Erinnerung bleibt.

Nach der ,,windbedingten“ Absage vom Samstag hatte die Weltelite der Freeride-Biker im ,,Grande Finale“, dem Slopestyle, ihre spektakulärsten Sprünge in die Landschaft gezaubert, damit die Fans restlos begeistert. Trotz verpatztem ersten Lauf schnappte sich der kanadische Superstar Brett Rheeder noch  den Sieg. Bereits als Sonntag-Matinee hatten im Downhill-Bewerb die Australierin Tracey Hanna sowie der Neuseeländer Brook McDonald für die Bestmarken gesorgt. Für beide war es der jeweils zweite Downhill-Saisonsieg nach Rotorua, für Hannah überdies ihr dritter Triumph in Serie in Innsbruck. Die Australierin kam nach 3:22,46 Minuten ins Ziel – ganze acht Sekunden vor Camille Balanche (SUI) auf Platz zwei. „Das ist echt ein richtig cooles Gefühl nach dem Sieg in Rotorua“, so 27-Jährige, der mit einer Zeit von 2:55.46 Minuten nur 0,11 Sekunden schneller war als sein Landsmann Ed Masters (NZL). Damit führt MacDonald die Crankworx-Downhill-Championship an. Das dritte und letzte Rennen der Saison steigt im August beim großen Finale in Whistler.

Auch Tracey Hannah war mit dem Ergebnis überglücklich. Damit bleibt sie bei Crankworx Innsbruck auch im dritten Jahr ungeschlagen. Ihr Fokus gilt nun voll und ganz dem letzten Crankworx-Stopp in Kanada. „Ich wollte  den Sieg und bin auch mit meiner Zeit richtig zufrieden“, strahlte Hannah im Zielbereich. „Jetzt will ich alle drei Downhill-Rennen der Crankworx World Tour 2019 gewinnen. Das ist mein Ziel.“

Die Siegerin bei den Damen war zwar dieselbe wie im Vorjahr, doch gefahren wurde auf einer neuen Strecke. Der anspruchsvolle und naturbelassene Kurs von Daniel Tulla war erst kurz vor dem Bewerb fertiggestellt worden und sorgte für jede Menge Action. Die Strecke lag diesmal nicht wie 2017 und 2018 in Götzens, sondern in Mutters, wo auch alle anderen Events bei Crankworx Innsbruck stattfinden. Mit Fahrzeiten von rund drei Minuten kamen die AthletInnen erschöpft und ausgepowert ins Ziel.

Der Ausfall von Les Gets in Frankreich als Veranstaltungsort war natürlich kein Nachteil. Damit galt die volle Aufmerksamkeit Innsbruck als einziger Europa-Station der Serie, zu der auch Rotorua in Neuseeland und Whistler in Kanada zählen. Damit erhöhen sich natürlich die Chancen, dass Crankworx auch im nächsten Jahr in Tirol zu Gast ist. Spazier hat Pläne, will Crankworx in den nächsten Jahren noch größer machen.

17.jähriger überraschte im Dual-Slalom

Schon am Donnerstag hatte es eine Premiere bei Crankworx Innsbruck gegeben. Den 100% Dual Slalom. Bei den Frauen ging der Sieg an Vaea Verbeeck aus Kanada, die bereits das erste Rennen der Saison in Rotorua gewonnen hatte. Bei den Herren gab es mit dem Jungstar Matthew Sterling einen Überraschungssieger. Der Mann aus den USA sicherte sich in den Alpen seinen ersten Sieg in der Elite-Klasse vor Mitch Ropelato (USA) und Luca Cometti (USA).

„Einfach der Wahnsinn“, freute sich der 17-Jährige im Zielbereich. Sterling ist bereits seit ein paar Jahren erfolgreich als Junior im Downhill unterwegs und ging auch in Rotorua im Dual Slalom an den Start. Dort landete er auf Rang 11 – doch in Innsbruck war er selbst von den weltbesten Mountainbikern nicht zu schlagen. „Damit habe ich gar nicht gerechnet.“

Söderström unschlagbar im Speed & Style

Am Freitagabend hatten sich zwei absolute Legenden des Mountainbikens um Gold im Finale des Mons Royale Speed & Style Innsbruck duelliert. Martin Söderström und Kyle Strait waren sich im Laufe ihrer langen Karrieren das ein oder andere Mal auf dem Slopestyle-Kurs begegnet, doch bei Crankworx Innsbruck 2019 war die Endrunde des Speed & Style der Anlass für ein Wiedersehen auf österreichischem Boden. Auf dem Weg ins Finale mussten sich beide Männer gegen einige der Weltbesten im Freestyle-Mountainbiken durchsetzen. Der Sieg ging letztlich an den Schweden, der von einem Sturz seines Gegners auf dem ersten der beiden Kicker profitierte.

„Platz eins hier bedeutet mir so viel“, strahlte der 29-jährige Söderström bei Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 33°C. „Je weniger Disziplinen man fährt, umso größer ist der Druck bei jedem Rennen. Als ich noch Slopestyle gefahren bin, ging es mir bei Speed & Style vor allem um den Spaß. Für die Überraschung des Tages sorgte Garret Mechem (USA) mit einem starken dritten Platz, seinem bisher besten Ergebnis bei einem Crankworx-Event.

Diesmal siegten Hines und Loron

Noch vor einem Jahr hatten die Amerikanerin Kialani Hines und der Franzose Adrien Loron in der RockShox-Innsbruck Pump Track Challenge in Innsbruck jeweils den zweiten Platz belegt.  Heuer gelang die Revanche.  Hines hatte sich im Finale gegen die junge Französin Mathilde Bernard knapp durchgesetzt. Platz drei ging an Local und Publikumsliebling Vanessa Kager aus Österreich. Die junge Lokalmatadorin konnte sich vor Heimpublikum im Kleinen Finale gegen die routinierte Holländerin Anneke Beerten durchsetzen.

Nach Platz zwei im Vorjahr schlug diesmal die Stunde des Franzosen Adrien Loron. Im Finale musste er gegen den US-Amerikaner Austin Warren antreten. Nach dem ersten Lauf lag Warren hauchdünn in Führung, aber im zweiten und letzten Run war Loron nicht zu stoppen und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden.

Der enge und schwierige Parcours in Innsbruck liegt dem Franzosen: „Ich glaube, diese Strecke ist eine der technisch anspruchsvollsten, die wir jemals bei Crankworx gehabt haben – und ich bin mir fast sicher, dass sie die längste ist.“

© 2017 Tirol Werbung