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Comeback zur rechten Zeit

Klettern, Weltcup, Chamonix

Comeback zur rechten Zeit

Pilz, Schubert am Podest

Röck schwer verletzt

Bild: Eddie Fowke

Der Lead- und Speed Weltcup in Chamonix, der jedes Jahr traditionell mit den Lead-Finali der Damen und Herren am Vorabend des Französischen Nationalfeiertags endet, gehört zu den absoluten Highlights im IFSC-Weltcupkalender. Vor rund 12.000 Zuschauern auf dem ausverkauften ,,Place du Mont Blanc“ im Zentrum von Chamonix zeigten sich Österreichs Kletter-Aushängeschilder Jessica Pilz und Jakob Schubert wieder von ihrer besten Seite. Sowohl Pilz wie auch Schubert sicherten sich den dritten Rang im Lead-Bewerb und tankten Selbstvertrauen für die in vier Wochen beginnende Kletter-WM in Japan (11. – 21. August). Bitter aus Österreichischer Sicht ist jedoch eine schwere Ellbogenverletzung von Magdalena Röck, die sie sich in der Qualifikation zugezogen hat und bereits operativ behandelt werden musste.

Denn während sich Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck-TIR), Jessica Pilz (ÖAV Haag, NÖ), Katharina Posch (ÖAV Imst-Oberland, TIR) und Christine Schranz (ÖAV Landeck, TIR) souverän für das Halbfinale der besten 26 qualifiziert hatten, musste Magdalena Röck - die erst vor vier  Wochen ein gelungenes Comeback mit Platz drei bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften feierte - erneut einen schweren, verletzungsbedingten Rückschlag hinnehmen. In der ersten Qualifikationsroute war Röck nach einem Sprung, den sie nicht abfangen konnte, derart unglücklich gestürzt, dass sie mit voller Wucht mit der linken Hand die Wand touchierte und sich dabei eine Ellbogenfraktur zuzog.

Exakt 365 Tage nach ihrem ersten Weltcupsieg, den die amtierende Weltmeisterin 2018 ausgerechnet in Chamonix feiern durfte, steigerte sich Pilz im Damenfinale erneut und präsentierte sich von allen Finalistinnen wohl am Stärksten. Pilz lag einige Zeit in Führung mit einer Höhe von 35,  bis die Jury jedoch die Wertung auf 34+ korrigierte. Somit wurde Pilz im Finale mit der gleichen Höhe wie die Siegerin Chaehyun SEO (KOR) und die Zweitplatzierte YueTong ZHANG (CHN) gewertet. Aufgrund des Countbacks auf das Halbfinalergebnis bedeute dies schlussendlich Platz drei. Die große Überraschung  bei den Damen war neben Premierensiegerin SEO die Slowenin Janja Garnbret, die erstmals nach 27 Finalteilnahmen en Suite nicht für ein Lead Finale qualifiziert war und den Bewerb auf Platz 9 beendete.

So wie Jessica Pilz bei den Damen steigerte sich auch Jakob Schubert im Finale ganz gewaltig und so kam es zum Dreikampf der WM-Medaillengewinner der Kletter-WM 2018 in Innsbruck um den Weltcupsieg in Chamonix. Den holte sich in einer spannenden und selektiven Finalroute in beeindruckender Manier Adam Ondra (CZE) vor Alexander Megos (GER) und eben Schubert.

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