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  Böses Erwachen für Alpenvolleys

Volleyball, Play-off, Unterhaching

Böses Erwachen für Alpenvolleys

5-Satz-Pleite gegen Herrsching

Entscheidung nun in Innsbruck

Bild: gepa

Im Vorfeld der Partie war eigentlich nur über die Höhe des Sieges diskutiert worden und dass die HYPO Alpenvolleys den Samstag schon fix als freien Tag eingeplant hatten. Doch erstens kommt es anders, zweitens wie man denkt. Fakt ist – auch wenn für den Halbfinal-Einzug der Innsbrucker alles ,,angerichtet“ war, agierte  der ,,geilste Klub der Welt“ als Spielverderber. Die Herrschinger Volleyballer vermasselten den Hypo Tirol Alpenvolleys in Unterhaching alle Pläne und erzwangen mit dem 3:2-Sieg ein Entscheidungsmatch.

Alle drei bisherigen Begegnungen hatten jeweils mit 3:0-Erfolgen für die Tiroler geendet. Ausgerechnet im Play-off-Rückspiel in Unterhaching waren die Herrschinger aufmüpfig. „Wir haben doch nichts zu verlieren. Alle reden nur mehr davon, wie hoch die Alpenvolleys gewinnen“, hatte Herrschings Coach Max Hauser etwas trotzig vor dem ersten Ballwechsel angemerkt. Und seine Truppe scherte sich den Teufel um Favoritenrolle oder Saisonbilanzen. Im ersten Satz agierten die Bayern angriffslustig, mit dem nötigen Risiko und gewannen mit 28:26. Die Tiroler zeigten im folgenden Durchgang die richtige Reaktion und zogen von Beginn an vorne weg. Ein Fünf-Punkte-Polster hielt sich bis zum Ende. Kapitän Dougi da Silva und Co. glichen mit 25:20 aus.

Wer nun an eine ,,klare Sache“ dachte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Satz drei holten sich die Herrschinger mit 16:25. „Play-off ist Kopfsache“, hatte Coach Chrtiansky im Vorhinein so treffend formuliert. Mit dem Rücken zur Wand schienen die Tiroler begriffen zu haben, um was es an diesem Abend ging. Die Bayern zogen im vierten Durchgang zwar von Beginn an davon, diesmal ließen die Alpenvolleys aber den Abstand nicht mehr zu groß werden. Insgesamt drei Matchbälle hatte der „geilste Club der Welt“ zur Verfügung, dreimal hatte die Chrtiansky-Truppe die richtige Antwort parat. Und so rettete man sich mit einem hart umkämpften 30:28 doch noch in den Entscheidungssatz. Dort allerdings war – eher sensationell – Endstation, HYPO verlor mit 15:13 und muss nun in einem alles entscheidenden dritten Spiel am Samstag in Innsbruck gewinnen um das Ziel Halbfinale zu erreichen.

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