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  Bittere Pleite für ÖSV-Team

Weltcup, Finale, Soldeu

Bittere Pleite für ÖSV-Team

K.-o. schon in der ersten Runde

Schweiz siegt vor Norwegen

Bild: gepa

Das war eine herbe Enttäuschung! Denn im Team-Bewerb beim Weltcup-Finale in Soldeu scheiterte das als Nummer eins gesetzte ÖSV-Team bereits in der ersten Runde. Den Sieg holte sich in einem spannenden Finale die Weltmeisterequipe aus der Schweiz gegen Norwegen.

Katharina Truppe, Katharina Huber, Marc Digruber und Michael Matt  hatten im neun Teilnehmer umfassenden Feld bereits im Viertelfinale ,,eingefädelt“. Das rot-weiß-rote Quartett musste sich den Kanadiern, die davor die Gastgeber aus Andorra im einzigen Achtelfinal-Duell besiegt hatten, klar mit 0:4 geschlagen geben und landete am Ende auf dem enttäuschenden fünften Platz. Ebenfalls früh ausgeschieden waren die Mannschaften aus Frankreich (2:2 gegen Norwegen) und Schweden (2:2 gegen die Schweiz), die jeweils aufgrund der schlechteren Zeiten nicht in die nächste Runde aufstiegen.

„Die Kanadier waren stark. Das muss man so hinnehmen. Ich habe den Start nicht so erwischt wie sonst, zu viele Fehler gemacht und den Rhythmus nicht gefunden“, sagte Startläuferin Truppe stellvertretend für ihr Team. Bei der WM im schwedischen Aare hatte Österreich nach einer knappen Finalniederlage gegen die Schweiz noch die Silbermedaille gewonnen. Der amtierende Weltmeister in der Besetzung Aline Danioth/Wendy Holdener/Ramon Zenhäusern/Daniel Yule bestätigte den Gewinn der Goldmedaille von Aare im Finale gegen ebenfalls starke Norweger. Die Skandinavier waren im Finale mit 2:0 Siegen in Führung gegangen, weil ausgerechnet der zuvor überragende Ramon Zenhäusern patzte. Holdener und Yule stellten dann mit zwei Siegen in ihren direkten Duellen auf 2:2. Dank der besseren Laufzeiten hieß der Sieger Schweiz.

„Heute hat man gesehen, dass, wenn Ramon ausfällt, ein anderer einspringt“, sagte Kombi-Weltmeisterin Holdener und verwies damit auf den Schweizer Teamgeist, „wenn du siehst, wie wir am Start stehen, gibst du gleich auf. Alle geben Vollgas, und das bringt positive Stimmung.“

Ein Ärgernis in diesem Wettbewerb bleibt, dass die besten Fahrer aus unterschiedlichen Gründen häufig nicht teilnehmen. Bei den Österreichern fehlte Gesamtweltcupgewinner Marcel Hirscher, oder Henrik Kristoffersen bei den Norwegern, bei den Deutschen Felix Neureuther.

Ergebnis

1Schweiz
2Norwegen
3Deutschland
4Kanada
5Österreich
5Frankreich
5Italien
5Schweden
9Andorra

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