Sie befinden sich hier:
Aamodt Kilde siegte mit Traumlauf

Alpiner Weltcup, Gröden

Aamodt Kilde siegte mit Traumlauf

Franz rast auf Platz zwei

Schwere Stürze von Mayer, Gisin

Bild: GEPA pictures

Es war wie eine Fahrt für die Ewigkeit - Aleksander Aamodt Kilde gewann mit einem Traumlauf die 56. Gröden-Abfahrt, hatte in 1:56,13 Minuten die klare Bestzeit erzielt und bei seinem Überraschungssieg den österreichischen Mitfavoriten Max Franz auf Platz zwei verwiesen - mit einem Respektabstand von 0,86 Sekunden. Dritter wurde der Schweizer Beat Feuz (+0,92). 

Super-G- und Vorjahressieger Aksel Lund Svindal hatte hinter den US-Amerikanern Bryce Bennett (0,98), Steven Nyman (1,01) und Travis Ganong (1,05) den siebenten Platz (1,08) erreicht. Hannes Reichelt belegte als zweitbester ÖSV-Abfahrer den zehnten Rang (1,31) und kam damit erstmals in seiner Karriere in der Gröden-Abfahrt in die Top Ten. Die weiteren Österreicher? Vincent Kriechmayr (22./2,12) landete indes ebenso wie der Norweger Kjetil Jansrud (26./2,28) im geschlagenen Feld. Matthias Mayer kam zu Sturz.Während für Mayer das Missgeschick glimpflich ausging, hatte der Schweizer Marc Gisin weit weniger Glück. Der 30-Jährige kam vor den Kamelbuckeln zu Sturz, wurde an der Kante in die Luft geschleudert, schlug mit dem Kopf auf und blieb bewusstlos liegen. Nach einer Erstversorgung wurde er mit dem Hubschrauber ins Spital nach Bozen gebracht. Gisins Sturz hatte eine 30-minütige Unterbrechung zur Folge. Zu diesem Zeitpunkt führte bereits Kilde. Der Norweger war mit Startnummer sechs ins Rennen gegangen und lieferte über Mauer, Kamelbuckel und Ciaslat eine entfesselte und fehlerfreie Fahrt ab. An der Zeit des nun dreifachen Weltcup-Siegers scheiterten der Reihe nach mit Jansrud, Feuz, Svindal und auch Franz die Favoriten auf den Sieg klar.

Am nächsten kam Kilde noch Franz, der allerdings bis ins Ziel ebenfalls kontinuierlich Zeit auf den Norweger verlor. Nach seinem dritten Podestplatz in dieser Saison war der Kärntner nicht gänzlich zufrieden. „Es war ein wilder Ritt von mir. Die Ciaslat ist mir nicht ganz so gut gelungen, im zweiten Training war das viel schöner von mir. Es war ein bisschen schneller und schwieriger“, sagte der 29-Jährige, der mit nun 200 Zählern punktegleich mit Feuz die Führung die Abfahrtsweltcup übernahm. 

Für Kilde, der vor allem im oberen, flachen Abschnitt der Konkurrenz viel Zeit abnahm, ist es der zweite Abfahrtssieg in seiner Karriere nach Garmisch-Partenkirchen im Jänner 2016. „Ich hatte im ganzen Rennen ein sehr gutes Gefühl, im Ziel war es dann großartig“, schmunzelte der Norweger, der im  Bewusstsein einer starken Fahrt bereits nach dem Abschwingen jubelte.

Ergebnisse: 
1.Aleksander Aamodt Kilde (N)1:56,13 
2.Max Franz (Ö)+ 0,86
3.Beat Feuz (CH)+ 0,92
4.Bryce Bennett (USA)+ 0,98
5.Steven Nyman (USA)+ 1,01
6.Travis Ganong (USA)+ 1,05
7.Aksel Lund Svindal (N)+ 1,08
8.Mauro Caviezel (CH)+ 1,12
9.Adrien Theaux (F)+ 1,17
10.Hannes Reichelt (F)+ 1,31
10.Benjamin Thomsen (CAN)+ 1,31

© 2017 Tirol Werbung