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  Rohan Dennis Sprintsieger

Tour of the Alps

Rohan Dennis Sprintsieger

Etappe 2

Pinot führt Gesamtwertung an

Die Top-Stars der ,,Tour-of-the-Alps“ ziehen weiterhin einsame Kreise an der Spitze des Feldes. Ungeachtet der Wetterprobleme, die zur Verkürzung der zweiten Etappe  geführt hatten, gewann mit dem Australier Rohan Dennis einer der Geheimfavoriten den Abschnitt aus dem Südtiroler Sterzing ins Osttiroler Innervillgraten über 140,2 Kilometer.

Der BMC-Profi, Weltmeister und Olympiasieger gewann im Sprint vor dem Franzosen Thibaut Pinot (FDJ) und dem Italiener Davide Ballerini (Androni-Sidermec). Mit dem zweiten Platz eroberte Pinot das „Fuchsia“-Führungstrikot“. 

Die Enttäuschung in Innsbruck war natürlich bei allen Beteiligten – Organisatoren, Fans, Betreuern, Fahrern - ziemlich groß, als bereits am frühen Dienstag-Morgen entschieden worden war, den Start am Landhausplatz abzusagen und nach Sterzing zu verlegen. Schnee am Brenner, Kälte und damit zu großes Risiko bei der Abfahrt nach Sterzing hatten die Organisatoren in Zusammenarbeit mit den UCI-Kommissären zu diesem vernünftigen Schritt veranlasst. ,,Natürlich wären wir gerne von Innsbruck abgefahren, die Fahrt über die Europabrücke wäre – als symbolische Botschaft der EUREGIO - wichtig für uns gewesen, aber die Sicherheit der Profis geht vor“, zeigte Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, vollstes Verständnis für die Entscheidung.  

Im Rennen selbst gaben die Profis dann ordentlich Gas, auf der Schlussrunde in Osttirol über die Pustertaler Höhenstraße hatte sich kurzfristig ein Trio mit Stefano Pirazzi (Bardiani-Csf), Mikel Landa Meana (Team Sky) und Damiano Caruso (BMC) abgesetzt, doch im hart umkämpften, sehr spannenden Finale im Villgratental wurden die drei Ausreißer gleichsam auf dem letzten Kilometer vom nur noch  kleinen Hauptfeld geschluckt.

Auch die Fahrer des  Tirol-Cycling-Teams mischten kräftig mit - bereits zu Beginn des Rennens hatte sich Patrick Gamper mit einer vierköpfigen Spitzengruppe vom Hauptfeld absetzen können, die Fluchtgruppe mit dem jungen Tiroler, die rund 80 Kilometer das Rennen anführte, wurde aber vor dem Anstieg nach St. Justina vom Hauptfeld gestellt. Die Tempoverschärfung vor der Bergwertung bewirkte dann eine Teilung des Pelotons und es verblieb ein rund 60-Mann starkes Führungsfeld mit Sebastian Schönberger und Maximilian Kuen vom Tirol Cycling Team. Beim Tagessieg von  Dennis Rohan war erneut Schönberger der beste Fahrer der Tiroler Rad-Equipe mit Platz 25. Kuen landete auf Rang 41. 

Gamper, der lange in einer Fluchtgruppe vertreten war, erklärte im Anschluss an die Etappe: „Ich habe mich heute sehr gut gefühlt. Das Tempo im Hauptfeld war dann aber sehr schnell und leider wurde die Ausreißer-Gruppe mit mir gestellt.“ 

Am Mittwoch steht eine Bergetappe auf dem Programm. Der dritte Tagesabschnitt mit Start in Villabassa/Niederdorf und Ziel in Funes/Villnöß geht über 143,1 Kilometer und 3742 Höhenmeter.

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