Das Sport-Wochenende im Visier

Das Sport-Wochenende im Visier

 23. bis 26.01.2020

Bild: gepa

Streif-Jubiläum – die Sportwelt blickt nach Kitzbühel

Australien open hin, Handball-EM her – das kommende Wochenende elektrisierte die Sportwelt, alles blickt zum 80. Hahnenkammjubiläum nach Kitzbühel. Superlativen sind einmal mehr garantiert. Zigtausende Fans, das höchste Preisgeld für die Aktiven, jeweils 100.000 Euro kassieren die Sieger der Abfahrt und des Slaloms. Auffallend schon jetzt: Die Verantwortlichen sind so entspannt wie seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr.

Perfekter Schnee in den letzten Tagen, sehr gute Wetterprognosen – dementsprechend gibt’s Daumen hoch von allen Seiten.

Die erste Trainingsbestzeit sicherte sich der Norweger Kjetil Jansrud . Der Abfahrtsweltmeister von 2019 lag 0,04 Sekunden vor dem US-Amerikaner Jared Goldberg und 0,20 Sekunden vor dem Franzosen Johan Clarey. Bester Österreicher war Matthias Mayer als Sechster (+0,64), Vincent Kriechmayr folgte auf Rang neun (0,93). Der Schweizer Wengen-Sieger Beat Feuz hatte 2,38 Sekunden Rückstand.

Auf dem Programm von Kitz stehen am Freitag der Super-G, am Samstag eine Abfahrt und am Sonntag der Slalom am Ganslern.

WM-Generalprobe in Pokljuka

Mit dem 20 km Einzelbewerb der Herren fällt im slowenischen Pokljuka der Startschuss zur letzten Weltcupstation vor der IBU Biathlon Weltmeisterschaft in Antholz (12. – 23. Februar 2020). Für viele Athleten also die Generalprobe, auch für den Norweger Thingens Bö, der nach einer kurzen Wettkampfpause nunmehr als Jung-Papa in den Weltcup zurückkehrt. Neben den Einzelrennen stehen in Slowenien noch Mixed-Bewerbe und zum Abschluss ein Massenstart auf dem Programm. Nach seinem kurzfristigen Staffel-Debüt in Hochfilzen wird der 23-jährige Tiroler Patrick Jakob morgen erstmals ein Einzelrennen im Weltcup bestreiten.

ÖSV-Team Pokljuka:

Herren (5): Julian Eberhard, Simon Eder, Patrick Jakob, Dominik Landertinger, Felix Leitner

Damen (5): Lisa Hauser, Katharina Innerhofer, Christina Rieder, Julia Schwaiger, Dunja Zdouc

ÖSV-Speedmädels mit Kampfansage

Drei Rennen stehen auch für die Skidamen an diesem Wochenende auf dem Programm, und zwar im bulgarischen Bansko. Zuletzt waren dort 2015 Damenrennen ausgetragen worden. Diesmal sind es zwei Abfahrten und ein Super-G stehen auf dem Programm, darunter auch die abgesagte Abfahrt von Val d'Isère. Bansko zählt rund 10.000 Einwohner und befindet sich im Südwesten Bulgariens, rund 160 km von der Hauptstadt Sofia entfernt.

Aufgrund der Absage in Val d’Isere konnten in dieser Saison erst drei Abfahrten ausgetragen werden. Zwei davon hatten in Lake Louise stattgefunden. Die erste Abfahrt auf kanadischen Boden hatte damals die Tschechin Ester Ledecká vor der Schweizerin Corinne Suter gewonnen, Platz drei eroberte die Tirolerin Stephanie Venier. Nicole Schmidhofer aus der Steiermark war im zweiten Rennen die Schnellste, hatte dabei die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und die Italienerin Francesca Marsaglia auf die Ränge zwei und drei verwiesen. Das Abfahrtsrennen in Zauchensee wiederum gewann Corinne Suter aus der Schweiz und schlüpfte so in das rote Trikot der Führenden in der Disziplinenwertung. Für Bansko haben die ÖSV-Mädels Revanche geschworen, wollen endlich wieder ihre Klasse abrufen und auf der Piste ausspielen.

ÖSV-Springerinnen jagen die Weltcup-Führende

Japan haben sie auf eindrucksvolle Art und Weise erobert, die österreichischen Skispringerinnen, haben in Fernost gewonnen was es zu gewinnen gab. Überragend dabei Eva Pinkelnigg. Nach den beiden Weltcup-Wochenenden in Japan kehren die Skispringerinnen nach Europa zurück. Auf der modernen Schanzenanlage in Rasnov stehen am Wochenende zwei Einzelspringen auf dem Plan. Und eines steht fest – die ÖSV-Mädels werden gejagt. Anderseits könnten Pinkelnig und auch Hölzl die Norwegerin von der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung verdrängen.

Im Gesamtweltcup spitzt sich die Situation ohnehin zu. Maren Lundby liegt zwar mit 510 Punkten immer noch vorne, jedoch ist ihr Eva Pinkelnig mit nunmehr 509 Zählern bis auf einen Punkt nahe gerückt. Auch Chiara Hölzl, die von Pinkelnig überholt wurde, hat lediglich noch 40 Punkte Rückstand auf die Titelverteidigerin.

Im Nationencup hingegen marschieren die Österreicherinnen weiterhin vorneweg. Das Team von Cheftrainer Harald Rodlauer hat bereits 2076 Punkte auf dem Konto und damit satte 921 mehr als die Japanerinnen (1155), die Norwegen (1058) wieder überholten. Titelverteidiger Deutschland (819) behielt den vierten Platz vor Slowenien (809) um nur hauchdünne zehn Punkte.

Ein Punkt fehlt den Haien für Platz zehn

Zwei Runden stehen im Grunddurchgang der EBEL-Meisterschaft noch auf dem Programm , zwei Spieltage in denen endgültig die Entscheidung darüber fallen muss, wer sich nun auf direktem Weg für die Play-offs qualifiziert bzw. wer den Weg über die Zwischenrunde gehen muss. Eine Quali, die sich jeder Klubs gerne ersparen würde. Die besten Voraussetzungen besitzen der KAC, Bozen und Graz, Linz und Villach dürfen sich noch minimale Hoffnungen machen.

Die Innsbrucker Haie stehen fix in der Qualifikationsmühle, müssen sogar befürchten von Dornbirn noch überholt zu werden, wenn die Vorarlberger bei gleichzeitigen Niederlagen der Tiroler beide Spiele gewinnen würden.

Nur gut, dass die Gegner von Dornbirn, Linz (Außenseiter) und Graz noch um einen direkten Platz kämpfen, also ebenfalls punkten müssen. Den Innsbrucker Haien wiederum würde bereits ein Zähler genügen um mit einem Bonuspunkt in die Qualifikation einzusteigen. Diesen Zähler wollen die Schützlinge von Trainer Rob Palin im Heimspiel am Freitag gegen Villach holen; erstmals mit dem neuen Verteidiger. Mit der Verpflichtung des 24-jährigen Amerikaners Luc Snuggerud hatten die Innsbrucker auf das verletzungsbedingte Saisonende von Ondrej Sedivy reagiert.

Zwei Tage später, am Sonntag, gastieren die Haie dann bei den Vienna Caps, die noch mit Platz eins spekulieren.

© 2017 Tirol Werbung