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Strassen-ÖM

Bora-Team dominierte

Schönerger auf Platz sechs

Gregor Mühlberger hat sich am Sonntag seinen ersten österreichischen Meistertitel im Straßenrennen gesichert. Der Niederösterreicher setzte sich in Grein an der Donau knapp vor seinem Bora-Teamkollegen Lukas Pöstlberger durch. Das Duo, das im Mai bereits beim Giro d’Italia aufgezeigt hatte, setzte sich im Finish in eindrucksvoller Manier von der Konkurrenz ab.

Auf einer selektiven, stark kupierten und kurvenreichen 32 km-Runde mit Start und Ziel in Grein sorgte zunächst Stefan Denifl (Aqua Blue Sport) vom ersten Kilometer an für eine beinharte schnelle Gangart mit dem Ergebnis, dass sehr bald nur noch zwanzig Fahrer das Tempo mithalten konnten – wie erwartet waren alle neun gestarteten Auslandsprofis mit dabei. Der fast elf Kilometer lange und anfänglich zehn Prozent steile Anstieg unmittelbar nach dem Start war wie erwartet der Scharfrichter dieser Meisterschaft, die mit 160 Kilometern relativ kurz, mit 3.200 Höhenmetern aber die Allrounder klar im Vorteil sehen sollte.

In der zweiten von fünf Runden konnten sich Michael Gogl (Trek), Lukas Pöstlberger (Bora) und der Welser Markus Eibegger nochmals eine gute Minute absetzen, im Verfolgerfeld versuchte die komplett eingereihte Tirol Cycling-Mannschaft die Ausreißer wieder einzuholen, mehr als deren Vorsprung in Grenzen zu halten, war angesichts der Klasse des Führungstrios aber nicht möglich. Bei einsetzendem Regen im Finish spielten dann die Fahrer des deutschen WorldTour-Teams ihre Klasse aus: während Eibegger zurückfiel, konnte Gregor Mühlberger beim letzten Anstieg Michael Gogl attackieren und setzte sich danach problemlos mit seinem Bora-Teamkollegen Pöstlberger ab, beide fuhren die letzten Meter jubelnd dem Ziel entgegen. Die Medaillenvergabe war dann eine Bora-interne Entscheidung: Mühlberger rollte einige Meter vor Pöstlberger über die Linie. Bester des Cycling Teams Tirol? Sebastian Schönberger auf Platz sechs mit 2,52 Minuten zurück. Wie immer bei großen Rennen gab es auch prominente Fahrer, die leer ausgingen: der zweifache Exstaatsmeister Riccardo Zoidl wurde trotz aufopferndem Finish nur noch Vierter, Stefan Denifl und Zeitfahrmeister Georg Preidler rollten auf den Rängen sieben und acht ins Ziel. Generelle Aussage aller Rennfahrer: eine wahnsinnig schwere Meisterschaft sei es gewesen.

Benjamin Brkic vom Tirol Cycling Team ist als Zwölfter ins Ziel gekommen und wurde knapp von Lukas Schlemmer (Team Felbermayr) geschlagen, somit verpasste er den U-23 Staatsmeistertitel.

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