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Streckenrekord zum Jubiläum

Adidas-Sickline

Streckenrekord zum Jubiläum

Siege an Nouria Newman (FRA) und Sam Sutton (NZL)

Die berühmt-berüchtigten Wellerbrücken Stromschnellen im Ötztal waren wieder einmal ein würdiger Austragungsort für die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship. Zum 10-jährigen Jubiläum des Events kamen 175 der weltbesten Kajaker aus 33 Ländern zusammen, um die ideale – oder im Kajakjargon ‚the sickest’ – Linie auf dem anspruchsvollem Rennkurs zu finden. 

Der verhältnismäßig hohe Wasserstand der Ötztaler Ache garantierte schnelle Zeiten in den vorgelagerten Knock-Out-Runden, und mit einem neuen Streckenrekord von 53,80 Sekunden, den der mehrfache Freestyle Weltmeister Dane Jackson (USA) im Halbfinale aufstellte, war klar, dass der Kampf um den prestigeträchtigen Sickline WM-Gürtel im Finale ein enger werden würde.

Die adidas Sickline Extremkajak Weltmeisterschaft ist einzigartig, da sie Athleten aus den verschiedensten Kajakdisziplinen zusammenbringt. Expeditionspaddler, Freestyler und olympischen Slalom Kajaker messen sich einmal im Jahr auf einer Weltklasse-Wildwasserstrecke. Zum zehnten Jubiläum gingen nahezu alle früheren Weltmeister an Start, bis auf Joe Morley (2013/2014) und Sandra Hyslop (2016). Und jeder dieser sechs vorherigen Weltmeister – Thilo Schmitt (2008), Alexander Grimm (2009), Sam Sutton (2010-2012), Gerd Serrasolses (2015), Aniol Serrasolses (2016) und Mariann Saether (2015) –qualifizierte sich auch in diesem Jahr für den eigentlichen Kampf um den WM-Titel auf dem 280-meter langen Wellerbrücken-Rennkurs, auf dem nur die Top 52 Männer und Top 8 Damen zugelassen sind.

 

Nouria Newman holt sich endlich den Titel  

Das WM-Finale der besten fünf Frauen wurde als erstes ausgetragen. Hier trafen die adidas Sickline Silbermedaillengewinnerin von 2015, Jennifer Chrimes (GBR), und die Silber- und Bronzemedaillengewinnerin von 2016, Nouria Newman (FRA) und Martina Wegman (NED) aufeinander. Anne Hübner (GER) und Marieke Vogt (AUT) schafften es ebenfalls in die Top 5. Mit einem neuen Streckenrekord im Halbfinale (1.00,57) hatte Nouria den Maßstab bei den Damen gesetzt und war der haushohe Publikumsfavorit. Die 26-jährige Französin, eine der talentiertesten Wildwasserpaddlerin der Welt, startete als letzte und begann ihren Finallauf mit einer sehr hohen Schlagfrequenz, eine Technik die sie als Slalomfahrerin perfekt beherrscht. Ihr gelang eine saubere und flüssige Linie durch den TNT Katarakt und den Minus One, nur am Champions Killer wurde sie ein wenig nach rechts gedrückt und touchierte einen Felsen. Trotzdem erreichte sie das Ziel in 1:01,75, der zweitbesten Zeit die bisher bei den Frauen auf der Wellerbrücke gemessen wurde, und war damit, 2.99 Sekunden schneller als Martina Wegman auf Rang 2 und 7.66 Sekunden schneller als Jenny Chrimes, die sich nach langer Verletzungspause Bronze sicherte. 

Sam Sutton schlägt erneut zu 

Im Anschluss an die Damen, reihten sich die 16 besten Herren aus 10 verschiedenen Nationen zum Finale auf. Nach einigen großartigen Läufen - alle Zeiten im Finale waren unter einer Minute - war es der 31-jährige Alexander Grimm (GER), der sich mit einer Zeit von 0:55,39 den dritten Platz vor Dane Jackson (0:55,85) sicherte. Der Olympiasieger von 2008 meisterte alle Schlüsselstellen ohne sichtbare Fahrfehler.  Alex konnte einen guten Schub aus dem Champions Killer in Richtung Ziel mitnehmen, weil er auch im Finallauf geduldig genug war, um den entscheidenden Boof-Schlag spät zu setzen. Damit sicherte er sich seine zweite Medaille bei der adidas Sickline WM.  „Ich bin total glücklich endlich wieder auf dem Podium zu stehen nach 2009“, sagte Alex Grimm. „Es war wieder ein hartes Rennen. Diese Jungs sind so stark da runtergefahren und es war ein spannendes Finale. Ich bin auch ganz gut runtergekommen. Ich habe mich von Fahrt zu Fahrt verbessern können. Besser hätte es gar nicht nicht laufen können.“ 


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