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Sagan schrieb Geschichte

Rad-WM

Sagan schrieb Geschichte

Dritter Titel in Serie

Peter Sagan hat sich endgültig in den Rad-Olymp gehievt. Der 27-jährige Slowake wurde zum Abschluss der Rad-Weltmeisterschaften im norwegischen Bergen seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich als erster Radprofi in der 90-jährigen WM-Geschichte seinen dritten Straßentitel in Serie.

Die Entscheidung nach 267,5 Kilometern glich einem Hitchcock-Krimi, in dem der spätere Weltmeister seinen Titel mit wenigen Zentimetern Vorsprung fixierte. Sensationell und erfreulich – bis zum Schluss hatten auch die Österreicher stark mitgehalten, Lukas Pöstlberger fuhr sogar bis zum letzten Kilometer in den Top drei, beendet die WM letztlich zeitgleich mit dem Sieger auf Platz 22. Sagan hatte sich im Sprint hauchdünn vor Lokalmatador Alexander Kristoff und dem Australier Michael Matthews durchgesetzt, es war nach den Erfolgen von  in Richmond (2015) und Doha (2016) der dritte WM-Triumph hintereinander. Stefan Denifl landete auf Rang 69 (+2:32 Min.). Marco Haller, der lange Zeit in einer Spitzengruppe für Furore gesorgte hatte,  kam nach einem Sturz in der letzten Phase des Rennens mit 9:24 Minuten Rückstand als 113. ins Ziel.

Es war ein fantastisches Rennen vor einer ebenso beeindruckenden Kulisse und lieferte vor allem einen Vorgeschmack darauf, was Österreichs _Radsportfans in einem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck/Tirol erwartet. Überglücklich natürlich der neue Weltmeister - „das ist unglaublich. Für Alexander Kristoff war es ein Heimspiel und es tut mir leid, dass ich den Norwegern ein wenig die Stimmung vermiest habe. Aber – dieser Sieg ist etwas ganz besonderes für mich“, sagte Sagan, der seinen Erfolg dem im Mai verstorbenen Radprofi Michele Scarponi widmete, der am Montag Geburtstag gefeiert hätte.

Bereits einen Tag vorher hatte sich die Niederländerin Chantal Blaak im längsten Radstraßenrennen der Damen in der WM-Geschichte in 4:06:30 Stunden im Alleingang Gold gesichert. Die 27-Jährige gewann nach 152,8 Kilometern vor der Australierin Katrin Garfoot und der Dänin Amalie Dideriksen, die sich im Sprint des Hauptfeldes 28 Sekunden hinter Blaak durchsetzten.Gut zwölf Kilometer vor dem Ziel hatte sich die entscheidende Gruppe formiert, aus der sich Blaak später absetzen konnte und schließlich mit 28 Sekunden Vorsprung gewann. In der Hauptgruppe fuhr auch die Oberösterreicherin Martina Ritter als 24. ins Ziel. Die beiden anderen Österreicherin Christina Perchtold und Kathrin Schweinberger gaben auf.Bei den Junioren (133,8 km) holte der Däne Julius Johansen in 3:10:48 Stunden den Titel vor den beiden Italienern Luca Rastelli und Michele Gazzoli. Der Österreicher Florian Kierner wurde starker Sechster, Mario Gamper belegte den zwölften Platz (alle 51 Sekunden zurück).

Der erste offizielle Auftritt des dreifachen Weltmeister Peter Sagan, wird am kommenden Dienstag in Osttirol (Lienz, Grand Hotel) erfolgen.

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