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Ö-Rundfahrt

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Visconti siegt in Fulpmes

Montag Kampf am Horn

Führungswechsel nach der zweiten Etappe der 70. Österreich Rundfahrt. Nach dem zweiten Abschnitt,  der von  Feldkirch nach Fulpmes/Telfes in Tirol führte, wechselte nicht nur das Bundesland sondern auch das rote „Flyeralarm“-Führungstrikot.  Vortagessieger Mahoric verlor Platz eins in der Gesamtwertung an seinen Teamkollegen Giovanni Visconti, blieb aber im Team Bahrain-Merida. Bei dieser ersten Bergankunft kletterte auch Riccardo Zoidl von Felbermayr Simplon Wels als Tagesachter stark! Am Montag kommt es auf dem Kitzbüheler Horn zum ersten Schlagabtausch.

Nachdem am Samstag rund 15.000 Zuschauer den Tourstart in Feldkirch erlebt hatten, wurden die Radprofis auch zur zweiten Etappe von vielen Fans verabschiedet. Über den Arlberg stand die mit 180,5 Kilometern längste Etappe der Jubiläumstour auf dem Programm. Bereits zwei Kilometer nach dem Start bildete sich die erste, siebenköpfige Spitzengruppe. Über den 11,4 Kilometer langen Arlberg schrumpfte diese auf zwei Fahrer, wobei sich bei der Abfahrt nach Landeck ein Quartett formierte. Neben Tirol-Profi Marcel Neuhauser, dem „Wiesbauer“-Bergpreisführenden Aaron Gate (Aqua Blue Sport) und Davide Orrico (Vorarlberg-Santic) war auch Andreas Hofer (Hrinkow Advarics Cycleangteam) dabei. Deren Vorsprung wuchs bis zur Bergwertung Imster Berg auf fünf Minuten an. 

Durch das Inntal Richtung Innsbruck, wo von 22. bis 30. September die UCI Straßenrad WM stattfindet, drückte das Feld den Rückstand auf die Spitzenfahrer auf unter zwei Minuten. Danach folgte nach der „Mautner Markhof“-Sprintwertung Silz, die erneut Gate gewann, die letzte „Wiesbauer“-Bergwertung Axams, wo die beiden Österreicher Hofer und Neuhauser den Anschluss verloren. Das Führungsduo wurde wenige Kilometer vor dem Ziel beim Freizeitcenter StuBay durch die Arbeit von Bahrain-Merdia gestellt. Rund 60 Fahrer traten zum Bergaufsprint an. „Mein Team hat wieder stark agiert. Mahoric hat vor mir bei der 400 Meter-Marke den Sprint eröffnet und ich konnte voll durchziehen. Zuletzt wurde ich so oft Zweiter oder war am Podium, deshalb habe ich mir gedacht: Bitte nicht schon wieder Zweiter! Ich bin sehr froh, dass ich den Sieg holen konnte“, freute sich der dreifache italienische Meister Giovanni Visconti, der 2015 auf den Bergpreis beim Giro d’Italia gewann.

Giovanni Visconti gewann in Fulpmes vor Michel Kreder. Dessen Team Aqua Blue Sport zeigte sich mit dem Führenden der Bergwertung, Aaron Gate, sehr angriffslustig. Als bester Österreicher sprintete Ex-Toursieger Riccardo Zoidl als Achter ins Ziel: „Es hat mich selbst überrascht, dass ich so ein gutes Finish hatte. Leider lag ich in der letzten Kurve zu weit hinten. Es ist für mich aber sehr positiv für das Kitzbüheler Horn morgen, dass ich auf so einem kurzen Anstieg so viel Punch hatte. Das ist ein sehr gutes Zeichen!“

Zoidls Teamkollege Stephan Rabitsch wurde Elfter und liegt als bester Österreicher in der Gesamtwertung an der zwölften Stelle. „Am Kitzbüheler Horn werden die Karten neu gemischt. Bahrain-Merida ist natürlich die stärkste Mannschaft. Wir müssen mit Köpfchen fahren und den richtigen Moment abwarten. Vielleicht können wir sie so knacken“, sagt Zoidl. Und bei Bahrain-Merdia setzen alle auf Hermann Pernsteiner. „Zweiter Tag, zweiter Etappensieg. Bei uns läuft alles perfekt und der Teamspirit passt. Ich hoffe, dass am Horn meine Stunde schlägt.“

Am Montag fällt um 11:00 Uhr in Kufstein, und zwar am Oberen Stadtplatz,  der Startflagge zur 3. Etappe. Kufstein ist auch Startort der UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol im September. Danach führt der Abschnitt  über Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs, zur ersten Sprintwertung an der Windbichler Brücke. Nach der „Bergwertung Walchsee und dem Sprint in Kössen folgt wenige Kilometer später die letzte Bergwertung in Schwendt, ehe beim Ortsanfang Kitzbühel der schwere Schlussanstieg aufs Kitzbüheler Horn wartet. Auf einem der schwierigsten Radberge Europas plagen sich die Radprofis über 7,6 Kilometer mit maximal 23 Prozent Steigung! Ab 14:10 Uhr wird der Etappensieger beim Alpenhaus einfahren. Übrigens, die Benützung der Kitzbüheler Horn-Bahn ist ganztägig gratis!

 

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