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Marathon-WM

Feier im Doppelpack

WM-Titel am Geburtstag

  So etwas nennt man eine Punktlandung für eine Doppelfeier! Just an seinem 38. Geburtstag sicherte sich Mountainbiker Alban Lakata seinen schon dritten Marathon-WM-Titel nach 2010 und 2015.

Der Osttiroler entrisse im deutschen Singen an seinem Ehrentag dem portugiesischen Titelverteidiger Tiago Ferreira das begehrte Regenbogentrikot. Mit Daniel Geismayr landete ein weiterer Österreicher auf dem Podest dieses Rennens über 98 Kilometer.

Lakata hält sich im Mountainbike-Marathon seit acht Jahren in der absoluten Weltspitze. Er hatte bereits 2010 in St. Wendel und 2015 in St. Christina/Gröden triumphiert und zudem viermal (2009, 2013 in Kirchberg, 2014 und 2016) die Silbermedaille gewonnen. Dieser dritte Titel dürfte ihm aber wohl mehr als alle anderen erfolge bedeuten – es war mit 188 Teilnehmern das stärkste Feld in der 15jährigen Geschichte dieser Titelkämpfe, mit allem am Start was Rang und Namen hat.

Zu Beginn des Rennens hatte sich eine große Spitzengruppe formiert, in der alle Favoriten vertreten waren. Lakata verlor zwar einmal kurz den Anschluss, doch der Topeak Ergon-Fahrer kämpfte sich zurück und zeigte sich fortan sehr aktiv an der Spitze des Fahrerfeldes. Dementsprechend gingen alle Titelanwärter gemeinsam auf die zweite 49 Kilometerrunde im Hegau, ehe Lakata und Ferreira kontinuierlich das Tempo anzogen und so immer mehr Fahrer aus der Spitzengruppe herausfielen. „Nach dem ich mich am Anfang zurückkämpfen musste, habe ich mich entschieden viel vorne zu fahren und das hat sich ausgezahlt“, so der Österreicher.

35 Kilometer vor dem Ziel war es dann soweit und Lakata zog das Tempo nochmals an, sodass die Spitzengruppe komplett auseinanderfiel. Lediglich Ferreira, Geismayr und Mathieu van der Poel konnten folgen. Doch schon wenige Minuten später setzte Ferreira erneut eine Attacke, die der junge Niederländer nicht mehr mitgehen konnte. „Mein Plan war es das Rennen schon früh schnell zu machen, damit möglichst viele aus der Gruppe herausfallen. Das hat eigentlich ganz gut geklappt“, berichtet der neue Vizeweltmeister im Ziel.

Und so raste das Trio dem Ziel in der Innenstadt von Singen entgegen. Im Sprint zeigte sich Lakata am explosivsten, sodass keiner mehr an dem Osttiroler vorbeiziehen konnte. „Es ist unglaublich. Da  hat alles gepasst. Ich hatte super Beine und ich bin mega happy“, so Lakata. Sein portugiesischer Kontrahent war nicht wirklich traurig über Platz zwei: „Es war natürlich sehr knapp, aber Alban war im Sprint stärker. Deshalb ist es schon ok.“

Bei den Damen konnte Jolanda Neff ihren Weltmeistertitel nicht erfolgreich verteidigen. Die Schweizerin wurde nach 80 Kilometern nur Vierte, den Sieg holte sich die Dänin Annika Langvad.

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