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Schwaz enttäuschte

Handball

Schwaz enttäuschte

Abfuhr beim Schlusslicht

Ausgerechnet gegen Sparkasse Schwaz feierte der vor diesem Spieltag Tabellenletzte HC Bruck den ersten Saisonerfolg feiern. Die Steirer setzten sich in Runde acht der HLA-Hauptrunde zuhause mit 32:26 durch.

Auf der einen Seite regierte ausgelassener Jubel, auf der anderen die pure Niedergeschlagenheit. Aus einem vermeintlichen Pflichtsieg wurde ein desaströser Abend für Sparkasse Schwaz Handball Tirol, das als haushoher Favorit zum bisherigen Schlusslicht gereist war. Gerade einmal einen Punkt hatte der HC Bruck vor dem achten Spieltag auf dem Konto – nun gelang den Steirern der ersehnte erste Saisonsieg, damit zogen sie an Ferlach vorbei und liegen nun auf Rang neun. Die Tiroler belegen zwar vorläufig weiterhin den vierten Platz, bringen sich durch die äußerst ärgerliche Niederlage allerdings unter Zugzwang gegenüber den Konkurrenten in der oberen Hälfte der Tabelle. Denn gegen Bruck hatte bislang eben noch keines der Topteams Federn gelassen.

Sparkasse Schwaz Handball Tirol verspielte das Match bereits in der ersten Halbzeit. Noch dazu begann die Partie mit einem Schockmoment – bei der Aktion, die zum ersten Tor der Gäste nach etwas über einer Minute führte, verletzte sich Regisseur Matias Jepsen am Fuß und konnte nicht mehr mitwirken. So musste Raúl Alonso früh reagieren und umstellen. Seine Mannschaft brachte in der Folge jedoch kaum etwas zusammen, alle Vorsätze zerschellten früh an den hochmotivierten, aufopferungsvoll kämpfenden Bruckern. Die Tiroler Abwehr funktionierte überhaupt nicht, die Torhüter bekamen keine Hand an den Ball. Den Hausherren ging offensiv nahezu alles auf – und das Publikum sorgte entsprechend für eine Top-Atmosphäre, trug das Schlusslicht nach vorn.

Stimmen:

Raúl Alonso (Trainer Schwaz): „Ich gratuliere dem HC Bruck zu diesem auch in dieser Höhe absolut verdienten Sieg. Wir sind alle konsterniert, das war ein ganz ernüchterndes Spiel. So eine Leistung kann und will ich nicht akzeptieren – wir werden das eingehend analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen. Klar ist, dass wir nächste Woche gegen Linz ganz anders auftreten müssen, so etwas darf uns nicht mehr passieren.

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