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      Umsturz am Ätna

Giro d‘ Italia

Umsturz am Ätna

Konrad mit großem Kampfgeist  

Die Fachleute behielten recht - die erste Bergankunft des 100. Giro d’Italia brachte,  wie erwartet, den  Umsturz in der Gesamtwertung. Den Tagessieg sicherte nach einer kräfteraubenden Solofahrt zum Ziel auf dem Ätna der Slowene Jan Polanc, das Rosa Trikot wechselte zum Luxemburger Bob Jungels. 

Ebenfalls erwartet worden war, dass der Oberösterreicher Lukas Pöstlberger seinen dritten Gesamtrang einbüßen würde. Auf dem Ätna war der 25-Jährige genauso chancenlos wie seine vier österreichischen Mitbewerber beim Giro. Wobei - ein gesundheitlich angeschlagener Patrick Konrad Kämpferherz zeigte und das Rennen nur einige Minuten hinter dem Etappensieger beendete.
  
Nach nur wenigen Kilometern war es zu einer Fluchtgruppe, bestehend aus vier Fahrern, gekommen, die rasch eine Lücke von 6 Minuten zum Feld herstellen konnten. An der Spitze des Feldes übernahm Quick-Step Floors die Kontrolle um die Lücke zum Quartett nicht noch größer werden zu lassen. BORA – hansgrohe hielt sich im Peloton auf um Energie für den Schlussanstieg zu sparen. Das Quartett an der Spitze des Rennens behielt seinen Vorsprung für lange Zeit, ehe die Gruppe im Schlussanstieg auseinanderfiel. Nur ein Fahrer, Polanc, attackierte nochmals aus dieser Gruppe heraus und holte sich im Alleingang den Sieg mit einer Minute Lücke zu den restlichen Fahrern.

Patrick Konrad kämpfte sich trotz leicht gesundheitlichen Problemen den langen Anstieg hinauf. Er kam mit einigen Minuten Rückstand zum Sieger ins Ziel. 

„Nach dem sensationellen Auftakt der schnellen Jungs in Sardinien war diese erste Bergetappe für unsere Kletterer nicht ganz so gut verlaufen. Zwar hatten die Burschen die klare Anweisung nicht zu überziehen sondern innerhalb ihrer Limits zu bleiben, aber sowohl Patrick als auch José haben einen schwarzen Tag erwischt“, so der sportliche Leiter des Bora-Teams.

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