Sie befinden sich hier:
Ein verrücktes Westderby

EBEL

Ein verrücktes Westderby

Haie verloren gegen Bullen 5:8

So muss Eishockey – fast 3000 Fans in der TIWAG-Arena durften zumindest 40 Minuten im Westderby zwischen den Innsbrucker Haien und Red Bulls Salzburg nicht nur Spektakel pur bejubeln, sondern auch zehn Tore (5:5) und auf einen Erfolg der Gastgeber hoffen.

Doch am Ende dieser unglaublich spannenden Partie, in der die beiden Teams einander quasi mit ,,offenem Visier“ bekämpften, jubelten die Salzburger. Die Truppe von Greg Poss hatte – begünstigt von einem Blitzstart ins letzte Drittel – das Momentum zurückerobert, gab nach dem schnellen 6:5 in der 41. Minute das Heft nicht mehr aus der Hand und feierte schließlich einen 8:5-Sieg. 

Mehr Hockey geht jedenfalls nicht. Eine volle Hütte, Westderby und eine rassige sowie hitzige Partie. Der Sonntags-Schlager in der Erste Bank Eishockeyliga hielt was die Fans sich davon versprochen hatten. Mit dem ersten Bully war richtig viel los im Haifischbecken. Zunächst war der Lärmpegel aber gegen Null gesunken, denn nach nicht einmal zehn Minuten stand eine komfortable 2:0-Führung der Salzburger am Video-Würfel. Aber die Innsbrucker zeigten Moral und schlugen postwendend zurück. Andrew Clark stocherte die Scheibe über die Linie – 1:2.

Spätestens nach dem herrlichen Treffer von Jeremie Blain nur wenige Minuten später hieß es wieder zurück auf null. Vier Tore in nur 14 Minuten –Wahnsinn. Beide Teams blieben aber auf dem Gaspedal und spielten weiter munter drauf los. Nachdem John Lammers die große Möglichkeit auf die Führung ausließ, jubelten wieder die Bullen. Raffl staubte im Powerplay ab. 2:3 aus Sicht der Haie nach 20 Minuten. Der Mittelabschnitt startete aber einmal mehr mit dem vollen Programm. Wieder im Powerplay sorgten die Haie für Jubelstimmung. Andrew Yogan mit dem Onetimer ins Glück. Die Freude währte aber wieder nicht lange – John Hughes beförderte die Scheibe zum 4:3 über die Linie.

Damit war der Arbeitstag von Patrik Nechvatal dann auch vorbei, Rene Swette kam ins Spiel. Und die Innsbrucker legten in diesem irren Schlagabtausch weiter nach. Andrew Yogan schnürte aus einem Konter den Doppelpack – 4:4. Und eben dieser Yogan sollte an diesem Abend alle in den Schatten stellen. Nach einer Traumkombination im Powerplay war die Nummer Zwölf der Tiroler wieder zur Stelle und setzte die Scheibe zum 5:4 in die Maschen! Die Halle stand Kopf. Doch dieses Spiel hatte noch keine Vorentscheidung parat. Nach einem abgefälschten Schuss von Hochkofler war die Partie erneut ausgeglichen. Spannung war für das Schlussdrittel zu erwarten, aber die Bullen waren effizienter, zwei schnelle Tore bedeuteten die Vorentscheidung, die Haie waren nicht mehr in der Lage zu kontern. Endstand 5:8 für Salzburg.

© 2017 Tirol Werbung