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Haie in Linz ,,zerlegt“

EBEL

Haie in Linz ,,zerlegt“

Vierte Pleite in Serie

Und wieder eine bittere Pleite für die Innsbrucker Haie. Nur zwei Tage nach dem 0:1 von Bozen mussten sich die Innsbrucker diesmal in Linz bei den Black Wings mit 6:2 geschlagen geben. 

Für den HCI war es die vierte Auswärtsniederlage in Folge. Und weil gleichzeitig Graz (gegen Wien) und  Zagreb (gegen Salzburg) siegreich blieben, rutschte die
Truppe von Rob Pallin erstmals aus den Play-off-Rängen. 

Dabei hatte Linz-Trainer Troy Ward auf Stamm-Goalie Ouzas verzichtet und Backup Florian Janny ins  Tor gestellt. Dafür debütierte mit Shane O'Brien ein NHL-gestählter Verteidiger bei den Oberösterreichern - allerdings noch mit jeder Menge Trainings- und Fitnessrückstand. Im ersten Drittel zeigten die Tiroler  einige gefährliche Aktionen, Lammers hatte die Latte getroffen, dann scheiterte Spurgeon zweimal recht knapp,  ehe der Kapitän der Haie doch zuschlug. Ein schneller Angriff wurde von ihm sehenswert per Backhand ins Kreuzeck abgeschlossen. Der HC Innsbruck führte in der Keine Sorgen EisArena. Die Black Wings brauchten ein wenig, um wieder in Schwung zu kommen, in der Schlussphase wurden ihre Versuche aber wieder zwingender. Vor allem Brian Lebler und Dan da Silva fanden aber ein ums andere Mal in Nechvatal ihren Meister. Also musste es Corey Locke richten: sein Schuss ins kurze Kreuzeck passte millimetergenau und die Linzer konnten kurz vor der Pause das 1:1 bejubeln. 

Die Tiroler warteten im zweiten Drittel geschickt auf Konter. Doch diese Taktik ging nicht wirklich auf. Linz wurde immer gefährlicher,  Piche und Fechtig hatten mit ihren Weitschüssen noch Pech, DaSilva hob über die Querlatte und dann fiel doch die Führung. Brian Lebler ließ sich über rechts kommend lange Zeit und netzte ins lange Eck ein. Der Torjäger der Stahlstädter hatte wieder zugeschlagen! 

Die Gäste aus Tirol waren zwar weiterhin präsent, nach vorne ging aber nicht mehr viel. Die wenigen Gegenstöße sahen zwar gefällig aus, blieben aber im Abschluss meist sehr nachlässig. Selbst im Power Play kam nicht viel vom HCI, stattdessen kassierten die Tiroler auch noch einen Shorthander. Jake Dowell traf in der 37. Minute zum 3:1 und hätte zwei Minuten später fast den nächsten Unterzahltreffer erzielt. Sein Versuch ging aber an die Stange und so blieben die Haie im Spiel. Auch, weil Andrew Yogan kurz vor der Pause das zweite Tor für die Tiroler erzielte und damit den Spannungsbogen hoch hielt. 

Das späte Tor hatte den Haien deutlich Auftrieb gegeben, denn sie starteten sehr schwungvoll ins letzte Drittel. Bis Andrew Yogan auf der Strafbank Platz nahm und Piche von der blauen Linie abzog. Der Schuss ging an Nechvatal vorbei ins Netz und die Linzer hatten wieder den zwei Tore Vorsprung. Der wäre fast noch angewachsen, aber Gaffal ließ einen Traumpass von Hofer ungenützt und schoss dem HCI-Goalie alleine vor ihm stehend in die Fanghand. Das Ergebnis wurde am Ende sogar noch deutlicher, denn als die Haie alles riskierten bugsierte erneut Piche die Scheibe ins leere Tor, und 50 Sekunden vor dem Ende traf auch noch Broda im Powerplay zum 6:2 Endstand. Am Ende ein verdienter, aber vielleicht doch etwas zu hoher Sieg für die Stahlstädter gegen phasenweise sehr undisziplinierte Haie.

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