Sie befinden sich hier:
Crankworx Innsbruck

Crankworx Innsbruck

Nervenstarker Rogatkin

Spannendes Duell im Slopestyle

 

 Nach dem legendären Duell zwischen Brett Rheeder (CAN) und Nicholi Rogatkin (USA) bei der Premiere von Crankworx Innsbruck im Jahr 2017 freute sich die ganze Slopestyle-Szene auf eine Wiederholung in den Alpen. Am Ende des ersten Durchgangs des zeichnete sich ein Sieg des Kanadiers ab. Mit einem Score von 86,75 Punkten führte Rheeder das Feld an, nicht zuletzt dank einem Flat Drop Backflip Oppo Tailwhip – das erste Mal überhaupt, dass dieser Trick in einem Contest gezeigt wurde. Auch 2017 führte Rheeder nach dem ersten Run, war aber mit einem Wahnsinnslauf von Rogatkin noch eingeholt worden. Dieses Jahr lag Rogatkin nach dem ersten Durchgang gar nur auf Rang neun, weit hinter dem Führenden Rheeder. 

„Ich bin meinen Run Schritt für Schritt im Kopf durchgegangen. Die ganze Woche über habe ich daran gebastelt. Im ersten Durchgang war das dann auch ziemlich perfekt, bis auf den Trick beim letzten Kicker“, so der US-Amerikaner, der wegen der unsauberen Landung im Zielbereich nur 59,25 Punkten von den Judges bekam. „Beim zweiten Lauf haben meine Beine oben im Starthaus gezittert. Das ist schon ein unglaublicher Druck, wenn man wieder genau den gleichen Run machen muss – und am Ende dann noch einen Trick stehen muss, den man beim ersten Mal vermasselt hat. Es hat aber alles geklappt und jetzt sitze ich hier als Sieger.“  Denn der Mut des 22-Jährigen im zweiten und letzten Lauf wurde belohnt: Mit 93 Punkten schaffte der US-Amerikaner den Sprung auf Platz eins. Der Run war typisch Rogatkin: Zu Beginn ein fetter Twister auf dem zweiten Kicker, dann ein paar nervenaufreibende Momente sowohl für Fans, als auch für Fahrer.

„Nach dem Superman Seatgrab entschied ich mich für einen Cork 720. Der Trick macht mir richtig Angst! Ganz ehrlich: Beim Frontflip Tailwhip am letzten Kicker habe ich befürchtet, dass ich den Trick nicht stehe – bis meine Reifen auf einmal sicher am Boden waren.“

„Dieses Publikum ist echt der Hammer. Die Fans haben richtig Gas gegeben, als ich oben auf der Startrampe stand und mein Name durchgesagt wurde. Da habe ich gewusst, dass sie einiges von mir erwarten“, freute sich Rogatkin über den Zuspruch des Innsbrucker Publikums. „Ich will immer mein Bestes geben und alles versuchen. Genau das habe ich heute gemacht.”

Keiner der sieben Fahrer oben im Starthaus kam im zweiten Run an die Scores von Rheeder und Rogatkin heran. Der Italiener Diego Caverzasi konnte nach einem heftigen Sturz im ersten Lauf noch einmal ,,aufdrehen“ und sich mit 84 Punkten einen Platz am Podest sichern. Zum Schluss stand noch ein Mann oben am Start: Brett Rheeder.

„Nach meinem ersten Run habe ich gesagt, mir ist es egal, ob ich gewinne‘“, so Rheeder. „Diese Woche musste ich ordentlich kämpfen, auch mit einem Sturz. Am Vorabend wusste ich noch gar nicht, ob ich überhaupt an den Start gehen kann.“ Mit der Führung im Rücken konnte er seinen geplanten Run im Finale zumindest versuchen. Auch wenn er am letzten Kicker mit dem Fuß vom Pedal abrutschte, war für den Kanadier – auch mit Platz zwei - die Rechnung voll aufgegangen.

Während Sieger Rogatkin ,,wild“ feierte und Rheeder auf Rang zwei ruhig und besonnen war, strahlte der Drittplatzierte Diego Caverzasi mit der Sonne um die Wette. Damit wiederholte der Italiener seine Platzierung beim ersten Stopp der Slopestyle World Championship 2018 in Rotorua.

Mit diesem Ergebnis kam Bewegung in die Gesamtwertung der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship. Rheeder führt die Wertung mit 1900 Punkten an. Rogatkin liegt jetzt mit 1656 Punkten auf Rang zwei, knapp vor Caverzasi. Nach seinen beiden Podestplätzen in Rotorua und Innsbruck hat der Italiener bereits 1600 Punkte erreicht.

© 2017 Tirol Werbung