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Wacker zeigte große Moral

Wacker zeigte große Moral

Nach 0:3 auf 2:3 verkürzt

Pokalsieger Sturm zu abgeklärt

Bild: Gepa Pictures

Der FC Wacker Innsbruck hat auch das zweite Spiel nach dem Wiederaufstieg in die Tipico-Bundesliga verloren. Im ersten Oberhaus-Spiel auf dem Innsbrucker Tivoli nach mehr als vier Jahren mussten sich die Tiroler Sturm Graz mit 2:3 (0:1)  geschlagen geben.

Das Fazit war nach der 2:3-Niederlage gegen die Steirer zwar ernüchternd, aber nicht hoffnungslos. Denn die Festung Tivoli  (7.800 Zuschauer) war vom regierenden Pokalsieger gestürmt und erobert worden, die Schwarzgrünen zeigten jedoch trotz des zwischenzeitlich deprimierenden 0:3-Rückstandes Moral, holten noch auf, für einen Punkt ging es sich nicht mehr aus. Viel investiert, aber am Ende stand der Aufsteiger so wie vor einer Woche bei der Austria mit leeren Händen da. Konkret? Zwei Spiele, null Punkte, fünf Gegentore klingen klar nach Fehlstart. Zweimal nur knapp gegen Spitzenteams der Liga verloren zu haben, sind andererseits auch Bestätigung für einen Aufsteiger, irgendwie doch mithalten zu können. Die Tiroler attackierten früh und bissig, hatten den Vizemeister recht gut im Griff, doch in der 21. Minute nützte Lukas Grozurek nach einem Eckball seinen „Freiraum“ am Sechzehner und hämmerte den Ball zur 1:0-Führung der Grazer ins rechte Eck. Nach dem Wechsel führte ein Mix aus Abspiel- und Stellungsfehlern zur 3:0-Führung der Gäste. Markus Pink sorgte per Abstauber für das 2:0, Grozurek jubelte dann über seinen zweiten Treffer. Zwei Tore, die kurzzeitig voll auf die Stimmung drückten. Doch dann sorgte ein Doppeltausch bei den Tirolern und Nachlässigkeit bei Sturm doch noch für Spannung. Der eingewechselte Martin Harrer verkürzte mit einem Doppelpack auf 2:3, in der Schlussphase warfen die Tiroler alles nach vorne, der Ausgleich blieb versagt. Im ein oder anderen Konter vergab Sturm die Chance auf einen höheren Sieg.  

Karl Daxbacher
(Innsbruck-Trainer): „Vielleicht haben wir uns in der Anfangsphase zu viel zugemutet, zu offensiv agiert, da liegt der Fehler dann bei mir. Nach dem 0:1 haben wir viele Räume zur Verfügung gestellt und sind noch mehr Risiko gegangen, mit Fehlern sind wir danach noch mehr unter Druck gekommen. Die Aufholjagd ist letztlich noch positiv zu vermerken. Jetzt wird sich zeigen, ob der hochgelobte Teamgeist vom letzten Jahr Bestand hat, denn in kritischen Situationen braucht man dann so etwas.“

Heiko Vogel
(Sturm-Trainer): „Zum Teil war es Slapstick-Comedy. So richtig freuen kann ich mich noch nicht. Ich habe mich gefreut, dass wir zahlreiche Chancen hatten. Mir ist lieber, ich kann sagen, wir haben mangelhafte Chancenauswertung, als wir haben gar keine Chancen. Was wir nach dem 3:0 veranstaltet haben, das war aber unwürdig. Ich bin in der Pause schon explodiert, war der Meinung, dass wir schon höher hätten führen können. Das ärgert mich brutal.“

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