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Versöhnlicher Abschluss

Biathlon-Weltcup

Versöhnlicher Abschluss

ÖSV-Staffel auf Rang zwei

Norwegens Biathlon-Herren haben zum Abschluss der Weltcupbewerbe in Oslo einen überlegenen Staffelsieg gefeiert.

Das Gastgeber-Quartett, bestehend aus Lars Helge Birkeland, Henrik L’Abee Lund, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö, benötigte nur drei Nachlader und setzte sich bei strahlendem Sonnenschein und traumhaften äußeren Bedingungen am Holmenkollen vor den Mannschaften aus Österreich (+50,3 sec./5 Nachlader) und Russland (+56,9 sec./4) durch. Dem ÖSV-Team in der Besetzung Dominik Landertinger, Felix Leitner, Simon Eder und Julian Eberhard gelang damit im letzten Staffelrennen der Saison der erste Team-Podestplatz in diesem Jahr.

Startläufer Dominik Landertinger hatte mit zwei Nachlader‘n im Stehendanschlag zwar etwas Zeit eingebüßt, hielt den Rückstand mit 18,3 Sekunden aber in Grenzen. Sein Tiroler Landsmann Felix Leitner, der als Sechster ins Rennen ging, benötigte ebenfalls zwei Zusatzpatronen, verlor auf der Loipe allerdings den Anschluss an die Spitzengruppe. Der Rückstand von Simon Eder, der als Neunter ins Rennen ging, betrug bereits 1:05,5 Minuten. Der Salzburger Routinier konnte mit einem soliden Rennen drei Plätze gutmachen. Julian Eberhard startete schließlich als Sechster, mit einer Minute Rückstand hinter den führenden Norwegern ins Rennen,. Der Abstand auf Rang drei betrug allerdings nur 17,1 Sekunden. Österreichs Schlussläufer gelang ein nahezu perfekter Wettkampf. Nach zwei fehlerlosen Serien ging Eberhard als Vierter in die Schlussrunde. Bereits nach wenigen Metern konnte Eberhard seinen schwedischen Kontrahenten überholen und das ÖSV-Team auf Podestkurs bringen. Mit einem unwiderstehlichen  Finish ließ Eberhard auch noch Russlands Schlussläufer Anton Shipulin stehen und sicherte Österreich 50,3 Sekunden hinter Norwegen Rang zwei.  

Stimmen

Dominik Landertinger: „Heute wurde von Beginn an viel Betrieb gemacht und das Tempo hoch gehalten. Das Liegendschießen ist super gegangen, stehend hatte ich aber schon etwas mit der Belastung zu kämpfen“. Felix Leitner: „Ich bin gut ins Rennen gekommen. Das erste Schießen war sauber, der Fehler schade. Stehend habe ich mir dann etwas Zeit gelassen, auf Kontrolle gesetzt, aber das war ok.“ 

Simon Eder: „Zu Beginn konnte ich eine Aufholjagd starten. Beim Stehend-Nachlader hatte ich dann leider Probleme, weil die Sonne so stark hereingeschienen hat. Dadurch habe ich nicht gesehen, ob die Patrone drin ist. Das hat sicher 15 Sekunden gekostet. Ansonsten war ich mit meiner Leistung aber sehr zufrieden."   

Julian Eberhard: „Ich habe mich heute von Anfang an super gefühlt. Mit zwei sicheren Schießeinlagen konnte ich die Basis für den Podestplatz legen. In der Loipe gelang es mir während des Rennens noch zuzulegen. Auf der letzten Runde habe ich dann von den Trainern erfahren, dass sogar Platz zwei möglich ist. Ab da habe ich voll attackiert, Gott sei Dank ist es sich ausgegangen."

Hauser In der Verfolgung auf Rang 15

Das  Verfolgungsrennen der Damen gewann die Weißrussin Darja Domratcheva, die sich trotz zwei Strafrunden vor der slowakischen Sprintsiegerin Anastasiya Kuzmina (+9,2 Sek./4 Schießfehler) und Susan Dunklee (29,5/2) durchsetzen konnte. Eine gelungene Aufholjagd zeigte die Tirolerin Lisa Hauser, die sich mit nur einem Fehlschuss beim ersten Liegendschießen vom 32. auf den 15. Rang verbessern konnte. Katharina Innerhofer und Christina Rieder verpassten die Punkteränge.

Lisa Hauser: „Gleich der erste Schuss ein Fehler war zwar bitter, aber dann dreimal die Null umso schöner. Ich sehe es für mich persönlich als riesen Erfolg, vor allem weil es heuer einfach nie so richtig klappen wollte. Jetzt will ich noch gute Rennen beim Finale in Russland zeigen und mich dort für den Massenstart qualifizieren."      

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