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        WM-Feeling für Stöhr und Co.

Klettern

WM-Feeling für Stöhr und Co.

Hochfilzen als Motivation

Was könnte es Besseres geben, als bei einer WM in der Heimat für die eigenen Heim-Titelkämpfe WM-Feeling zu tanken?

Gefragt, getan. Und so trafen sich vier Nationalkader-Athleten des Kletterverband Österreich (KVÖ) bei der Biathlon-WM in Hochfilzen um WM-Luft zu schnuppern. Im nächsten Jahr, bei der Kletter- Weltmeisterschaft in Innsbruck werden Jessica Pilz, Katharina Saurwein, Jakob Schubert und Anna Stöhr sich dann ohnehin selbst präsentieren.  

Es war die perfekte Einstimmung im Biathlon-Mekka Hochfilzen auf die Kletter-Weltmeisterschaften 2018 in Innsbruck. Nach der Pressekonferenz im TirolBerg ging es für die vier Kletterstars zum WM-Sprint der Damen. „Die Stimmung war unglaublich. Auch bei meiner letzten Kletter-WM im nächsten Jahr in Innsbruck erwarte ich mir Gänsehautfeeling pur“, sagte die zweifache Weltmeisterin Anna Stöhr. Sie zählt sich selbst wie Katharina Sauerwein, die bei der Europameisterschaft in Innsbruck im Bouldern hinter Stöhr Dritte wurde, zum „alten Eisen“. „Nichtsdestotrotz wollen wir beide natürlich im nächsten Jahr ins Finale“, gab sich Sauerwein, die ebenso wie die WM- und Olympiamedaillenhoffnungen Schubert und Shooting-Star Jessica Pilz fleißig Autogramme verteilte, kämpferisch. Mit Recht. Klettern ist 2020 bei den olympischen Spielen in Tokio Teil des Programms.    

Im März 2014 hatte der Kletterverband Österreich vom Weltverband IFSC den Zuschlag zur Ausrichtung der Titelkämpfe erhalten, die in Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein ausgerichtet werden. Damit kehrt die Kletter-WM nach genau 25 Jahren wieder zurück nach Innsbruck. „Wir erwarten von 6. bis 16. September 2018 über 700 AthletInnen aus 70 Nationen. Medaillenentscheidungen fallen in den Disziplinen Lead, Bouldern, Speed, Kombination und Paraclimbing, wobei in der Kombination erstmals das olympische Format zur Austragung kommt“, beschreibt KVÖ-Sportmanager Michael Schöpf.

Schauplatz der Kletter-WM in Innsbruck 2018 (c) KVÖ/Wilhelm

Die Austragungsstätten der Kletter-WM 2018 sind das im Bau befindliche Kletterzentrum Innsbruck, das im Frühjahr 2017 eröffnet wird, sowie die Innsbrucker Olympiaworld mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Personen. Im neuen Kletterzentrum, ab Frühjahr 2017 auch KVÖ-Bundesleistungszentrum, mit einer Kletterfläche von 5.500 Quadratmetern werden die Qualifikationsrunden aller Disziplinen an den Outdoor-Wettkampfanlagen ausgetragen. Das Kletterzentrum wird schon 2017 im Mittelpunkt des Interesses stehen, wenn von 30. August bis 10. September 2017 die Jugend- & Juniorenweltmeisterschaften als WM-Pre-Event ausgetragen werden. „Die Kletter-WM in Innsbruck ist ein Herzensprojekt. Besonders freut es uns Sportler, dass die Nachhaltigkeit mit dem neuen Kletterzentrum gegeben ist. Wir alle profitieren auch nach der WM von der neuen Halle“, sagt Anna Stöhr.   Die Besucher bei der Kletter-WM werden auch aktiv zum Mitmachen eingeladen! Ganz nach dem WM-Motto „Climb.Come together.Celebrate“. Der Marktplatz in Innsbruck, der seit mehr als einem Jahrzehnt untrennbar mit dem Boulderweltcup in Verbindung gebracht wird, wird in ein „Climbers Paradise Village“ verwandelt. Neben Siegerehrungen, Multimediavorträgen oder Filmvorführungen sollen hier die Innsbrucker Bevölkerung sowie Urlauber und Fans aus aller Welt die Möglichkeit bekommen, den Klettersport selbst aktiv auszuüben, z.B. im Rahmen von Workshops oder auch Hobby-Contests. „Der Marktplatz soll die WM-Homebase im Herzen der Stadt sein und auch Anknüpfungspunkt für das einzigartige Outdoor-Kletterangebot in Innsbruck und Tirol werden“, erläutert „Climbers Paradise Tirol“-Obmann Gerhard Gstettner.

Jessica Pilz, Jakob Schubert, Josef Margreiter, Anna Stöhr, Katharina Saurwein (c) KVÖ/Wilhelm

Mehr als 600 Sportkletterrouten, sechs Klettersteige und 17 Sportklettergärten– das sind laut www.climbersparadise. com die beeindruckenden Eckdaten der Kletterhochburg Innsbruck und Umgebung. Für Kletter-Profi Jakob Schubert ist es die Summe genau dieser Bausteine, die seine Geburtsstadt Innsbruck zur idealen Kletterheimat macht. Der Doppelweltmeister im Vorstieg und mehrfache Gesamtweltcup-Sieger ist auch am Fels bärenstark unterwegs. Beste Trainingsvoraussetzungen findet er gemeinsam mit weiteren Stars der Szene – darunter etwa die Boulder Doppelweltmeisterin und mehrfache Gesamtweltcup-Siegerin Anna Stöhr, Wahl-Innsbrucker Kilian Fischhuber oder der tschechische Alleskönner und bekennende Innsbruck-Fan Adam Ondra. „Das neue Kletterzentrum wird nicht nur für uns als Profis eine top Location zum Trainieren, sondern steht natürlich auch allen Hobbysportlern zu Verfügung“, sagt Jakob Schubert, der gemeinsam mit Anna Stöhr als neues Testimonial für Innsbruck Tourismus in Erscheinung tritt. „An wenigen Orten der Welt liegen außergewöhnliche Trainingsmöglichkeiten wie das weltgrößte Kletterzentrum oder bekannte und beliebte Felskletterrouten so nahe wie in Innsbruck. Athleten wie Jakob Schubert oder Anna Stöhr, Weltcupveranstaltungen und Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre sowie die Junioren WM 2017 und Kletter WM 2018 untermauern unseren Ruf als heimliche „Kletter-Hauptstadt“ oder Climber’s City“, freut sich Geschäftsführerin Karin Seiler-Lall (Innsbruck Tourismus) über Innsbrucks Alleinstellungsmerkmal.   

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch Tirol als neuer Premium-Partner des KVÖ-Nationalteams präsentiert. Tirol positioniert sich seit Jahren als Sportland Nummer eins der Alpen. Teil dieser Strategie ist es, medienwirksame Teams und Spitzensportevents zur Profilierung zu nutzen. „Tirol bietet ideale Möglichkeiten zum Klettern – egal ob am Fels oder im Eis, egal ob im Freien oder in der Halle. Darüber hinaus hat sich unser Land in den vergangenen Jahren zu einem Mekka des Sportkletterns entwickelt, zumal auch Verband und Vereine vorbildliche Arbeit leisten. Diese Stärken wollen wir in Verbindung mit dem Kletterboom nutzen, um unser „Climbers Paradise“ als Partner des Kletterverbands nach außen zu tragen. Mit der Kletter-WM 2018 in Innsbruck und der erstmaligen Medaillenvergabe bei Olympischen Spielen 2020 gibt es in den kommenden zwei besondere Glanzlichter, bei denen wir uns gemeinsam präsentieren können“, begründet Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, die Entscheidung.

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