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Sensation durch Ferstl

Herren-Weltcup

Sensation durch Ferstl

Gröden

Zwei ÖSV-Stars am Podest

Gröden ist immer für Spektakel und für Spannung gut – und für Sensationen. Diesmal sorgte der Deutsche Josef Ferstl für eine echte Überraschung, er feierte auf der Saslong seinen ersten Weltcup-Erfolg und setzte sich dabei knapp vor zwei Österreichern durch.

Max Franz landete mit einem Rückstand von 0,02 Sekunden auf dem zweiten Rang. Matthias Mayer war als Dritter eine Zehntelsekunde langsamer als Ferstl, dessen bisher bestes Weltcup-Ergebnis ein fünfter Rang war. Die ÖSV-Herren holten damit in drei Super-G im Olympiawinter bereits sechs Podestplätze. Abgerundet wurde das neuerlich starke Ergebnis durch Vincent Kriechmayr. Der Sieger von Beaver Creek belegte hinter dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde (0,22) den fünften Rang (0,30). Auf Rang elf landete überraschend Niklas Köck (0,95). Hannes Reichelt, der saisonübergreifend in den letzten vier Super-G auf dem Stockerl gestanden war, musste sich mit Platz 15 (1,38) begnügen. Romed Baumann wurde 16. (1,42).

Der Super-G in Gröden war von wechselnden Sichtverhältnissen geprägt. Nach elf Läufern hatte das Rennen wegen Nebels für knapp 20 Minuten unterbrochen werden müssen. Zu diesem Zeitpunkt führte bereits der Deutsche, der mit Nummer zwei gestartet war. Am Ende hatte Ferstl die entscheidenden Hundertstelsekunden auf seiner Seite. Das lange Zittern im Zielbereich wurde mit dem erst zweiten deutschen Super-G-Sieg in der Weltcup-Geschichte belohnt. Den bisher einzigen Erfolg hatte Markus Wasmeier im Jahr 1991 geholt. „Das ist unglaublich. Wir haben viel und hart gearbeitet. Wir sind am Boden gelegen und wieder aufgestanden. Jetzt haben wir ein super Team. Dass ich das mit einem Sieg krönen kann, ist der Wahnsinn. Das Glück war auf meiner Seite“, jubelte Ferstl.

Der 28-Jährige beendete mit seinem Überraschungssieg auch die Erfolgsserie der Norweger im Super-G in Gröden. In den letzten fünf Jahren hatten sich Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud den Sieg untereinander ausgemacht. Svindal, der weiter Probleme mit seinem Knie hat, kam diesmal nicht über Rang neun (0,60) hinaus. Jansrud verpasste überhaupt die Weltcup-Ränge. Der 28-Jährige lag bei der zweiten Zwischenzeit 0,10 Sekunden vor Ferstl, danach unterlief ihm allerdings auf der Ciaslat ein schwerer Fehler.

Ergebnis Super G Gröden

1. Josef Ferstl (GER)
2. Max Franz
3. Matthias Mayer
4. Aleksander Aamodt Kilde (NOR)
5. Vincent Kriechmayr

.....

11. Niklas Köck
15. Hannes Reichelt
16. Romed Baumann

01:35.28
+ 00.02
+ 00.10
+ 00.22
+ 00.30



+ 00.95
+ 01.38
+ 01.42

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